Der Aufrichtebaum grüsst vom Trainingshallendach

Der Bau der Eis-Trainingshalle in Davos schreitet zügig voran. Am Mittwochabend haben der HC Davos als Bauherr, zahlreiche geladene Gäste und die Baubelegschaft das Aufrichtefest gefeiert. Die offizielle Eröffnung ist für den 6. Oktober geplant.

HCD-Präsident Gaudenz Domenig bezeichnete das Aufrichtefest in seiner kurzen Ansprache als „sehr spannenden Moment für den Klub, von dem man vor zehn Jahren leise zu träumen begonnen habe.“ Er erinnerte an die sehr grosse Tradition, die Davos im Eissport innehat. In seinen Dank schloss er die HCD-Aktionäre und Supporter für die Finanzierung des acht Millionen Franken teuren Projekts ein, weiter die Bauarbeiter, die den engen Zeitplan auf Kurs halten. Speziell erwähnte der HCD-Chef Dieter Albrecht, der das ganze Aktionariat aufbaute.

Die Trainingshalle besticht bereits jetzt im Rohbau durch ihre Holzkonstruktion. Sie passe perfekt zum Eisstadion, stellte Domenig zu Recht fest. Thomas Künzli, der Chef des familieneigenen Davoser Betriebes Künzli Holz AG, sprach bezüglich Bau „von einer komplexen Geometrie, die hohe Anforderungen ans Raumprofil stellt.“ Für das Gebäude werden 500 Kubikmeter Holz verwendet; sie stammen von 1500 Kubikmetern Rundholz. Die grössten Träger, die am Stück angeliefert wurden, sind 21 Meter lang und 4,20 Meter hoch. Zum Gebäude passend überreichte Thomas Künzli dem HCD-Präsidenten einen Holzschnitt von Ruedi Walli.

Architekt Gian Fanzun erwähnte den „super Standort an sehr prominenter Lage“. Die Trainingshalle werde zu einer Bereicherung für Davos. Das Gebäude ist 65 Meter lang, 45 Meter breit und zehn Meter hoch. Mit der Trainingshalle erhält die bisher offene Kunsteisbahn nicht nur ein Dach über dem Kopf. Sie wir auch hervorragend ausgerüstet – zum Beispiel mit einer speziellen Geschwindigkeitstrainingsanlage, einer Skatemill (ein Gerät zum Perfektionieren der Schlittschuh-Lauftechnik), einer Schusstrainingsanlage und einem Goalie-Trainingszentrum.

Die Trainingshalle werde ein Gebäude zur Förderung des Leistungsbau, stellte Albert Raimann, der Chef der Churer Generalunternehmung Ralbau fest. Sportlich sei auch der Zeitplan und diesbezüglich besonders gefordert die Künzli Holz AG. Bisher laufe alles termingerecht und budgetkonform. Passend war auch das Nachessen, das den gut 100 Personen im Anschluss an den offiziellen Aufrichteakt im HCD-Restaurant „Time-out“ serviert wurde: ein deftiger HCD-Burger.