Das Hinspiel geht an die Zuger

Gegen die wesentlich frischeren Zuger war der HCD am Samstagabend auf verlorenem Posten. 27 Minuten hielten die Bündner die Partie offen, ehe der überragende Carl Klingberg das Skore eröffnete, das schliesslich in einem klaren 5:1-Sieg für die Platzherren endete.

Seit HCD-Coach Arno Del Curto fünf gesunde Ausländer zur Verfügung stehen, zieht er das Rotationsprinzip konsequent durch. In Zug liess er seinen Topskorer Broc Little pausieren, der am Donnerstagabend noch einen Treffer und einen Assistpunkt zum 4:2-Sieg im Cup-Halbfinal in Biel beigetragen hatte. An Littles Stelle kehrte Mikael Johansson, dessen befristeter Vertrag noch bis Mitte Januar läuft, ins Team zurück.

Aus Davoser Optik lautete die grosse Frage vor dem Anpfiff, ob und wie lange die Kräfte im laufenden Mammutprogramm noch reichen würden. Während die Bündner ihre achte Partie seit dem 23. Dezember beziehungsweise innert dreizehn Tagen in Angriff nahmen, war es für die Zuger erst die zweite seit diesem Vorweihnachtstag. Die Platzherren waren von Beginn weg etwas mehr im Puckbesitz. Sie stiessen aber auf ein Davoser Team, das sich in der Defensive zunächst sehr diszipliniert verhielt. So waren zwingende Torchancen im Startdrittel auf beiden Seiten Mangelware. Die besten Möglichkeiten für die Gäste verpasste zwei Mal Brandon Buck.

Zu Beginn des Mittelabschnitts scheiterte auch Marc Wieser im Powerplay an Zugs Goalie Tobias Stephan. In der Folge übernahmen die Gastgeber resoluter das Spieldiktat. Zum Führungstreffer brauchte es aber eine Einzelleistung von Carl Klingberg. Der kräftige Schwede tankte sich hinter dem Davoser Tor durch, worauf ihn auch Robert Kousal nicht abdrängen konnte. Stattdessen traf Klingberg aus spitzem Winkel. 138 Sekunden später erhöhte Zugs Topskorer Garrett Roe, der wie Little für das US-Team die Olympischen Spiele bestreiten wird, völlig freistehend aus bester Postiion zum 2:0. Und noch vor der zweiten Pause schloss Lino Martschini eine zwingende Kombination im Powerplay mit dem dritten Zuger Treffer ab.

Mit seinem zweiten persönlichen Treffer zum 4:0 avancierte Klingberg, der sich beim dritten Zuger Tor noch einen Assistpunkt hatte gutschreiben lassen, definitiv zum Matchwinner. Trotz deutlichem Rückstand musste sich der HCD nie den Vorwurf gefallen lassen, das Spiel fahren zu lassen. Er kämpfte, und gab, was möglich war. So war denn der Ehrentreffer von Gregory Sciaroni nur 14 Sekunden nachdem fünften Zuger Tor mehr als verdient.

Zeit um Erholen gibt es für den HCD noch nicht. Bereits am Sonntag-Nachmittag um 15.45 Uhr steht für die Davoser ihr neuntes Spiel innert vierzehn Tagen auf dem Programm. Gegner in der heimischen Vaillant Arena ist im "Rückspiel" erneut der EV Zug.

Telegramm: Zug – Davos 5:1 (0:0, 3:0, 2:1)

Bossard Arena Zug. – 7200 Zuschauer (ausverkauft). – SR Koch/Oggier, Borga/Gurtner.

Tore: 28. Klingberg 1:0. 30. Roe (Martschini) 2:0. 36. Martschini (Roe, Klingberg/Ausschluss Sciaroni) 3:0. 44. Klingberg (McIntyre) 4:0. 49. (48:29) Kast (Diaz) 5:0. 49. (48:41) Sciaroni (Corvi) 5:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Davos.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Thiry, Leeger; Fohrler, Helbling; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Stalberg; Schnyder, Diem, Lammer; Zehnder, Kast, Senteler.

Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Marco Forrer; Nygren, Aeschlimann; Schneeberger, Paschoud; Heldner, Jung; Sciaroni, Corvi, Ambühl; Marc Wieser, Johansson, Kousal; Kessler, Buck, Dino Wieser; Simion, Walser, Portmann.

Bemerkungen: Zug ohne Sandro Forrer, Grossmann (beide verletzt) und Geisser (U20-WM), Davos ohne Lindgren, Rödin, Jörg, Kindschi, Egli (alle verletzt), Little und Grossniklaus (beide überzählig), Barandun, Eggenberger und Jäger (alle U20-WM). – Timeout Davos (31.).

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