Am meisten Druck mache ich mir selber

Anton Rödin heisst der neueste Hoffnungsträger beim HCD. Am Sonntag ist der 27-jährige Schwede in Davos eingetroffen, in der Doppelrunde vom Wochenende tritt er in Ambri und in Davos gegen die ZSC Lions erstmals wieder in der blaugelben Farben an. Im Interview spricht der Flügelstürmer über seine ersten Eindrücke am neuen/alten Wirkungsort und über seine Erwartungen.

Anton Rödin, willkommen zurück in Davos!

Anton Rödin: Danke. Ich bin erst am vergangenen Sonntag angekommen, also erst seit ein paar Tagen wieder in Davos. Aber es fühlt sich wirklich gut an. Ich freue mich auf meine ersten Einsätze am Wochenende.

Sie spielten schon letzte Saison ab Ende November für den HCD. Wegen eines Wadenbeinbruchs konnten Sie damals aber nur 14 Partien bestreiten. Inzwischen stecken in der HCD-Mannschaft viele neue Gesichter. Waren Sie bei Ihrer Rückkehr überrascht?

Nein, nicht wirklich. Ich wusste von den vielen Wechseln, schon bevor ich wieder beim HC Davos unterschrieb. Eishockey ist Business. Da gehen Spieler, und andere kommen. Ich bin zurzeit daran, all die neuen Spieler kennenzulernen.

Der HCD ist nicht gut in die Meisterschaft gestartet. Spüren Sie deswegen eine gewisse Unruhe in der Kabine?

Nein. Klar fehlen ein paar Siege. Aber die Energie in der Kabine ist gut. Und im Training sehe ich, wie alle hart und konzentriert arbeiten.

Die Erwartungen in Sie sind beim HCD und seinen Fans gross. Alle hoffen, dass Sie nun wichtige Tore vorbereiten und schiessen und so die Mannschaft auf Erfolgskurs führen. Fühlen Sie sich speziell unter Druck?

(lacht). Wissen Sie, wenn man zu einem neuen Team stösst, wird immer viel erwartet. Aber am meisten Druck mache ich mir selber. Ich erwarte von mir, dass ich gut spiele und Akzente setze. Ich bin zuversichtlich, dass ich mithelfen kann, dass der HCD wieder gewinnt.

Sie zogen im Frühling eine NHL-Ausstiegsklausel in ihrem Vertrag mit dem HCD und unterschrieben stattdessen am 1. Juli bei den Anaheim Ducks. Weshalb hat es nun mit ihrem Comeback in der NHL doch nicht geklappt?

Das ist Teil des Spiels. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Dieses Kapitel habe ich abgehakt. Jetzt konzentriere ich mich auf den HC Davos. Ich bin hier, um gut zu spielen. Ich hoffe, das klappt und wir gewinnen viele Spiele.

Sie sind erst 27 Jahre alt. Haben Sie jetzt Ihren Traum von einer Karriere in der NHL definitiv begraben?

Darüber mache ich mir zurzeit keine Gedanken. Mein Ziel ist es jetzt, wie schon gesagt mit dem HCD gut zu spielen und die Saison erfolgreich zu gestalten. Was danach geschieht, wird sich zu gegebener Zeit weisen.

Wie beurteilen Sie Ihren aktuellen Formstand?

Ich fühle mich gut in Form. Ich hatte einen guten Sommer ohne Verletzungen. In Schweden betrieb ich ein intensives Konditionstraining. Vor einem Monat rückte ich ins Camp der Anaheim Ducks ein. Mit ihnen bestritt ich auch einige Vorbereitungsspiele

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