Das Hundertste zum neunten Sieg aus den letzten zehn Partien

Der HC Davos hat am Sonntagnachmittag beim 5:3-Heimerfolg gegen Ambri seinen zehnten Sieg aus seinen letzten elf Meisterschaftsspielen errungen. Nach einem harzigen Startdrittel sorgten Perttu Lindgren mit zwei Toren sowie Félicien Du Bois bei Spielmitte für einen beruhigenden Vorsprung. Wegen Strafen mussten die Bündner in der Schlussphase dennoch um die drei Punkte zittern.

Beide Mannschaften hatten am Samstagabend Kräfte zehrende Partien – Ambri beim 3:2-Heimsieg im Derby gegen Lugano, der HCD bei seinem 5:4-Erfolg in der Verlängerung in Rapperswil. Nur 20 Stunden später kamen die Tessiner in Davos zu Beginn besser in Fahrt. Im Spiel der Bündner, die im Vergleich zum Vortag auf den verletzten Marc Wieser verzichten mussten und im Tor rotierten (Sandro Aeschlimann für Joren van Pottelberghe), fehlten anfänglich die Entschlossenheit und auch die Präzision im Spiel. So dauerte es fast sieben Minuten, ehe Aaron Palushaj bei der ersten nennenswerten Chance das Tor verfehlte. Und bei der zweiten parierte Ambris Torhüter Daniel Manzato den Schuss von Mattias Tedenby (11.), nachdem kurz zuvor auf der Gegenseite Giacomo Dal Pian nur die Latte getroffen hatte. Sand befand sich auch im Getriebe der Davoser Angriffsmaschinerie im Powerplay. In beiden Überzahlphasen im Startdrittel waren die Platzherren nicht zwingend, ja Ambri bei Gegenstössen gar gefährlicher.

Nach einem erfolgreich überstandenen Boxplay löste sich beim HCD der Knoten. Die Bündner traten nun aggressiver auf und gewannen so den Grossteil der Zweikämpfe. Die erste längere Druckperiode schloss Perttu Lindgren mit dem Führungstreffer ab (30.). Es war Lindgrens 100. NL-Treffer. Der Davoser Topskorer benötigte noch etwas Glück, lenkte doch ein Ambri-Spieler den Puck ins eigene Tor ab. Nichts zu deuteln gab es hingegen am zweiten Davoser Treffer. Félicien Du Bois erhöhte nach idealem Zuspiel von Andres Ambühl den Vorsprung (33.). Nur 33 Sekunden später krönte Lindgren die Vorarbeit von Benjamin Baumgartner, der für Marc Wieser in die erste Linie gerückt war, und von Palushai mit dem 3:0.

Was Einsatz bedeutet, demonstrierte Otso Rantakari zu Beginn des Schlussdrittels. Mit einem Hechtsprung leitete der Finne den Puck zu Luca Hischier. Und der Flügelstürmer liess Manzato 62 Sekunden nach der zweiten Pause keine Abwehrchance. Dario Rohrbach erzielte kurz danach Ambris ersten Treffer. Die Platzherren schienen die Partie dennoch klar im Griff zu haben, bis sie sich durch Strafen selber noch in Nöte brachten. Marco Müller brachte die Tessiner mit zwei Powerplaytreffern innert 24 Sekunden noch auf 3:4 heran. Mit einem Treffer ins leere Ambri-Gehäuse sicherte Fabrice Herzog 49 Sekunden vor Spielende dem HCD definitiv die drei Punkte und damit den neunten Sieg aus den letzten zehn Partien.

Bereits am Dienstagabend bestreitet der HC Davos sein nächstes Heimspiel. Um 19.45 Uhr kämpft er gegen den SC Bern um den Einzug in die Halbfinals des Schweizer Cups.

Telegramm: Davos – Ambri-Piotta 5:3 (0:0, 3:0, 2:3)

Eishalle Davos. – 5226 Zuschauer. – SR Stricker/Müller, Kaderli/Burgy.

Tore: 30. Lindgren (Baumgartner, Jung) 1:0. 33. (32:28) Du Bois (Ambühl, Guerra) 2:0. 34. (33:01) Lindgren (Baumgartner, Palushaj) 3:0. 42. Hischier (Rantakari, Tedenby) 4:0. 43. Rohrbach (Fischer, Ngoy) 4:1. 55. (54:44) Müller (Flynn, D'Agostini/Ausschluss Tedenby und angezeigte Strafe gegen Dino Wieser) 4:2. 56. (55:08) Müller (Flynn, D'Agostini/Ausschluss Dino Wieser, Stoop) 4:3. 60. (59:11) Herzog 5:3 (ins leere Tor).

Strafen: Je 5mal 2 Minuten.

Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Rantakari, Paschoud; Stoop, Guerra, Kienzle; Baumgartner, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Ambühl, Bader, Herzog; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Eggenberger.

Ambri-Piotta: Manzato (58:12 bis 59:11 Conz); Ngoy, Jelovac; Fora, Dotti; Fischer, Pinana; Fohrler, Payr; Trisconi, Goi, Bianchi; D'Agostini, Flynn, Upshall; Rohrbach, Müller, Zwerger; Neuenschwander, Dal Pian, Sabolic.

Bemerkungen: Davos ohne Nygren, Marc Wieser, Buchli, Glarner (alle verletzt), Barandun und Heinen (U20). Ambri ohne Novotny, Kneubühler, Kostner, Incir, Hofer (alle verletzt), Plastino, Mazzolini (beide überzählig) und Egli (darf als HCD-Leihspieler vertragsgemäss nicht gegen Davos spielen). – Lattenschuss Dal Pian (10.), Pfostenschuss Herzog (53.). – Timeout Ambri-Piotta (34.). – Ambri von 58:21 bis 59:11 ohne Torhüter.

 

 

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