Auch Zug kann Davos nicht stoppen

Der HCD bleibt auch nach der Nati-Pause auf Erfolgskurs. Am Freitagabend feierten die Bündner beim 5:4 in Zug ihren siebten Meisterschaftssieg in Folge. In einer hart umkämpften Partie erzielten Lukas Stoop, Luca Hischier, Marc Wieser und zwei Mal Aaron Palushaj die Tore für die starke Einheit von Davos. Am Samstagabend erhält der HCD im Heimspiel gegen Genf-Servette die Chance, seine Siegesserie fortzusetzen.

Der HCD hat die zehntätige Nati-Pause offensichtlich richtig genutzt. Während viereinhalb Tagen erhielten die Spieler frei. Anschliessend leisteten sie Basisarbeit im Kraft- sowie Konditionsbereich. Zwei Tage gingen sie zudem fremd zum Kickboxen unter der Leitung des sechsfachen Weltmeisters Janosch Nietlispach.

Mit der gleichen Formation, die am 5. November in Lausanne mit 4:3 nach Penaltyschiessen gewonnen hatte, setzten die Davoser den Punktekampf in Zug fort – und auch mit gesundem Selbstvertrauen nach zuletzt sechs Meisterschaftssiegen in Folge. Nach nur 50 Spielsekunden scheiterte Enzo Corvi solo an Leonardo Genoni. Genau eine Minute später bezwang Lukas Stoop den EVZ-Torhüter aber mit einem platzierten Weitschuss. Die Zuger versuchten in Folge zwar, das Spieldiktat zu übernehmen. Doch die Gäste blieben mit ihren schnellen Kontervorstössen torgefährlich. Die Ausgeglichenheit im Startdrittel dokumentierte das Schussverhältnis von 8:7. 30 Sekunden vor der ersten Pause gelang den Platzherren der Ausgleich. Zugs tschechischer Weltmeister Jan Kovar reagierte auf einen Abpraller von HCD-Goalie Sandro Aeschlimann am schnellsten.

Der Mittelabschnitt war praktisch eine Duplizität des Startdrittels. Zugs Verteidiger Dominik Schlumpf hatte im Pauseninterview noch vor den Davoser Kontern gewarnt. Dennoch dauerte es nur 105 Sekunden, ehe Luca Hischier einen schnellen Gegenangriff nach glänzender Vorarbeit von Enzo Corvi mit dem 2:1 abschloss. Der HCD-Center liess sich im 15. Meisterschaftsspiel bereits seinen 14. Assistpunkt notieren. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit einem Chancenplus und deutlichen Vorteilen im Schussverhältnis (14:7) zugunsten von Davos. 0,8 Sekunden vor der zweiten Pause war es jedoch Gregory Hofmann, der während einer Zweiminutenstrafe gegen Andres Ambühl zum 2:2 ausglich.

Auch das Schlussdrittel begann wie gehabt. Nach nur 34 Sekunden schloss Marc Wieser die Vorarbeit seiner Sturmpartner Perttu Lindgren und Aaron Palushaj erfolgreich zum 3:2 ab. Eineinhalb Minuten später nutzte Hofmann die nächste Davoser Strafe zum erneuten Ausgleich. Der HCD blieb aber cool und reagierte postwendend. 59 Sekunden später krönte Palushaj den Lehrbuchkonter der ersten HCD-Formation mit dem 4:3. Und danach nutzte der US-Amerikaner das zweite Davoser Powerplay zur Erhöhung des Vorsprung. Hofmann brachte mit seinem dritten Treffer die Zuger zwar nochmals heran, doch während des intensiven Schlussspurts der Platzherren liessen die Bündner nichts mehr anbrennen. Ein besonderes Spiel und ein spezieller Sieg wurde es für HCD-Torhüter Sandro Aeschlimann. Letzte Saison hatte er noch für den EVZ gespielt und die Innerschweizer zum Cupsieg geführt. Am Freitagabend trug er mit 22 erfolgreichen Paraden seinen redlichen Teil zum Davoser Sieg über seine ehemaligen Teamgefährten bei.

Für die Davoser bleibt nach ihrem siebten Meisterschaftssieg in Serie keine Zeit zum Feiern. Bereits am Samstagabend müssen sie wieder in die Hosen. Um 19.45 Uhr empfangen sie im Eisstadion Davos ihren Tabellennachbar Genf-Servette.

Telegramm: Zug – Davos 4:5 (1:1, 1:1, 2:3)

Bossard Arena. – 7200 Zuschauer (ausverkauft). – SR Salonen/Hungerbühler, Fuchs/Altmann.

Tore: 2. Stoop (Herzog, Baumgartner) 0:1. 20. (19:30) Kovar (Zgraggen) 1:1. 22. Hischier (Corvi, Tedenby ) 1:2. 40. (39:59) Hofmann (Martschini/Ausschluss Ambühl) 2:2. 41. (40:41) Marc Wieser (Lindgren, Palushaj) 2:3. 43. Hoffmann (Martschini, Diaz/Ausschluss Guerra) 3:3. 44. Palushaj (Lindgren, Marc Wieser) 3:4. 52. Palushaj (Corvi, Lindgren/Ausschluss Alatalo) 3:5. 53. Hofmann (Kovar/Ausschlüsse Lindberg; Du Bois) 4:5.

Strafen: je 3mal 2 Minuten.

Zug: Genoni; Diaz, Stadler; Schlumpf, Alatalo; Zryd, Zgraggen; Thiry; Martschini, Kovar, Hofmann; Klingberg, Lindberg, McIntyre;Simion, Leuenberger, Stoffel; Langenegger, Albrecht, Zehnder.

Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Rantakari, Paschoud; Stoop, Guerra; Kienzle; Marc Wieser, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Herzog, Baumgartner, Ambühl; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Eggenberger.

Bemerkungen: Zug ohne Bachofner, Schnyder, Morant, Thorell und Senteler (alle verletzt), Davos ohne Buchli, Nygren, Glarner (alle verletzt), Barandun, Portmann, Wetter, Bader und Meyer (alle im Partnerteam Ticino Rockets) und Heinen (U20). – National-League-Debüt von Zug-Stürmer Yves Stoffel (18). – Pfostenschuss McIntyre (27.).