Break mit Kampf und Krampf zurückgeholt

Dem HCD fehlt noch ein Sieg zum Ligaerhalt. Die Bündner siegten auswärts gegen die Rapperswil-Jona Lakers mit 5:3. Den Gamewinner erzielte Enzo Corvi in der 52. Minute. Jetzt hat Davos die Chance, am Donnerstagabend im fünften Playout-Match mit einem Heimerfolg (Spielbeginn 20 Uhr) die umkämpfte Serie definitiv zu entscheiden.

Erstmals in dieser Playout-Serie kam im HCD-Tor Gilles Senn an Stelle von Anders Lindbäck zum Einsatz. Das bedeutete, dass die Bündner mit vier ausländischen Feldspielern, unter ihnen der wieder genesene Perttu Lindgren, antreten konnten. Um es vorwegzunehmen: Der Finne war am Davoser Sieg mit einem Treffer und zwei Assists wesentlich beteiligt.

Nach dem Startdrittel lautete das Schussverhältnis 11:11. Beide Mannschaften verhielten sich in der Defensive in den ersten Minuten vorsichtig und diszipliniert, ehe die Platzherren etwas mehr Druck aufsetzten. Richtig Fahrt nahm die Partie aber erst auf, als Andres Ambühl eine fragwürdige Strafe kassierte. Das Powerplay nutzte Kevin Clark mit einem platzierten Weitschuss, von Roman Schlagenhauf noch leicht abgelenkt, zur Lakers-Führung (19.). Die Davoser reagierten postwendend. Auf den Knien spielte Ambühl den Puck zu Anton Rödin. Der Schwede trickste „Rappis“ Goalie Melvin Nyffeler elegant aus und sorgte 23 Sekunden vor der ersten Pause fürs 1:1.

Begünstigt durch eine Überzahlphase starteten die Gäste vehement ins zweite Drittel. Prompt lenkte Luca Hischier im Powerplay einen Weitschuss von Félicien Du Bois zum Führungstreffer ab (22.). Und die Davoser setzten gleich nach. 84 Sekunden später sorgte Lindgren mit einem Ablenker – erneut nach einem Schuss von Du Bois – für den dritten Treffer der Bündner. In der Folge verfielen die Gäste jedoch in unerklärliche Passivität. Sie überliessen die Initiative zu sehr den Platzherren. Zudem kassierten die sie allein im Mittelabschnitt fünf Zweiminutenstrafen. Eine der Powerplayphasen nutzte Kay Schweri zum Anschlusstor (36.)

Die mangelnde Konsequenz der Bündner in den Zweikämpfen rächte sich im Schlussdrittel. Völlig unbedrängt konnte der vorprellende Lakers-Verteidiger Jorden Gähler zum Ausgleich einschiessen. Was Entschlossenheit bedeutet, demonstrierte dann aber auf der Gegenseite auch Enzo Corvi. Er nutzte, von Marc Wieser freigespielt, einen missglückten Ausflug von Nyffeler zum 4:3 (52.). Ab diesem Moment kontrollierten die Davoser die Partie. Rödin sorgte, von Lindgren lanciert, gut drei Minuten vor Spielende für einen beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung. Bereits 164 Sekunden vor Schluss ersetzten die Platzherren Nyffeler durch einen sechsten Feldspieler. Und obwohl für die letzten 34 Sekunden Yannick Frehner noch die Strafbank drückte, brachten die Lakers nichts Zählbares mehr zustande.

Telegramm: Rapperswil-Jona Lakers – Davos 3:5 (1:1, 1:2 1:2)

5295 Zuschauer. – SR Tscherrig/Dipietro, Wüst/Progin.

Tore: 19. (18:15) Schlagenhauf (Clark/Ausschluss Ambühl) 1:0. 20. (19:37)

Rödin (Ambühl, Lindgren) 1:1. 22. (21:20) Hischier (Du Bois/Ausschluss Schlagenhauf) 1:2. 23. (22:41) Lindgren (Du Bois, Wieser) 1:3. 36. (35:24) Schweri (Wellman/Ausschluss Kessler) 2:3. 46. (45:24) Gähler 3:3. 52. (51:50) Corvi (Wieser) 3:4. 57. (56:51) Rödin (Lindgren) 3:5.

Strafen 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 10mal 2 Minuten gegen Davos.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Hächler,Maier; Helbling, Parati; Gähler, Berger; Clark, Schlagenhauf,Schweri; Kristo, Wellman, Loosli; Profico, Knelsen, Casutt; Mosimann, Mason, Hüsler.

Davos: Senn; Du Bois, Paschoud; Nygren, Heldner; Kundratek, Jung; Stoop; Rödin, Lindgren, Ambühl; Marc Wieser, Corvi, Baumgartner; Pestoni, Aeschlimann, Hischier; Frehner, Bader, Kessler; Egli.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Gilroy (verletzt). Davos ohne Dino Wieser, Sandell (beide verletzt), Lindbäck, Barandun, Buchli, Bachofner, Heinen, Meyer, Payr, Portmann, Riatsch und Wetter (alle überzählig). – Rapperswil-Jona ab 57:16 ohne Torhüter. – Timeout Rapperswil 59:26.

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