Der HCD spielt nächste Saison europäisch

Der HCD hat sich am Freitagabend mit einem 5:2-Heimsieg gegen die SCL Tigers definitiv einen Platz unter den ersten vier am Ende der Regular Season gesichert. Damit kann er seinen Playoff-Viertelfinal am 7. März mit Heimvorteil beginnen. Gleichzeitig steht Davos für nächste Saison als Teilnehmer in der Champions Hockey League fest.

Stets was Neues in der HCD-Aufstellung. Bezüglich Verletzten änderte sich seit dem letzten Heimspiel gegen Zug nichts; es sind immer noch die gleichen Sieben. Im Hinblick auf die nahenden Playoffs wurden hingegen fürs Spiel gegen die SCL Tigers Topskorer Perttu Lindgren (38 Punkte) und Toptorschütze Aaron Palushaj (20 Treffer) geschont. Das hatte zur Folge, dass der HCD gleich mit zwei ausländischen Verteidigern (Magnus Nygren und erstmals seit dem 3. Januar der von Biel zurückgekehrte Otso Rantakari) antrat und der 18-jährige Jannik Canova als Center die vierte Linie führte. Es war sein vierter Einsatz in der laufenden Meisterschaft.

Die 4948 Zuschauer sahen im Davoser Eisstadion eine gefällige Partie, in welcher beide Mannschaften zügig nach vorne spielten. Auch die für ihr Beton-Eishockey berüchtigten SCL Tigers mauerten sich hinten ein. Bei der ersten guten Chance verfehlte Jesse Mankinen das Langnauer Tor und damit in seinem zweiten Match für den HCD seinen ersten Treffer nur knapp. Die Platzherren verzeichneten auch in der Folge ein Chancenplus. Sie hatten ihr Visier jedoch ungenau eingestellt, schossen mehrmals knapp am Gehäuse vorbei, oder dann scheiterten sie an Tigers-Goalie Ivars Punnenovs. Nicht zwingend gingen die Gäste in Führung. Nach einem Schuss von Eero Elo aus spitzem Winkel lenkte HCD-Keeper Sandro Aeschlimann den Puck ins eigene Tor ab (7.).

Zu Beginn des Mittelabschnitt stimmte bei den Davosern dann auch die Präzision. Rantakari schloss im ersten Powerplay eine Kombination von Mankinen über Nygren mit einem platzierten Direktschuss erfolgreich ab. 42 Sekunden später schoss Oliver Heinen die Bündner in Führung. Es war der erste National-League-Treffer des talentierten 19-jährigen Verteidigers in seinem 14. Saisonspiel im Fanionteam. Bei Spielhälfte verhinderte der Pfosten nach einem Ablenker von Lorenz Kienzle das dritte Davoser Tor. Zwei Minuten später traf auf der Gegenseite auch Raphael Kuonen nur die Torumrandung. Dass die Davoser mit einer 2:1-Führung in die zweite Pause gingen, war auch auf ein erfolgreiches Boxplay während insgesamt Minuten inklusive mehrerer sehr guter Paraden von Sandro Aeschlimann zurückzuführen.

Mit fleissiger Laufarbeit hielten die Bündner zum Beginn des Schlussdrittels die Tiger auf Distanz. Als Chris Egli in der 45. Minute das 3:1 erzielte, schien die Vorentscheidung gefallen. Dann ermöglichten die Davoser durch ein ungeschicktes Positionsspiel im Powerplay den Gästen jedoch einen Kontertreffer durch Elo, der die Gäste nochmals richtig wachrüttelte (53.). 141 Sekunden vor Spielende sicherte Egli mit seinem zweiten Tor innert 14 Minuten dem HCD dann definitiv die drei Punkte. Fabrice Herzogs 5:2 ins leere Langnauer Tor bildete in der Schlussminute noch eine Zugabe.

Sein nächstes Heimspiel bestreitet der HCD am kommenden Dienstagabend gegen den nach wie vor in den Strichkampf involvierten Titelverteidiger SC Bern.

Davos – SCL Tigers 5:2 (0:1, 2:0, 3:1)

Eisstadon Davos. – 4948 Zuschauer. – SR Wiegand/Kaukokari, Kovacs/Ambrosetti.

Tore: 7. Eelo (Maxwell, Sturny) 0:1. 22. (21:01) Rantakari (Nygren, Mankinen/Ausschluss Pesonen) 1:1. 22. (21:43) Heinen (Kessler) 2:1. 45. Egli (Herzog, Kessler) 3:1. 53. Elo (Maxwell, Leeger/Ausschluss DiDomenico!) 3:2. 58. Egli (Kessler) 4:2. 60. (59:18) Herzog 5:2 (ins leere Tor).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.

Davos: Sandro Aeschlimann; Nygren, Barandun; Rantakari, Jung; Stoop, Guerra; Heinen; Marc Wieser, Marc Aeschlimann, Hischier; Mankinen, Meyer, Tedenby; Kessler, Egli, Herzog; Kienzle, Canova, Frehner;

SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Schilt, Blaser; Cadonau, Huguenin; Elo, Maxwell, Schmutz; Kuonen, Berger, Pesonen; DiDomenico, Diem, Neukom; Andersons, In-Albon, Sturny.

Bemerkungen: Davos ohne Ambühl, Dino Wieser, Du Bois, Corvi, Paschoud, Bader,  Baumgartner (alle verletzt), Lindgren, Palushaj (beide geschont als überzählige Ausländer), Buchli, Lutz, Glarner, Portmann (im Partnerteam Ticino Rockets). SCL Tigers ohne Earl und Dostoinov (beide verletzt) sowie Gagnon (überzähliger Ausländer). –Pfostenschüsse: 30. Kienzle, 32. Kuonen. – 50. Timeout Davos. – SCL Tigers von 58:46 bis 59:18 ohne Torhüter.

 

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