Chris Egli brachte Fabian Cancellara ins Schwitzen | Hockey Club Davos

News - Chris Egli brachte Fabian Cancellara ins Schwitzen

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Eishockeyspieler einen zweifachen Olympiasieger auf dem Rennrad herausfordert – HCD-Stürmer Chris Egli hat aber genau das getan. Im Zuge der Tour de Suisse griff Egli virtuell eine zuvor aufgestellte Bestmarke von Rad-Ikone Fabian Cancellara an. 

Seit letztem Sonntag tourt der beliebte Tour de Suisse-Tross durch die Schweiz. Vom 6. bis am 13. Juni findet die Schweizer Landesrundfahrt statt. Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ist dabei seit Jahren als offizieller Broadcaster für die Übertragungen der Rennen zuständig und belebt auch die Zeit nach den einzelnen Etappen in Form des «Veloclubs» mit attraktiven Inhalten und Gästen. Nach der ersten Etappe, dem Prolog Frauenfeld-Frauenfeld, trat Olympiasieger Fabian Cancellara während des Veloclubs live auf der Bühne in die Pedale. Beim virtuellen Rennen über 4,23 Kilometer war sein Ziel, eine Bestmarke aufzustellen, an der sich in den darauffolgenden Sendungen prominente Sportler die Zähne ausbeissen sollen. Unter anderem Ski-Ass Marco Odermatt oder auch Bobpilot Michael Vogt versuchten die Zeit von Cancellara zu unterbieten. Und eben auch unsere #96 Chris Egli. 
Nach der Anfrage seitens SRF war beim HC Davos schnell klar, welches Rennpferd wir auf das ungewohnte Terrain schicken. Schon in seiner Jugend fuhr der 25-Jährige Radrennen, vorwiegend aber auf dem Mountainbike. «Gegen einen Olympiasieger zu fahren, ist schon nochmal etwas anderes», freute sich Egli auf den nicht alltäglichen Vergleich. Mit Hilfe der Applikation «Rouvy» fuhr Egli dann um ca.17:30 Uhr virtuell los. Auf einem futuristischen Rennrad, an welchem hinten eine Art Rolle montiert war, manövrierte Egli seinen Avatar über die originale TdS-Strecke in Frauenfeld. Im Nacken ständig die starke Zeit Cancellaras – es galt, möglichst wenig mehr als 5,22 Minuten zu benötigen. Mit Bobpilot Michael Vogt (08:23) und Skistar Marco Odermatt (07:29) legten gleich zwei Spitzensportler eine Richtzeit vor. Und schon da war klar, dass der 40-jährige Cancellara noch immer voll im Saft ist und seine Zeit wahrscheinlich für alle Herausforderer unerreichbar bleiben wird. Egli wollte aber immerhin die Zeiten seiner Sportkollegen unterbieten. Wie ein Pfeil fuhr Egli los und schon bald waren seine prominenten Kollegen nicht mehr zu sehen. Nur Cancellaras Avatar blieb immer ein Stück voraus. Und selbst SRF-Moderator Olivier Borer meinte während dem Gespräch mit einem Gast im Studio: «Uh, ich muss dich unterbrechen. Chris Egli ist schon fast im Ziel!»
Mit der unfassbar guten Zeit von 06:02 pulverisierte Egli die Zeiten von Marco Odermatt und Michael Vogt und verlor nur gerade 40 Sekunden auf Olympiasieger Cancellara. Dieser wäre laut Experten mit seiner Zeit sogar in die Top 50 der jetzigen Tour gefahren – so gesehen, ist Egli eine mehr als nur sehr gute Zeit gefahren. Trocken wie immer meinte Egli nach dem Rennen: «Ja, meine Zeit ist sicher nicht so schlecht. Fabian ist aber schon noch einige Sekunden voraus – ich glaube, ich bleibe doch beim Eishockey.»
Darüber freuen wir uns natürlich sehr, ziehen aber trotzdem den Hut vor dieser Leistung!

Den Veloclub und Eglis Topleistung findet ihr hier.

Text und Bild: HCD-Onlineredaktion
 

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ins Schwitzen

09.06.2021 18:25