Das kann beim nächsten Mal ins Auge gehen

Anders Lindbäck war beim 3:2-Sieg des HCD gegen die Rapperswil-Jona Lakers der sichere Turm in der Davoser Festung, die zeitweise aber arg wankte. Der Routinier zeigte sich deshalb nach Spielschluss glücklich über den Sieg, bei dem er mit 19 von 21 gehaltenen Schüssen redlichen Anteil hatte, wies aber auch auf die Davoser Schwächen hin.

Die Umstellung sei im Vergleich zu den vorangegangenen Begegnungen gross gewesen. „In den letzten Wochen spielten wir so viele Partien, die wenig Bedeutung hatten, weil wir ja leider schon früh fürs Playout gesetzt waren“, meinte Lindbäck, der sich vor dem Anpfiff nicht besonders nervös fühlte. „Mir ist es lieber, wenn es wie jetzt in den Partien gegen die Rapperswil-Jona Lakers um viel geht."

Aber natürlich ist jetzt auch der Erfolgsdruck im Kampf um den Ligaerhalt viel grösser. Lindbäck meisterte die Aufgabe am Dienstagabend ausgezeichnet – in einer Partie, die für ihn nicht einfach war, mit Ausnahme der Schlussphase hatte der Schwede über längere Phasen oft wenig zu tun. Umso schwieriger war es für ihn, die Konzentration und Bereitschaft hochzuhalten. Gerade mal 21 Schüsse brachten die Lakers auf das Davoser Tor, sechs im ersten, sieben im zweiten und acht im dritten Drittel. Bei zweien von diesen hämmerten sie den Puck an Lindbäcks Maske. „Es ist doch schön, so was zu spüren“, meint der schwedische Riese mit einem schelmischen Lächeln. „Solche Szenen gehören zum Schicksal eines Eishockey-Torhüters. Deswegen tragen wir ja auch eine Maske.“ Beide Male unterbrachen die Schiedsrichter die Partie reglementskonform übrigens nicht, wobei bei der ersten Szene den Rapperswilern der Ausgleich gelang.

Lindbäck zeigte sich mit dem Beginn der Partie zufrieden. „Im Mitteldrittel setzten wir diese Überlegenheit zunächst fort. Danach gab es in unserem Spiel aber einen Bruch. Wir wurden passiv und agierten in der Defensive nicht mehr konsequent genug. Das nutzten die Lakers zu zwei Treffern innert 50 Sekunden.“ Ungemein wichtig sei der Ausgleich nur 23 Sekunden vor der zweiten Pause gewesen. In der Schlussphase geriet der HCD noch arg in Bedrängnis, weil sie nicht weniger als sieben der letzten 15 Spielminuten in Unterzahl agieren mussten. „Da waren dumme Strafen dabei. Das müssen wir ansprechen, denn so was darf uns in dieser Playout-Serie nicht mehr passieren. Das kann beim nächsten. Mal ins Auge gehen“, warnt Lindbäck. 

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