In allen Belangen überlegen

Die HCD-Spieler haben am Samstagabend in Lausanne wohl vieles so umgesetzt, wie sie es sich vorgenommen hatten und verdient mit 7:1 gewonnen.

Die Lausanner wollten wenigstens das 2. Heimspiel in der neuen topmodernen Vaudoise Aréna gewinnen, nachdem die Premiere gegen Genf vor vier Tagen 3:5 verloren ging. Ob diese Vorgabe sie gelähmt hat oder ob sie das Spiel vom Vortag in Bern noch in den Knochen spürten, wir wissen es nicht. Auf jeden Fall war der spritzige und spielfreudige HCD den Waadtländern von Beginn weg überlegen. Als Tedenby in der 2. Minute den Pfosten traf, war dies bereits die vierte gute Einschussmöglichkeit für den HCD. Was dem wirbligen Schweden in der 2. Spielminute verwehrt blieb, holte er im Powerplay in der 10. Minute nach. Nach schönem Passspiel über Lindgren und Ambühl lenkte Tedenby die Scheibe zum längst überfälligen Führungstreffer in die Maschen.

Mit dieser zu knappen Führung ging es in die erste Pause und die ungenügende Chancenverwertung war wohl das einzige, dass man den HCD-Spielern nach 20 Minuten vorwerfen konnte. Dies änderte sich schlagartig im 2. Abschnitt. Bereits in der 23. Minute war nach Treffern von Rantakari (wieder im Powerplay) und Jung die Vorentscheidung gefallen. Zumal Davos immer dominierender wurde. Die Bündner gewannen die grosse Mehrheit der Zweikämpfe, waren lauf- und spielfreudiger und überforderten den Gegner mit ihrem schnellen Umschaltspiel. Und weil die Lausanner ihren Frust immer öfter in Fouls abreagierten, konnte der HCD noch im 2. Drittel mit dem 3. Powerplaytreffer des Abends durch Rantakari und dem 5:0 von Marc Wieser die 3 Punkte sicherstellen. 

Doch die Davoser liessen auch mit dieser hohen Führung im Rücken nicht nach, eine weitere positive Erkenntnis an diesem Abend, zogen ihr Spiel bis zum Ende durch und entschieden damit auch den 3. Abschnitt mit 2:1 für sich. Frehner und Herzog schossen noch ihr jeweils erstes Saisongoal, für Herzog war es gleichzeitig seine Torpremiere in Blaugelb

Telegramm: Lausanne - Davos 1:7 (0:1, 0:4, 1:2)

7776 Zuschauer. - SR Salonen/Borga, Bürgi/Altmann.

Tore: 10. Tedenby (Ambühl, Lindgren/Ausschluss Lindbohm) 0:1. 22. Rantakari (Lindgren, Corvi/Ausschluss Herren) 0:2. 23. Jung (Baumgartner, Meyer) 0:3. 30 Rantakari (Lindgren/Ausschluss Bertschy) 0:4. 39. Marc Wieser (Lindgren, Baumgartner) 0:5. 42. Frehner 0:6. 53. Genazzi (Kenins, Moy) 1:6. 56. Herzog (Bader/Ausschluss Almond) 1:7.

Strafen: 10mal 2 plus 2mal 10 (Grossmann, Almond) Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten Davos.

Lausanne: Boltshauser; Lindbohm, Frick; Nodari, Grossmann; Heldner, Junland; Genazzi; Moy, Emmerton, Almond; Bertschy, Jooris, Herren; Vermin, Jeffrey, Kenins; Antonietti, Froidevaux, Leone; Traber.

Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Stoop, Guerra; Rantakari, Paschoud; Kienzle; Herzog, Ambühl, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Baumgartner; Meyer, Corvi, Tedenby; Frehner, Marc Aeschlimann, Bader; Eggenberger.

Bemerkungen: Davos ohne Nygren, Hischier, Palushaj und Buchli (alle verletzt), Kessler und Barandun (Ticino Rockets), Heinen (U20) . Pfostenschuss Tedenby (2.).
 

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