46:15 Schüsse, 4 Pfostenschüsse, aber 2:3 Niederlage

Der HCD hat es am Samstagabend verpasst, in der Playout-Serie eine Vorentscheidung herbeizuführen. Trotz drückender Überlegenheit – 46:15 Schüsse – unterlagen die Davoser den Lakers mit 2:3. Nicht weniger als vier Mal verhinderte der Pfosten einen Treffer der Bündner, die jetzt in der Serie nur noch mit 2:1 Siegen führen.

Der HCD spielte in der gleichen Formation wie beim 5:3-Sieg am Donnerstagabend in Rapperswil-Jona. Und die Bündner begannen die dritte Playout-Partie so, wie sie die zweite beendet hatte. Am oberen Zürichseeufer hatte Andres Ambühl fünf Sekunden vor Spielende das fünfte Tor erzielt. 48 Stunden später benötigen die Davoser in der Vaillant Arena gerade mal zehn Sekunden bis zum Führungstreffer. Nach einem Steilpass von Claude Paschoud dribbelte Ambühl den letzten Rappi-Verteidiger aus. Der HCD-Captain scheiterte zwar an Melvin Nyffeler, doch Anton Rödin verwertete den Abpraller. Die Bündner dominierten das Startdrittel klar (19:4 Schüsse), ohne daraus weiteres Kapital zu schlagen. Luca Hischier (4.) und Benjamin Baumgartner im zweiten Powerplay (18.) trafen den Pfosten. Und die Platzherren vergaben noch weitere gute Chancen. Für die Gäste glich Dion Knelsen mit dem ersten Schuss aufs HCD-Tor aus (9.). Und mit Glück hätten sie bei einem Pfostenknaller von Kevin Clark (19.) kurz vor der ersten Pause gar noch in Führung gehen können.

Im Mittelabschnitt bauten die Platzherren ihre Pfostenschuss-Statistik aus. Zunächst traf Ambühl im Powerplay nur die Torumrandung (24.), später auch Rödin (31.). Das einzige Tor erzielten im Mitteldrittel jedoch die Gäste. Florian Schmuckli traf genau ins Lattenkreuz. Die Davoser waren auch in diesem Abschnitt meist spielbestimmend (11:8 Schüsse). Allerdings gelangen nun auch den Lakers einige Druckphasen.

An Dramatik und Spannung nicht mehr zu überbieten war das Schlussdrittel. Nach 50 Sekunden scheiterte Marc Wieser solo am an diesem Abend schlichtweg hervorragenden Lakers-Torhüter Melvin Nyffeler. Besser machte es 54 Sekunden später Leandro Profico; er krönte seinen Konter-Solo mit dem dritten Treffer der Gäste. Weitere 31 Sekunden danach verkürzte Tino Kessler den Rückstand, als er einen Weitschuss von Félicien Du Bois zum 2:3-Anschlusstor ablenkte. Der Rest der Spielzeit wurde zu einem einzigen Sturmlauf der Platzherren. Als die Bündner für die letzten 104 Sekunden ihren Torhüter Anders Lindbäck durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, verpasste zunächst Marc Wieser und drei Sekunden vor der Schlusssirene auch noch Inti Pestoni das 3:3. Nach dieser Niederlage steht definitiv fest, dass es in der Davoser Vaillant Arena am nächsten Donnerstag um 20 Uhr zu einer fünften Playout-Partie kommt. Der Vorverkauf ist bereits eröffnet unter https://www.hcd.ch/de/tickets

Telegramm: Davos – Rapperswil-Jona Lakers 2:3 (1:1, 0:1, 1:1)

Vaillant Arena, Davos. – 5335 Zuschauer. - SR Hebeisen/Salonen, Kovacs/Obwegeser.

Tore: 1. (0:10) Rödin (Ambühl, Paschoud) 1:0. 9. Knelsen (Parati, Helbling) 1:1. 35. Schmuckli (Wellman, Iglesias) 1:2. 42. (41:44) Profico (Casutt) 1:3. 43. (42:15) Kessler (Du Bois, Bader) 2:3.

Strafen: 1mal 2 plus 10 Minuten (Ambühl) gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

Davos: Lindbäck; Du Bois, Paschoud; Nygren, Heldner; Stoop, Jung; Kundratek; Rödin, Baumgartner, Ambühl; Marc Wieser, Corvi, Meyer; Pestoni, Aeschlimann, Hischier; Bader, Egli, Kessler; Frehner.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Hächler,Maier; Helbling, Parati; Gähler, Berger; Clark, Schlagenhauf,Schweri; Kristo, Wellman, Loosli; Profico, Knelsen, Casutt; Mosimann, Mason, Hüsler.

Bemerkungen: Davos ohne Dino Wieser, Sandell (beide verletzt), Lindgren, Barandun, Buchli, Heinen und Portmann (alle überzählig). – Timeouts: Davos (59:20) und Rapperswil-Jona Lakers (59:51). – Davos ab 58:44 ohne Torhüter.

 

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