Davos Hockey Summit als erste WM-Vorbereitung

Nach dem Spengler Cup kommt Dinamo Riga diese Woche bereits wieder nach Davos. Das lettische KHL-Team spielt vom 15. bis 18. Februar am internationalen Eishockeyturnier Davos Hockey Summit gegen Metallurg Magnitogorsk, Trinec und den HCD. Für viele Riga-Spieler ist es bereits der erste Schritt auf dem Weg an die A-Weltmeisterschaft vom Mai in Dänemark.

In der russisch geprägten Kontinental Hockey League (KHL) ist der Playoff-Zug für Dinamo Riga bereits abgefahren. Es ist in der West-Division Tabellenletzter. Nach einem miserablen Saisonstart war Sandis Ozolinsch, der in Lettland aufgrund seiner 1002 NHL-Spiele als Eishockeylegende schlechthin gilt, bereits Ende September entlassen worden. Seinem Nachfolger Girts Ankipans gelang die erhoffte Trendwende jedoch nicht. Dinamo Riga spielte aber nicht so inferior, wie man es glauben könnte: Nicht weniger als 20 (!) seiner bisher 54 Qualifikationspartien verlor Dinamo Riga mit nur einem Tor Differenz. Die letzten Spiele der Regular Season nach der Olympiapause haben für den lettischen KHL-Vertreter nun nur noch statistischen Wert.

Davos statt Pyeongchang

Weil Lettland die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Südkorea wegen einer 2:3-Niederlage im entscheidenden Spiel gegen Deutschland verpasste, kann Dinamo Riga überhaupt erst am internationalen Eishockeyturnier in Davos antreten. Und der Hockey Summit bekommt für viele Riga-Spieler gar einen speziellen Stellenwert, gilt er doch bereits als erste WM-Vorbereitung. Denn Dinamo Riga stellt rund die Hälfte aller Akteure für die lettische Nationalmannschaft. Diese bestreitet im Mai in Dänemark die A-Weltmeisterschaft. Gleich 19 Spieler vom aktuellen Team von Dinamo Riga weisen WM-Erfahrung auf. In der Weltrangliste belegt Lettland Platz 12. Zum Vergleich: Die Schweiz ist an siebenter Stelle klassiert. An den letzten Olympischen Spielen in Sotschi 2014 fügten die Letten den Schweizern allerdings eine schmerzliche Niederlage zu, indem sie im Achtelfinal 3:1 siegten und so die Schweiz früh nach Hause schickten.

Die Geschichte der Redlihs-Brüder

Mit dabei war in jener Partie auch Guntis Galvins. Der erfahrene Verteidiger weist in seiner Statistik bereits 72 WM-Partien auf – am meisten aller aktuellen Spieler von Dinamo Riga. Hinter Galvins folgen die Brüder Mikelis (33) und Krusjanis Redlihs (36). Sie schreiben eine besondere Familiengeschichte. Denn mit Jekabs Redlihs (35) jagt noch ein weiterer Bruder dem Puck nach. Dass gleich drei Brüder eine Eishockey-Profikarriere bestreiten, ist speziell und kommt sehr selten vor. Jahrelang spielten sie gemeinsam für Dinamo Riga, so auch am Spengler Cup 2011, als sie den Final gegen den HC Davos mit 2:3 verloren. Jekabs Redlihs tritt mittlerweile etwas kürzer. Auf die laufende Saison hin wechselte er von Dinamo Riga zu Kurbats in die lettische Liga.

Mikelis und Krisjanis Redlihs tragen hingegen weiterhin die Lilafarben von Dynamo Riga. Am letzten Spengler Cup verloren sie das Auftaktspiel gegen die Schweizer Nationalmannschaft mit 1:6. Im zweiten Gruppenspiel setzte sich Riga gegen Hämeenlinna mit 4:3 nach Verlängerung durch, worauf die Letten im Viertelfinal mit einer 1:4-Niederlage gegen Mountfield aus dem Turnier ausschieden. Bei der Rückkehr nach Davos beginnt für Rigas WM-Kandidaten nun Mitte Februar mit dem Turnier in Davos wie erwähnt nun bereits die WM-Vorbereitung. Mit den Partien gegen das russische KHL-Team Metallurg Magnitogorsk, den tschechischen Spitzenklub Trinec und den HCD treffen die Letten am Hockey Summit auf ideale Sparringpartner.

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