Gut gekämpft, gut gespielt - aber wieder verloren

Der zwangsweise stark verjüngte HCD hielt lange mit den heimstarken Lausannern mit. Im letzten Drittel verschärfte das Heimteam aber das Tempo und gewann 5:3. Die Waadtländer feierten den zehnten Sieg in den letzten elf Spielen vor heimischem Publikum.

Es war eine Mission unter stark erschwerten Bedingungen. Dem HCD fehlten mit Nygren, Paschoud, Stoop, Hischier, Dino Wieser (alle verletzt) und Marc Wieser (gesperrt) sechs Stammspieler. Ersetzt wurden Sie durch Junioren; Davos mit drei Spielern Jahrgang 2000 (Heinen, Barandun, Payr), einem 99er (Bachofner) und einem 98er (Buchli) mit der wohl jüngsten Verteidigung aller Zeiten. Vorne kam der auch erst 18-jährige Baumgartner zu einem weiteren Einsatz, es war bereits sein Sechster in dieser Saison.

Diese Ausgangslage war offensichtlich auch dem Heimteam bewusst, die vom HCD zu Beginn der Partie aber überrascht wurden. Davos spielte aus einer sehr disziplinierten Defensive heraus und lag nach zehn Minuten durch einen sehenswerten Treffer von Corvi völlig verdient in Führung. Trotz vier Minuten in Unterzahl hatte der HCD bis hierhin 5:2 Torschüsse zu verzeichnen, war gedanklich schneller als die Lausanner und liess diese mit einem aggressiven Forechecking kaum ins Spiel kommen.

Doch je länger die Partie dauerte, desto besser kam der Tabellenfünfte mit dem Spiel der Davoser zurecht. Der Ausgleich in der 15. Minute war deshalb nicht unverdient und entsprach durchaus dem Spielverlauf. Auch im zweiten Abschnitt kämpfte Davos leidenschaftlich gegen das immer stärker werdende Lausanne. Die Führung des Waadtländer kurz nach Spielmitte glich Bader mit einem platzierten Backhand-Treffer in der 36. Minute nochmals aus. Das 2:2 zur zweiten Pause für den HCD eher schmeichelhaft, das Schussverhältnis im 2. Drittel von 15:8 zugunsten des Heimteams unterstrich dies. Und Lausanne setzte seinen Steigerungslauf auch im letzten Drittel fort. Immer öfter kam der HCD nun arg unter Druck und musste in der 44. und in der 48. Minute zwei vorentscheidende Treffer hinnehmen. Nach dem Anschlusstreffer durch Pestoni, 92 Sekunden vor Schluss, warf Davos zwar nochmals alles nach vorne, doch Lausanne machte mit Treffer Nummer 5, nur 23 Sekunden später, alles klar.

Trotz dieser weiteren Niederlage waren auch in dieser Partie die Fortschritte im Davoser Spiel klar zu erkennen. Die lange Zeit stabile Defensive und das aggressive Forechecking, oft mit allen fünf Feldspielern, verspricht einiges für die nächsten Spiele.

Telegramm: Lausanne - Davos 5:3 (1:1, 1:1, 3:1)

6336 Zuschauer. - SR Hebeisen/Fonselius, Progin/Duarte. - Tore: 12. Corvi (Pestoni) 0:1. 15. Frick (Leone) 1:1. 31. Vermin (Bertschy) 2:1. 36. Bader 2:2. 44. Emmerton (Jeffrey/Ausschluss Bachofner) 3:2. 48. Kenins (Genazzi, Jeffrey) 4:2. 59. (58:28) Pestoni (Lindgren) 4:3. 59. (58:51) Vermin (Bertschy) 5:3. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Pestoni.

Lausanne: Zurkirchen; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Borlat; Bertschy, Mitchell, Vermin; Moy, Emmerton, Jeffrey; Leone, In-Albon, Kenins; Antonietti, Froidevaux, Zangger; Herren.

Davos: Senn; Du Bois, Payr; Buchli, Barandun; Bachofner, Jung; Heinen, Heldner; Rödin, Lindgren, Ambühl; Pestoni, Corvi, Meyer; Frehner, Bader, Baumgartner; Kessler, Aeschlimann, Egli.

Bemerkungen: Lausanne ohne Boltshauser und Junland. Davos ohne Hischier, Nygren, Sandell, Dino Wieser, Paschoud, Stoop (alle verletzt) und Marc Wieser (gesperrt). - 50. Pfostenschuss Grossmann.

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