Das neue Servette kommt ohne Chris McSorley

Zu seinem zweiten Meisterschafts-Heimspiel empfängt der HC Davos am Dienstagabend um 19.45 Uhr Servette. Die Genfer werden erstmals in der Vaillant Arena vom Kanadier Craig Woodcroft gecoacht. Geblieben ist ihnen die körperbetonte Gangart; sie lässt ein kampfbetontes Spiel erwarten.

Wenn Servette am Dienstagabend in Davos auftritt, dirigiert erstmals seit Herbst 2001 nicht mehr Chris McSorley die Genfer als Bandengeneral. Nach 16 Trainerjahren ist er jetzt "nur noch" Sportchef bei Servette. McSorley war nach Arno Del Curto der dienstälteste Coach beim selben Klub. Del Curto hat bekanntlich seine 22. aufeinander folgende Saison beim HCD in Angriff genommen.

Nachfolger von McSorley als Trainer ist bei Servette dessen kanadischer Landsmann Craig Woodcroft. Er war 2015 als Assistenztrainer von Geoff Ward mit den Adler Mannheim Deutscher Meister geworden. Letzte Saison trainierte er in der Kontinental Hockey League (KHL) Dinamo Minsk; gleichzeitig amtete er als Assistenzcoach der weissrussischen Nationalmannschaft. Man darf gespannt sein, wie sich Woodcrofts Handschrift aufs Servette-Spiel auswirkt.

Die Genfer sind mit einem 3:1-Heimsieg gegen Lausanne und einer 1:2-Auswärts-Niederlage gegen Fribourg-Gottéron in die neue Meisterschaft gestartet. Bekannteste Neuzüzüger sind der schwedische Verteidiger Henrik Tömmernes und Tanner Richard. Der Sohn von Mike Richard kehrte nach vier Jahren in Nordamerika, wo er in der AHL in 263 Partien für Syracuse147 Skorerpunkte buchte und drei NHL-Partien für Tampa Bay bestritt, in die Schweiz zurück.

Letzte Saison erzielte Servette in 50 Qualifikationsspielen nur 135 Tore. Einzig Fribourg, die SCL Tigers und Ambri trafen noch weniger. In Davos setzten sich die Genfer allerdings in beiden Partien durch, zunächst am 30. September mit 3:2 und Ende Januar dieses Jahres mit 3:0. Die Genfer sind für ihren körperbetonten, aggressiven Spielstil bekannt. Deshalb ist erneut eine kampfbetonte Begegnung zu erwarten. Davos wird versuchen, seine läuferischen Qualitäten und sein bissiges Forechecking auszuspielen.

Beim HCD fehlt neben Tino Kessler neu auch Noah Schneeberger. Der 29-jährige Verteidiger schied am vergangenen Freitag beim Meisterschaftsstart gegen Zug in der 27. Minute mit einer Knieverletzung aus. Noch ist offen, wie lange Schneeberger pausieren muss.