Ärgerliche Niederlage zum Jahresauftakt | Hockey Club Davos

News - Ärgerliche Niederlage zum Jahresauftakt

Der HC Davos ist am Samstagabend mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Lugano ins neue Jahr gestartet. Magnus Nygen glich noch zum 1:1 aus, doch im Schlussdrittel fehlte die Kraft und vor allem die Präzision, um auf den Zwei-Tore-Rückstand zu reagieren. Bei Davos gab EVZ-Leihgabe Jesse Zgraggen sein Debüt.

Dem HCD fehlen mit Félicien Du Bois, Lorenz Kienzle und Claude Paschoud weiterhin drei Stützen in der Abwehr. Deshalb hat Sportchef Raeto Raffainer auf dieses Verletzungspech reagiert und leihweise bis Ende Januar Jesse Zgraggen vom Tabellenführer Zug engagiert. Zgraggen hatte noch am 30. Dezember des vergangenen Jahres bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Davos die weissblauen Zuger Farben getragen. Nur drei Tage später verteidigte er bereits in Blaugelb für den HCD gegen Lugano. Zgraggen ist 27 Jahre alt, 1,87 Meter gross und bringt 91 Kilo auf die Waage. Der kanadisch-schweizerische Doppelbürger kam 2014 aus Nordamerika zum HC Ambri-Piotta. Nach vier Saisons im Tessin wechselte er 2018 zum EV Zug.

Zgraggen traf am Samstagvormittag rechtzeitig fürs Aufwärmtraining in Davos ein. Die Partie begann er gleich im ersten Block an der Seite von Magnus Nygren. Die Platzherren starteten mit dem gleichen Elan ins neue Jahr, wie sie das alte mit dem 3:2-Sieg gegen Zug beendet hatten. Bereits nach 30 Sekunden scheiterte Luca Hischier allein vor Luganos Torhüter Niklas Schlegel. Mit ihrem ersten Schuss beziehungsweise Nachschuss gingen die Gäste jedoch in der fünften Minute in Führung. Alessio Bertaggia verwertete einen Abpraller von HCD-Goalie Robert Mayer. Die Davoser liessen sich deswegen nicht aus ihrem Konzept werfen. In typischer Nygren-Manier glich der Schwede im zweiten Powerplay mit einem platzierten Weitschuss zum 1:1 aus (13.). Danach tankte sich Fabrice Herzog unwiderstehlich zwischen den Tessinern durch, doch er setzte den Puck an den Pfosten.

Auch den Mittelabschnitt begannen die Davoser mit viel Schwung und mit Chancen, erneut gingen jedoch die Gäste in Führung. Dario Bürgler traf zum 2:1, nachdem sich das Heimteam nicht aus der eigenen Abwehrzone hatten befreien können (26.). Auf ärgerliche Weise musste der HCD in der 35. Minute durch Mikkel Boedker den dritten Gegentreffer in Unterzahl während einer Zweiminutenstrafe gegen Zgraggen hinnehmen. Denn wenige Sekunden zuvor hatte Roman Loeffel Nygren den Stock aus der Hand geschlagen, ohne dass die Refs intervenierten. Die Davoser ihrerseits verpassten in der Schlussphase des zweiten Drittels gegen die gut organisierten Luganesi gleich in zwei Überzahlphasen den Anschlusstreffer.

Im Schlussdrittel bemühten sich die Platzherren vergeblich um eine Wende. Sie bissen sich an der Tessiner Abwehr oder spätestens an Goalie Schlegel die Zähne aus, der in den letzten 20 Minuten alle neun Davoser Schüsse parierte. Bei den Bündnern hinterliess das happige Programm mit vier Partien innert sechs Tagen seine Spuren. Im Angriff fehlten die Durchschlagskraft und oft auch die Präzision im Passspiel.

Nach vier aufeinander folgenden Heimspielen muss der HCD in der nächsten Partie wieder einmal auswärts antreten, am Dienstagabend beim Tabellenführer EV Zug. Am Donnerstagabend empfangen die Davoser dann den SC Bern.

Text: HCD-Onlineredaktion Bild: Maurice Parrée
 

Ärgerliche Niederlage

02.01.2021 22:18