Davos besiegt auch Lugano | Hockey Club Davos

News - Davos besiegt auch Lugano

Mit einem 3:1 gegen Lugano hat der HC Davos am Freitagabend mit einer starken und disziplinierten Mannschaftsleistung seinen dritten Sieg in Folge eingefahren. Julian Schmutz, Andres Ambühl und Lukas Stoop trafen für die Bündner im Mitteldrittel. Ganz stark trumpfte Torhüter Sandro Aeschlimann auf.

Der HCD trat gegen Lugano in der gleichen Formation wie schon bei seinen beiden letzten Siegen zu Hause gegen Ajoie (6:0) und in Genf gegen Servette (3:2) an. Man sah denn auch ein gefestigtes, stilsicheres Davos. Es liess sich vom Startfeuer der Tessiner nicht aus der Ruhe bringen und sorgte selber wenn immer möglich für Druck. Weil beide Mannschaften ein horrendes Tempo anschlugen und durchzogen, kamen die 3892 Zuschauer in den Genuss einer höchst ausgeglichenen, attraktiven Partie. 14:12 zugunsten der Gäste lautete das Torschuss-Verhältnis nach 20 Spielminuten. In der Endphase des Startdrittels kamen die Platzherren dem Führungstreffer aber sehr nahe. Erst verpasste Dennis Rasmussen das 1:0 knapp (18.). Dann scheiterte Mathias Bromé nach einem idealen Steilpass von Matej Stransky solo an Luganos Torhüter Thibault Fatton. Und schliesslich brachte auch Stransky den Puck nicht am Tessiner Keeper vorbei.

Für die ersten 20 Spielminuten benötigten die beiden Teams gerade mal 27 Minuten, volle 48 Minuten hingegen für den Mittelabschnitt. Zwei Mal konsultierten die Headschiedsrichter lange die Videoaufzeichnung, ehe sie jeweils einen vermeintlichen Treffer der Gäste nicht anerkannten. Zu Recht übrigens, hatte doch bereits ihr Platzentscheid gleich gelautet. Nichts zu diskutieren gab es hingegen auf der anderen Spielfeldseite bei den Davoser Treffern. Beim 1:0 zirkelte Julian Schmutz den Puck ins hohe Tornetz, obwohl er bei seinem rasanten Vorstoss Alessandro Chiesa irregulär behindert worden war (29.). Beim zweiten Tor krönte Andres Ambühl eine Bilderbuch-Kombination im Powerplay von Dominik Egli über Mathias Bromé mit einem platzierten Hocheckschuss (35.). Zwei Minuten später verpasste der HCD-Captain das 3:0 bei einem Penalty, nachdem Matteo Nodari den HCD-Topskorer Bromé von den Beinen geholt hatte. Stattdessen sorgte Lukas Stoop 118 Sekunden vor der zweiten Pause mit einem Weitschuss doch noch für den Drei-Tore-Vorsprung; es war der erste Saisontreffer des HCD-Verteidigers.

In der 44. Minute verkürzte Giovanni Morini zwar auf 1:3, doch richtig in Gefahr geriet der HCD-Sieg nicht mehr. Die Davoser spielten clever. Sie kämpften beherzt und diszipliniert. Nachdem Luganos Coach Chris McSorley für die letzten 65 Spielsekunden seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatten, brachten seine Schützlinge keinen einzigen Schuss mehr aufs Tor der Bündner. Eine sehr starke Leistung zeigte beim HCD Torhüter Sandro Aeschlimann. Er parierte nicht weniger als 46 (!) Schüsse und strahlte Ruhe und Sicherheit auf seine Vorderleute aus. In der drei letzten Partien liess Aschlimann insgesamt nur drei Gegentore zu.

Für die Davoser Spieler gibt es nach dem kräftezehrenden Match gegen Lugano kein Verschnaufen. Bereits am Samstag folgt die lange Reise nach Pruntrunt, wo sie am Abend auf den heimstarken Aufsteiger Ajoie treffen. Das nächste Heimspiel des HCD steht hingegen erst am 19. Oktober an. Dann empfängt er im Eisstadion Davos den amtierenden Schweizer Meister EV Zug.

Text: HCD-Onlineredaktion Bild: Maurice Parrée
 

Davos besiegt

08.10.2021 22:30