Der Leader prüft die HCD-Heimstärke

Der HC Davos ist in der National League die punktbeste Heimmannschaft. Am Dienstagabend ab 19.45 Uhr stellt der Tabellenführer EV Zug die Heimstärke der Bündner im Eisstadion Davos auf die Probe.

Aufgrund der Transfers – unter anderen von Torhüter Leonardo Genoni, von Goalgetter Gregory Hofmann, des zweifachen schwedischen Weltmeisters Oscar Lindberg und des fünffachen tschechischen WM-Teilnehmers Jan Kovar, der zudem hervorragende Werte aus der KHL mitbrachte – gilt der EV Zug schon seit letztem Sommer als heissester Meisterschaftsfavorit. Die Innerschweizer bestätigten zurzeit diesen Ruf, indem sie die Tabelle in der National League vor den ZSC Lions anführen. Nicht erwartet wurde hingegen vor dem Meisterschaftsauftakt, dass auch der aktuell drittplatzierte HC Davos in der Spitzengruppe mitreden würde. Bekanntlich hat sich das Team von Headcoach Christian Wohlwend bereits für die Playoffs qualifiziert.

Zu den Trümpfen des HCD zählt in dieser Saison die Heimstärke. Die Davoser gewannen 16 ihrer bisherigen 21 Heimspiele und führen damit die „Heim-Tabelle“ in der National League an. Von den letzten elf Heimpartien entschieden die Davoser neun zu ihren Gunsten. Für den letzten Klecks in diesem Reinheft sorgte der EV Zug. Er holte sich am 30. Januar mit einem 4:2-Sieg im Davoser Eisstadion die drei Punkte. Revanche ist also angesagt. Und der HCD weiss auch, wie man die Zuger besiegt. Beim ersten Aufeinandertreffen in der laufenden Meisterschaft hatte sich Davos in Zug mit 5:4 durchgesetzt. Auch am Dienstagabend zeichnet sich eine spannende, attraktive Begegnung zweier läuferisch überdurchschnittlicher Mannschaften ab.

HCD-Verteidiger Lukas Stoop bezeichnet das Spiel gegen den EVZ „als wichtige Partie in der Playoff-Vorbereitung. Wir müssen Vollgas geben und eine bessere Leistung liefern als zuletzt gegen ‚Rappi‘.“ Zug sei eine auffallende Skorer-Mannschaft, die das Konterspiel ausgezeichnet beherrsche. Mit Leonardo Genoni können sich die Zuger zudem auf den besten Schweizer Torhüter verlassen. Zug liess in den bisherigen 44 „Quali“-Spielen nur 106 Gegentore zu, am wenigsten in der ganzen National League. In der Offensive hat der HCD hingegen mit 142 Treffern gar sechs mehr erzielt als die Innerschweizer.

Der vom HCD neu verpflichtete Finne Jesse Mankinen ist am Sonntagabend in Davos eingetroffen. Ob er 28-jährige Stürmer bereits gegen den EV Zug sein Debüt in den blaugelben HCD-Farben gibt, entscheidet die Trainercrew kurzfristig.

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