Beim HCD kann ich mich noch deutlich weiterentwickeln

Trotz zahlreicher Glanzparaden von Sandro Aeschlimann und insgesamt 37 abgewehrten Schüssen hat Davos am Dienstagabend den Spitzenkampf gegen die ZSC Lions zuhause mit 3:4 verloren. Tags darauf verlängerte der 24-jährige Torhüter seinen Vertrag mit dem HCD bis zum Ende der Saison 2022/23.

Sandro Aeschlimann stiess im letzten Sommer vom EV Zug, wo er hinter Tobias Stephan die Nummer 2 im Tor war, zum HCD. Bei Davos wurde er in der laufenden Meisterschaft bisher 17 Mal als erster Torhüter eingesetzt. Dabei überzeugte Aeschlimann mit einer Abwehrquote von mehr als 91 Prozent aller Schüsse. Zudem hexte der gebürtige Emmentaler den HCD in den Final des Schweizer Cups. „Mir gefällt es sehr beim HCD; ich sehe keinen Grund für einen Klubwechsel“, begründet Aeschlimann die lange Vertragsverlängerung. „Ich spüre von den Trainern viel Vertrauen und konnte mich im letzten Halbjahr in Davos weiterentwickeln. Diesen Prozess möchte ich fortsetzen und so ein gesetzter Nummer-1-Torhüter werden.“

HCD-Torhütertrainer Peter Mettler schätzt Aeschlimann nicht nur wegen seiner Leistungen auf dem Eis. „Sandro ist ein sehr engagierter Sportler. Er gibt in jeder Trainingseinheit 100 Prozent. Da er erst seit dieser Saison regelmässig in der National League eingesetzt wird, ist seine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen“, bemerkt Mettler. Auch HCD-Sportchef Raeto Raffainer ist froh, dass er mit Aeschlimann und Robert Mayer für mindestens die nächsten drei Saisons zwei Schweizer Top-Torhüter unter Vertrag hat. „Nun hat der HCD Gewissheit, wie er in den nächsten Jahren auf der Torhüterposition aufgestellt ist“, blickt Raffainer optimistisch in die Zukunft. Für ihn ändere sich im Vergleich zur aktuellen Situation mit Joren van Pottelberghe, der für zwei Jahre bei Biel unterschrieben hat, nichts, glaubt Aeschlimann. „Ich werde auch mit Mayer ein freundschaftliches Verhältnis pflegen und jeden Tag hart arbeiten.“

Die ZSC Lions bombardierten Aeschlimann

Seine Qualitäten stellte Aeschlimann auch am Dienstagabend unter Beweis, obwohl er mit dem HCD das Eis mit einer unglücklichen 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen die ZSC Lions verlassen musste. Aeschlimann wurde von den Zürchern mit nicht weniger als 41 Schüssen geprüft. Allein im Startdrittel wurde er 16 Mal auf die Probe gestellt. „Es war ein strenger Match, aber genau für solche sind wir vorbereitet. Die Jungs unterstützten mich sehr gut.“, meinte der Goalie nach der Partie. „Wir starteten mit der frühen 2:0-Führung sehr gut in die Partie und kämpften während fast 65 Minuten hart. Am Schluss reichte es leider nur zu einem Punkt. Wir hätten gerne mindestens zwei genommen. Die ZSC Lions verfügen über eine sehr gute Mannschaft. Das wussten wir und waren deshalb darauf gefasst. Es war ein umkämpfter Match, ein echter Spitzenkampf. Die Zürcher gingen mit dem glücklicheren Ende daraus hervor. Am 25. Januar treffen wir uns im Hallenstadion wieder. Dann erhalten wir die Chance zur Revanche.“

Zwei Mal gegen Lugano

Vorerst trifft der HCD am Wochenende nun aber gleich zwei Mal auf Lugano, am Samstagabend um 19.45 Uhr im Davoser Eisstadion, 20 Stunden später im Tessin. „Wir nehmen Minute für Minute. Unser Ziel sind natürlich zwei Siege“, meint Aeschlimann zur taktischen Ausgangslage. „Lugano hat seine letzten beiden Partien gegen Fribourg und Bern gewonnen. Die Tessiner befinden sich im Aufwind. Sie sind aber nach wie vor in den Strichkampf involviert. Sie müssen auf Sieg spielen und werden deshalb ‚wie die Feuerwehr kommen‘. Darauf werden wir vorbereitet sein. Wenn wir aber unser Eishockey spielen, können wir die Luganesi besiegen

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