Fribourgs heftiger Denkzettel an die HCD-Adresse

Mit einer komplett ungenügenden Leistung verliert Davos in Fribourg diskussionlos mit 3:7. Im Mitteldrittel kassierten die Bündner in etwas mehr als 5 Minuten 4 Gegentreffer, was deutlich aufzeigt, wie desolat Davos vor allem defensiv auftrat.

Es hätte ein stetiges Herantasten an die Davoser Bestform werden sollen, die sechs Spiele der Ranking Round. Um dann im Playout-Final gegen Rapperswil den Ligaerhalt zu sichern. Nach zwei von sechs Platzierungsspielen ist von diesem Herantasten aber nichts zu sehen. Im Gegenteil, bei den HCD-Verantwortlichen läuten wahrscheinlich (und hoffentlich) alle Alarmglocken. Nach einer schlechten Leistung und einer verdienten 1:3-Heimniederlage gegen Rapperswil am letzten Samstag, kassierte Davos in Fribourg eine noch heftigere Klatsche und verlor diskussionlos mit 3:7.

Der HCD war von Beginn an nicht auf der Höhe der Aufgabe. Pässe fanden keine Mitspieler, eine defensive Zuteilung schien komplett zu fehlen und die Davoser kamen fast immer mindestens einen Schritt zu spät. Es dauerte bis zur 14. Minute, bis Davos das erste Mal auf den Fribourger Schlussmann Waeber schoss. Allerdings lag dieser Onetimer von Nygren dann aber auch direkt im Netz. Es war der 1:1-Ausgleich zu einem Zeitpunkt, als man als Davoser Fan noch dachtee, ab jetzt kann es nur besser werden. Es wurde aber nicht besser. Nachdem Baumgartner in der 26. Minute den erneuten Führungstreffer des Heimteams nochmals ausgleichen konnte, kassiert Davos ab der 29. Minute vier Gegentreffer in 325 Sekunden. Dazwischen lagen ein Timeout von Witolinsch und ein Torhüterwechsel von Senn zu Lindbäck, beide Massnahmen zeigten praktisch keine Wirkung. Davos war den Fribourgern auch in der Folge über weite Strecken in den meisten Belangen krass unterlegen. Die in den letzten Spielen gute Powerplay-Statistik, die Rödin in der 46. Minute mit dem dritten HCD-Treffer in doppelter Überzahl zwar noch unterlegte, wurde knapp drei Minuten später bei einem Shorthander-Gegentreffer auch noch geschmälert.

Diese Niederlage wird bei den HCD-Verantwortlichen für einigen Diskussionsstoff sorgen. Und diese Diskussionen sind dringend nötig. Falls jemand im HCD-Team bis heute noch geglaubt hatte, die Ligasicherung werde einfach so gelingen, so ist dieser jemand spätestens in Fribourg eines Besseren belehrt worden.

Noch bleiben 10 Tage und vier Ranking Round-Spiele Zeit, das Ruder herumzureissen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dies ist die einzige positive Erkenntnis an diesem Abend.

Telegramm: Fribourg-Gottéron - Davos 7:3 (2:1, 4:1, 1:1)

2669 Zuschauer. - SR Salonen/Hebeisen, Wolf/Gnemmi. - Tore: 10. Bertrand (Schmutz) 1:0. 14. Nygren 1:1. 19. Schilt (Bertrand, Chavaillaz) 2:1. 26. Baumgartner (Marc Wieser, Corvi) 2:2. 29. Walser (Forrer) 3:2. 33. Rossi (Schilt) 4:2. 34. Vauclair (Weisskopf) 5:2. 35. Miller 6:2. 46. Rödin (Ambühl, Pestoni/Ausschluss Stalder, Chavaillaz) 6:3. 49. Marchon (Schmutz/Ausschluss Sprunger!) 7:3.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 1mal 2 Minuten gegen Davos.

Fribourg-Gottéron: Waeber; Schilt, Chavaillaz; Forrer, Stalder; Weisskopf; Schneeberger; Mottet, Slater, Vauclair; Rossi, Walser, Forrer; Sprunger, Miller, Lhotak; Bertrand, Schmutz, Marchon

Davos: Senn (34. Lindbäck); Du Bois, Barandun; Stoop, Nygren; Heldner, Jung; Buchli; Rödin, Baumgartner, Ambühl; Marc Wieser, Corvi, Meyer; Kessler, Aeschlimann, Pestoni; Bleiker, Bader, Frehner.

Bemerkungen: Gottéron ohne Abplanalp, Micflikier, Furrer, Holös, Meunier und Bykow (alle verletzt), Davos ohne Hischier, Dino Wieser, Paschoud, Egli, Kundratek und Portmann (alle verletzt) sowie Lindgren (krank). - Pfosten: 18. Mottet, 57. Weisskopf. - 34. Timeout Davos.

 

Kommentare