Ambühl als Reisser und Torschütze

Der HCD hat am Samstag die Playoff-Viertelfinalserie gegen Lausanne auf kürzestem Weg mit dem vierten Sieg im vierten Spiel beendet. Beim 6:3-Heimsieg war Captain Andres Ambühl mit drei Treffern der Matchwinner. Auf wen Davos im Playoff-Halbfinal trifft, ist noch offen.

Ein Reisser und Vorbild ist Andres Ambühl mit seinem Kampfgeist, Einsatz und Tempospiel allemal. Im vierten Playoff-Spiel gegen Lausanne sorgte der HCD-Captain aber gleich auch noch mit drei Treffern noch entscheidend dafür, dass die Viertelfinalserie und gleichzeitig die Saison für die Westschweizer zu Ende ging. Wohl erst- und auch einmal war, dass Ambühl seine drei Tore in unterschiedlichen Spezialsituationen erzielte. Das 3:0 markierte er im Powerplay (11.), beim 4:1 traf er in Unterzahl (22.) – bei beiden Treffern spielte Gregory Sciaroni den entscheidenden Pass –, und zum 6:3-Schlussresultat traf Ambühl ins leere Lausanner Torgehäuse (60.).

HCD-Debüt von Vaskivuo

Das 3:0 nach nur gut zehn Spielminuten war an diesem Abend bereits der zweite Powerplay-Treffer der Davoser. Nach 82 Sekunden hatte Perttu Lindgren in der ersten Überzahlphase der Partie das Führungstor erzielt – übrigens nach Vorarbeit von Mike Vaskivuo, der sein Debüt in den HCD-Farben an Stelle des verletzten Tuomo Ruutu gab. Eine spezielle Geschichte schrieb Ambühl mit seinem Shorthander: Es war bereits das zehnte Tor, das Davos im 54. Meisterschaftsspiel in dieser Saison während einer Unterzahlphase erzielte.

Dank der frühen 3:0-Führung hatte der HCD die Partie gegen Lausanne jederzeit sicher im Griff. Einen Schönheitsfehler bildeten die beiden Gegentreffer, welche die Bündner zum 1:3 und 3:5 ebenfalls in Unterzahl kassierten. Es waren die beiden ersten Shorthander gegen den HCD in dieser Saison überhaupt.

Das darf uns nicht mehr passieren

Ambühl wäre nicht Ambühl, wenn er seinen Hattrick nicht bescheiden kommentiert hätte. „Es ist gut gelaufen. Im letzten Match fiel der Puck nicht ins Netz, diesmal schon. Für mein Gefühl sind diese die drei Treffer sicher nicht schlecht, mehr Freude habe ich aber am Sieg der Mannschaft.“ Zur ganzen Serie meinte der HCD-Captain: „Wir machten es uns zum Teil selber etwas schwierig. In jedem Match erzeugten wir viel Druck, und wir erarbeiteten uns viele Torchancen. Gleichwohl schafften wir vor allem im zweiten und dritten Match keine frühe Vorentscheidung. Wir gaben den Lausannern immer wieder etwas Schnur, wenn wir einen guten Lauf hatten. Das darf uns im weiteren Verlauf der Playoffs nicht mehr passieren. Die 4:0 Siege gegen Lausanne sehen jetzt klar und überlegen aus, aber es war eine enge Serie.“

Wohl gegen Bern oder Zug

Geht man davon aus, dass sich Titelverteidiger Bern in seiner Playoff-Viertelfinalserie gegen Biel durchsetzt, trifft Davos im Halbfinal auf den SCB oder den EV Zug. Die Innerschweizer werden nächster HCD-Gegner, wenn die ZSC Lions im Viertelfinal gegen Lugano ausscheiden. Bereits jetzt steht fest, dass der Auftakt zu den Halbfinals nächste Woche am Dienstag erfolgt.

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