Corvi schiesst den HCD zum Sieg

Der HC Davos hat auf die Niederlage gegen Genf-Servette wie versprochen reagiert – allerdings nach Anlaufschwierigkeiten. Die Bündner besiegten am Dienstagabend zuhause Lugano nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2. Die Verteidiger Felicien Du Bois und Otso Rantakari an seinem 26. Geburtstag, sowie Enzo Corvi mit seinem ersten Saisontreffer erzielten die Tore für den HCD.

Keiner war beim HCD nach der 2:3-Heimniederlage gegen Genf-Servette am letzten Samstag mit der Leistung zufrieden. Entsprechend bestrebt waren die Davoser gegen Lugano um eine deutliche Reaktion. Die Bündner übernahmen denn auch sofort die Spielinitiative. Weil auch die Tessiner jede Angriffsgelegenheit wahrnahmen, entwickelte sich eine flüssige und gefällige Partie mit auffallend wenigen Unterbrüchen. Torchancen blieben im Startdrittel dennoch Mangelware. Die besten erarbeiteten sich die Platzherren im einzigen Powerplay. Sowohl Aaron Palushaj als auch Benjamin Baumgartner scheiterten aber an Sandro Zurkirchen. Luganos Torhüter machte kurz danach auch einen Solovorstoss von Marc Wieser zunichte. Die beste Einschussmöglichkeit der Gäste vereitelt HCD-Goalie Joren van Pottelberghe in der 19. Minute gegen Reto Suri.

Im Mittelabschnitt häuften sich die Torszenen – und es fielen auch die ersten Treffer. Hatte das offizielle Schussverhältnis nach 20 Minuten 6:7 gelautet, waren es im zweiten Drittel 14:10 Schüsse zugunsten von Davos. Die Führung rissen allerdings die Gäste an sich. Der freistehende Sandro Bertaggia erzielte in der 30. Minute das 1:0 für die Tessiner. Nur 17 Sekunden später erhöhte Dominic Lammer, auch er völlig unbedrängt, den Vorsprung. Beide Male stimmte die Zuteilung in der Davoser Defensive nicht. Die Platzherren reagierten auf den Rückstand ohne Panik, aber zielstrebig. Mit einem satten Weitschuss brachte Félicien Du Bois nach präziser Vorarbeit von Lukas Stoop und Fabrice Herzog auf 1:2 heran (33.). Gleich mehrmals verhinderte danach Zurkirchen mit wachen Reflexen vorerst den Ausgleich gegen die nun zielstrebiger wirkenden Gastgeber.

Machtlos war Luganos Schlussmann hingegen nach 65 Sekunden im Schlussdrittel bei einem Weitschuss von Otso Rantakari, der sich damit gleich selber zu seinem 26. Geburtstag beschenkte. Perttu Lindgren und Claude Paschoud hatten den Treffer mustergültig vorbereitet. Und dann stellten die Davoser auch noch ihre Powerplaystärke unter Beweis. Enzo Corvi nutzte die dritte HCD-Überzahlphase, nachdem er von Lindgren ideal angespielt worden war. Für Corvi war es im 17. Meisterschaftsspiel der erste Treffer. Nicht weniger als 15 Assists hatte er sich bisher notieren lassen. Bereits 118 Sekunden vor Spielende nahm Luganos Trainer Sami Kapanen nach einem Timeout Torhüter Zurkirchen zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Mit vereinten Kräften überstanden die Davoser die Schlussoffensive der Gäste jedoch schadlos.

Telegramm: Davos – Lugano 3:2 (0:0, 1:2, 2:0)

Eishalle Davos. – 3419 Zuschauer. – SR Lemelin/Wiegand, Obwegeser/Duarte.

Tore: 30. (29:21) Bertaggia (Lammer, Wellinger) 0:1. 30. (29:38) Lammer (Suri, Haussener) 0:2. 34. Du Bois (Stoop, Herzog) 1:2. 42. Rantakari (Lindgren, Paschoud) 2:2. 49. Corvi (Lindgren, Palushaj/Ausschuss Wellinger) 3:2.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen Lugano.

Davos: van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Rantakari, Paschoud; Stoop, Guerra; Kienzle; Marc Wieser, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Herzog, Baumgartner, Ambühl; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Bader.

Lugano: Zurkirchen; Postma, Chorney; Löffel, Vauclair; Chiesa, Riva; Jecker, Wellinger; Klasen, Lajunen, Fazzini; Bürgler, Sannitz, Bertaggia; Suri, Romanenghi, Lammer; Jörg, Haussener, Zangger.

Bemerkungen:  Davos ohne Buchli, Glarner und Nygren (beide verletzt), Portmann, Eggenberger (im Partnerteam Ticino Rockets). Lugano ohne Morini und Walker (beide verletzt). – 59. Timeout Lugano. – Lugano von 58:02 bis 60:00 ohne Torhüter.