Davoser Aufbäumen kam zu spät | Hockey Club Davos

News - Davoser Aufbäumen kam zu spät

Der HC Davos hat am Freitagabend zuhause gegen ein kampfstarkes Ambri mit 4:6 verloren. Weil die Bündner vor allem im Powerplay glücklos agierten, lagen sie nach 48 Minuten schon mit 0:4 zurück. Da fruchtete es auch nichts mehr, dass Andres Ambühl und Benjamin Baumgartner in der Schlussphase noch je zwei Mal trafen.

Beim HCD entspannte sich die Personalsituation, weil die von Covid-19 genesenen Spieler wieder mittun durften. Dafür fehlte hingegen Fabrice Herzog gesperrt. An seiner Stelle stürmte Perttu Lindgren im ersten HCD-Block am Flügel, zusammen mit Corvi auf dem Center und Ambühl als linker Flügel.
Die Partie zwischen dem HCD und  Ambri begann mit 20-minütiger Verspätung, weil die Tessiner aufgrund von starkem Schneefall am San Bernardino erst um 18.45 Uhr in Davos eingetroffen waren. Trotz der langen Carfahrt offenbarten die Gäste vom ersten Bully an frische Beine. Mutig forcierten sie die Offensive. Da auch die Davoser konsequent nach vorne spielten, entwickelte sich eine schnelle, intensive Partie. Tore fielen im Startdrittel bei 10:10 Schüssen dennoch keine.
In der ersten Hälfte des Mittelabschnitts waren die Davoser mehrheitlich im Puckbesitz. Den ersten gravierenden Defensivfehler nutzten dann jedoch die Gäste zum Führungstreffer. Davyd Barandun verlor den Puck an Dominic Zwerger, worauf Julius Nättinen seine Präzision im Abschluss bewies. Der Finne traf in seinem elften Meisterschaftsspiel für Ambri bereits zum 13. Mal. Die Platzherren erhielten kurz danach die Möglichkeit, während 84 Sekunden in doppelter Überzahl den Ausgleich anzustreben. Aber vergeblich. Wie auch in den weiteren vier Powerplaymöglichkeiten in den beiden ersten Dritteln bekundeten sie gegen das aggressive Boxplay der Tessiner Mühe. Hischier hatte zudem bei einem Pfostenschuss Pech (38.). Zuvor hatte Daniele Grassi für die Gäste das 2:0 erzielt.
Nachdem die Platzherren zu Beginn des Schlussdrittels auch ihre sechste Powerplay-Möglichkeit nicht nutzten, kam es knüppeldick. Innerhalb von 126 Sekunden erhöhten Marco Müller und Brian Flynn den Vorsprung auf 4:0. Das ausgerechnet Vorzeigekämpfer Andres Ambühl die Davoser mit zwei Treffern auf 2:4 heranbrachte, war kein Zufall. Das Pech klebte dem HCD allerdings am Stock - Lindgren legte mit einem Fehlpass auf Nättinen Ambris fünften Treffer gleich selbst auf. Sven Jung und Benjamin Baumgartner liessen sich in der Schlussphase zwar auch noch als Torschützen feiern, weil dazwischen aber Dominic Zwerger ins leere Davoser Tor getroffen hatte, setzte es für Platzherren eine 4:6-Niederlage ab.

Text: HCD-Onlineredaktion  Foto: Marcel Giger

Aufbäumen

04.12.2020 22:30