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Mehr als ein Buch - 100 Jahre HCD auf 464 Seiten 
 

«100 Jahre Hockey Club Davos. Legendär, leidenschaftlich, Rekordmeister.» So lautet der treffende Titel des 464 Seiten starken Jubiläumsbuchs. Es dokumentiert die Triumphe und sportlichen sowie finanziellen Rückschläge des HCD in spannenden Geschichten, Porträts und Bildern und bettet sie ins jeweilige wirtschaftliche und politische Zeitgeschehen ein.   Mit 31 Titeln ist der HC Davos Schweizer Rekordmeister. Zwei Mal ist ist er abgestiegen, ein Mal davon gleich doppelt, im direkten Fall bis in die 1. Liga. Der HCD ist der einzige Eishockeyklub, der ein Jahrhundert nach seiner Gründung weiterhin in der nationalen Spitze mitspielt. Erklärungen liefert das Buch «100 Jahre Hockey Club Davos» in acht Kapiteln von den Anfängen des Eishockeys im 19. Jahrhundert über die Gründung des Klubs im Januar 1921 – das genaue Datum ist nirgends dokumentiert – bis zur Gegenwart. 

Davos als einer der allerersten Winterkurorte weltweit war prädestiniert, um einer der frühen Brückenköpfe des Eishockeys in der Schweiz zu werden. Natürlich auch, weil die Temperaturen von November bis März meist unter Null lagen. Der junge Davoser Zahnarzt Paul Müller spielte zunächst mit ein paar Engländern und Deutschen Eishockey. Aber er nervte sich darüber, dass das Team ein ständiges Kommen und Gehen war. Er wollte eine beständige Equipe und gründete darum 1921 mit Einheimischen den HC Davos.  

Jede der 100 HCD-Saisons wird beschrieben – nicht einfach als Wiedergabe von Resultaten, sondern eingebettet in den jeweiligen Zeitgeist, etwa auch während des Zweiten Weltkriegs, und geschmückt mit unzähligen Episoden. So zierte zum Beispiel eine 1,5 Meter hohe Torte die Festivitäten beim 50. Geburtstag. Der Hauptpreis einer grossen Tombola, ein VW Käfer, wurde gar nie abgeholt. Viel zu feiern gab es auch 1979, als der HCD nach zehn Jahren Nationalliga B in die oberste Spielklasse zurückkehrte. Den Stamm jener Mannschaft bildeten ein paar Jahrgänge besonders talentierter eigener Junioren. In der Saison 1981/82 mussten die Davoser gleich zwei Mal unverrichteter Dinge nach Hause zurückkehren. In Freiburg attackierte der Fribourg-Kanadier Jeff Bandura HCD-Stürmer This Fergg bereits beim Einlaufen. Daraus entwickelte sich eine Massenschlägerei, worauf die Partie nach langem Palaver gar nicht angepfiffen und später forfait zugunsten der Bündner gewertet wurde. In einem anderen Spiel kam in Zürcher Hallenstadion bereits beim Einlaufen an einigen Stellen im Eis der nackte Beton zum Vorschein. Der Schaden konnte innert nützlicher Frist nicht behoben werden. Ab 1996 eroberten «die jungen Wilden» unter Arno Del Curto mit ihrem erfrischenden Offensiv-Eishockey die Herzen nicht nur der HCD-Fans. Ganz speziell war etwa auch die Saison 2004/05, als dank des NHL-Lockouts Joe Thornton, Rick Nash und Niklas Hagman in den HCD-Farben rockten. 

Ab 1930 standen beim HCD viele ausserordentliche Könner auf dem Eis, an denen in der Schweiz niemand vorbeikam, angefangen mit Bibi Torriani und den Brüdern Hans und Pic Cattini. Diverse Exponenten in der 100-jährigen Geschichte erhalten im Jubiläumsbuch eine spezielle Würdigung in Form von Textporträts, angefangen beim ni-Sturm über Walter «Watschga» Dürst und dessen Sohn «Wädel» Dürst, der als NLB-Spieler an der B-WM Topskorer wurde, den ersten Schweizer NHL-Draft Jacques Soguel, den ersten Verteidiger als NLA-Topskorer Ron Wilson, Marc Gianola, die Brüder Reto und Jan von Arx, Leonardo Genoni, Andres Ambühl bis Joe Thornton, den viel mehr mit Davos verbindet als nur der HCD. 

Ecken und Kanten hatten die Trainer, die den HCD zu den vielen Erfolgen führten. Ausführlich beschrieben und charakterisiert wird im Buch natürlich Arno Del Curto, weiter unter anderen Stu Robertson, Paul-André Cadieux, Dan Hobér und Mats Waltin sowie Goalietrainer Marcel Kull. Zur Geltung kommen auch Präsidenten wie Paul Müller als Gründer, Visionär und Organisator. Als Spieler und später als Klubboss wurde Gery Diethelm mit dem HCD Schweizer Meister. Ohne Ahnung vom Eishockey übernahm Werner Kohler als erster Auswärtiger 1989 den Klub am Abgrund. Er lernte schnell und warf sein unternehmerisches Talent vorteilhaft in die Waagschale. Nach finanziellen Turbulenzen hielt in den letzten 17 Jahren eine kluge und konstante Führung unter Tarzisius Caviezel und Gaudenz Domenig den HCD auch wirtschaftlich auf Kurs. 

Wie emotional die Geschichte des HCD verlief, verraten auch mehrere hundert Bilder. Auf jeder rechten Buchseite befinden sich ausschliesslich Illustrationen. Abgeschlossen wird das Jubiläumswerk mit einem 70 Seiten starken Statistikteil. Da dokumentieren Zahlen und Fakten minuziös die 100 HCD-Jahre. Sie beinhalten die HCD-Kader und Tabellen sämtlicher Saisons, führen die treuesten Spieler und die besten Torschützen des HCD auf. Dazu werden fast 170 Spieler, Trainer und Funktionäre kurz porträtiert. 

Das HCD-Jubiläumsbuch wurde von einem Autorentrio unter der Leitung von Michael Lütscher verfasst. Er schrieb mehrere Bücher, unter anderen eines über den FC Zürich. Daniel Derungs dissertierte über den HC Davos. Und Hansruedi Camenisch berichtet bereits seit 1978 über den HCD. Er arbeitete über 35 Jahre als Sportredaktor bei der «Bündner Zeitung» und der «Südostschweiz», mehr als die Hälfte davon als Ressortleiter. 

Das Buch «100 Jahre Hockey Club Davos» ist ab Mitte November im HCD-Fanshop verfügbar, und ab sofort  ONLINE BESTELLBAR.

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