Besser als Nichts, aber auch nicht mehr

„Wir machten einige Sachen gut“, sagt Félicien Du Bois nach dem erfolgreichen Playoff-Start des HCD beim 5:2-Sieg in Biel. Gleichzeitig hebt er vor dem Heimspiel vom Dienstagabend den Warnfinger. „Jetzt ist es wichtig, dass wir dran bleiben und zusetzen können.“

Mit einem platzierten Weitschuss zum 1:2-Anschlusstreffer leitete Félicien Du Bois am Samstagabend in der Bieler Tissot-Arena zu Beginn des Mitteldrittels die Wende zum Guten für den HC Davos ein. Knapp sieben Minuten später führten die Bündner nach weiteren Treffern von Chris Egli und Enzo Corvi mit 3:2. Nach sieben Spielminuten hatte es alles andere als nach einem letztendlich klaren und auch verdienten 5:2-Erfolg der Davoser ausgesehen. Denn da lagen die mit viel Selbstvertrauen gestarteten Bieler bereits mit 2:0 in Front. Sie wirbelten die HCD-Abwehr in der Anfangsphase arg durcheinander. „Bei beiden Gegentoren stimmte unsere Zuordnung zu den gegnerischen Spielern nicht; so konnte der Torschütze beide Male ungestört einschiessen. Das war nun wirklich nicht der Auftakt, den wir uns gewünscht hatten“, sagte Du Bois nach dem Spiel. Wichtig sei gewesen, dass der HCD trotz des frühen Rückstand die Ruhe bewahrte, meinte der Verteidiger weiter. „Es gab in dieser Saison Partien, in welchen bei uns in solchen Situationen Panik aufkam. Diesmal spürte ich auf der Spielerbank eine gewisse Ruhe. Wir wussten, dass das Spiel noch lange dauern würde und dass wir noch viel Zeit hatten. Prompt kämpften wir uns Schritt für Schritt ins Spiel zurück“, so Du Bois.

Zwei Powerplay-Tore zur Siegsicherung

In der zweiten Hälfte des Startdrittels gelang es den Davosern, das Spielgeschehen ausgeglichen zu gestalten. Und ab Beginn des Mittelabschnitts übernahmen sie mit einem bissigen Forechecking, fleissiger Laufarbeit, viel Tempo, hoher Intensität und auch bemerkenswerter Zielstrebigkeit das Kommando. „Wir machten einige Sachen gut, sicher mehr als in den vorangegangenen Partien“, brachte es Du Bois auf einen kurzen Nenner. Dazu gehörte auch das Powerplay. Die Bieler Strafen 2 und 3 nutzten Robert Kousal nach glänzender Vorarbeit von Corvi und Marc Wieser mit einem Ablenker nach einem Weitschuss von Magnus Nygren im Schlussdrittel zu den Davoser Toren 4 und 5. Bemerkenswert war auch die Spieldisziplin. Die Bündner kassierten nur eine einzige Strafe und liessen so das gefährliche Bieler Powerplay gar nicht erst zu.

Besser als nichts – aber nicht mehr

Trotz des Siegs herrschte nach dem Match vor und in der Davoser Kabine keine Euphorie. „Wir sind froh mit diesem Resultat“, sagte Du Bois. „Jetzt dürfen wir aber nicht das Gefühl haben, alles sei wieder in Ordnung. Wir haben nur ein Spiel gewonnen. Das ist besser als Nichts, aber auch nicht mehr. Jetzt ist es wichtig, dass wir dranbleiben und am Dienstag im ersten Playoff-Heimspiel gegen Biel noch zusetzen können. Denn in dieser Saison bekundeten wir schon mehrmals Mühe mit der Konstanz. Nach einem Super-Spiel folgte ein paar Tage später ein schlechtes. Jetzt geht es darum, ein paar gute Partien aneinander zu reihen.“ Den Weg, den der HCD in Biel ab dem zweiten Drittel beschritten habe, gelte es nun weiter zu gehen, betont Du Bois.

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