Davoser Rumpfteam sündigt im Abschluss und Powerplay

Obwohl beim HCD am Samstagabend fast ein Dutzend Spieler fehlten, gelang es der jungen Rumpfmannschaft, das Spielgeschehen optisch ausgeglichen zu gestalten. Die Bündner verzeichneten gar ein Chancenplus, obwohl der entschlossene Zug aufs Tor häufig fehlte. Die Rapperswil-Jona Lakers erwiesen sich jedoch bei ihrem 3:1-Sieg als effizienter.

Benjamin Baumgartner, Mischa Bleiker, Olvier Heinen, Tim Lutz, Fadri Ritsch unf Gian-Marco Wetter – diese sechs jungen Akteure spielten am Freitagabend in der alles entscheidenden fünften Playoff-Viertelfinalpartie gegen Biel bei den Elite-Junioren des HCD. Sie trugen ihren redlichen Teil dazu bei, dass sich der ältestes Davoser Nachwuchs mit einem 7:3-Sieg für den Playoff-Halbfinal gegen Servette qualifizierte. Wetter erzielte drei Treffer, Riatsch, Baumgartner und Heinen je einen. Nur 24 Stunden später standen die sechs Elite-Junioren bereits wieder im Einsatz, diesmal in der ersten Mannschaft des HCD gegen die Lakers. Der 18-jährige Lutz, ein früherer Lakers-Junior, gab dabei seinen Einstand im Davoser Fanionteam. Er ist der zehnte Elite-Junior, der in der laufenden Meisterschaft in der ersten Mannschaft des HCD zum Einsatz kam.

Beim HCD fehlte dast ein Dutzend Stammspieler. Dennoch versteckten sich die Bündner nicht. Vielmehr spielten sie mutig nach vorne. Bereits nach 50 Sekunden zwang Anton Rödin „Rappis“ Torhüter Melvin Nyffeler zu einer Glanzparade. Und kurz darauf schob Inti Pestoni den Puck am leeren Gästetor vorbei. Die Davoser dominierten das Startdrittel mit 14:11 Schüssen. Den einzigen Treffer erzielte allerdings Kevin Clark für die Gäste. Der Kanadier traf freistehend genau unter die Latte (6.).

Die junge Davoser Rumpfmannschaft (Durchschnittsalter gut 24 Jahre) gefiel mit fleissiger Laufarbeit. Mit ihrem Tempo provozierten sie die Gäste verschiedentlich zu Fouls. Mit dem Toreschiessen taten sich Platzherren allerdings schwer. So nutzte im Mitteldrittel nur Marc Wieser einen von zehn Schüssen auf Nyffelers Tor zum 1:1 (27.). Schwer taten sich die Davoser auch im Powerplay. In einer solchen Phase hatte Dario Meyer bei einem Pfostenschuss zudem noch Pech. Im Gegenzug erzielte Dion Knelsen mittels Shorthander gar das 1:2 (33.). An der Spielkonstellation änderte sich auch im Schlussabschnitt nichts. Fürs Schlussresultat sorgte schliesslich Clark mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend (43.).

Der HCD setzt die Platzierungsrunde nächste Woche mit zwei Auswärtsspielen am Donnerstag in Fribourg und am Samstag in Zürich gegen die ZSC Lions fort. Das nächste Heimspiel folgt am 19. März gegen die ZSC Lions.

Telegramm: Davos - Rapperswil-Jona Lakers 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

Vailant Arena, Davos. – 3494 Zuschauer. – SR Eichmann/Massy, Cattaneo/Gnemmi.

Tore: 6. Clark (Schweri, Gähler) 0:1. 27. Marc Wieser (Rödin, Ambühl) 1:1. 33. Knelsen (Schmuckli/Ausschluss Berger!) 1:2. 43. Clark (Knelsen, Kristo) 1:3.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 plus 5 Minuten (Mason) plus Spieldauer (Mason) gegen Rapperswil-Jona Lakers.

Davos: Lindbäck; Heinen, Du Bois; Buchli, Nygren; Heldner, Jung; Stoop; Rödin, Ambühl, Marc Wieser; Frehner, Baumgartner, Meyer, Riatsch, Aeschlimann, Pestoni; Bleiker, Wetter, Kessler; Lutz.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Hächler, Maier; Iglesias, Schmuckli; Gähler, Berger; Gurtner; Kristo, Knelsen, Wellman; Clark, Schlagenhauf, Schweri; Mosimann, Mason, Casutt; Spiller, Profico, Hüsler; Primeau.

Bemerkungen: Davos ohne Bader, Corvi, Egli, Hischier, Kundratek, Paschoud, Portmann, Sandell, Dino Wieser (alle verletzt), Lindgren (krank) und Payr, Barandun (beide überzählig).  Rapperswil-Jona Lakers ohne Gilroy, Helbling und Ness (alle verletzt). – Pfostenschuss Meyer (39.). – Timeout Davos (59.).

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