Die Eishockeywelt gratuliert Andres Ambühl

Nicht weniger als vier Mal ist Andres Ambühl von den Fans als beliebtester Spieler im Schweizer Eishockey gewählt worden. Wie sehr auch Mit- und Gegenspielern den 36-jährigen HCD-Captain schätzen und respektieren, offenbart sich in zahlreichen Video-Gratulationsbotschaften aufgrund seiner 1000. Meisterschaftspartie in der obersten Schweizer Spielklasse.

Nationalliga-Boss Denis Vaucher und HCD-Präsident Gaudenz Domenig sowie HCD-CEO Marc Gianola beschenkten am Freitagabend Andres Ambühl vor dessen 1001. National-League-Partie. Verschiedene Wegbegleiter gratulierten dem Davoser Vorzeigespieler mittels Videobotschaften*. Mathias Seger, der mit 1153 Partien die Liste der Spieler mit den meisten Einsätzen in der obersten Schweizer Spielklasse anführt und mit 305 Länderspielen Schweizer Rekord-Nationalspieler ist, sagt: „Du wirst immer schneller, ich bin immer langsamer geworden.“ Er habe noch keinen anderen Spieler gesehen, der über so viele Jahre so viel Energie aufs Eis bringe wie Ambühl. „Neben dem Eis ist er ruhig und abgekühlt, während der Spiele aber richtig heiss. Manchmal habe ich das Gefühl, ‚Büehli habe einen Ruhepuls von 20. Sobald er aber die Schlittschuhe anzieht, schnellt er auf 100 hoch.“

Während zehn Jahren spielte der jetzige Biel-Verteidiger Beat Forster beim HCD gemeinsam mit Ambühl. „Resli, von Senior zu Senior, ich gratuliere dir ganz herzlich zu Deinem 1000. Spiel. Was für ein Meilenstein!“, bemerkt Forster. Er bezeichnet „Büehli“ als „‘Duracel-Hasen‘. Er läuft unermüdlich, gibt immer Vollgas.“ Gut erinnert sich Forster an den ersten gemeinsamen Schweizer Meistertitel 2002. „Ambühl war einer der ersten, der bei der Meisterfeier auf dem Boden lag“, sagt er lachend. Als Verteidiger gegen „Büehli“ zu spielen sei allerdings nicht einfach“, fährt Forster ernsthaft fort, „denn er hat von Haus aus eine Rohkraft, die man ihm nicht zutrauen würde.“

„Lieber Res, 1000 Spiele, eine sehr beeindruckende Zahl“, lobt Ambühls Teamkollege Félicien Du Bois. „Aber noch viel mehr beeindruckt mich, dass Du in mindestens 995 dieser Partien gute Beine und einen sehr hohen Energielevel hattest.“ Und Dino Wieser meint bei seiner Gratulation (im Video in Jagdkleidung und mit Jagdgewehr)*: „ ‚Büehli, Büehli‘ national. Tschau Duracel-Häsli, die 153 Spiele, die Seger noch mehr auf dem Buckel hat, holst du auch noch. Hab es gut. Trag dir Sorge.“ Leonardi Genoni trägt in seiner Gratulationsbotschaft jenes HCD-Leibchen, das er überstreifte, als „ich erstmals mit dir zusammen spielen durfte. Alles Gute ‚Büehli‘ – und auf weitere 1000 Spiele.“

Ganz genau weiss Reto von Arx, wovon er spricht, gehört der langjährige HCD-Leithammel mit 1004 Partien doch selber dem 1000-er Klub an. „1000 Spiele Nati A, was für eine Leistung!“, richtet Reto von Arx mitfühlende Worte an die Adresse von Ambühl. „Du wirst in deiner bescheidenen Art sagen, das ist hübsch. Ich weiss aber, wieviel Arbeit, Biss und vor allem auch Leidenschaft und Liebe für diesen grossartigen Sport dazugehören, dass man auf eine solche Zahl kommt.“

Viel Anerkennung zollt Ambühl auch der jetzige Nationalcoach und frühere Teamgefährte Patrick Fischer. Als er selber beim HCD gespielt und den damals 16-Jährigen beobachtete, habe er sofort gespürt: „Da reift eine Granate heran. Seine technischen und läuferischen Qualitäten waren schon damals unübersehbar.“ Inzwischen fühlt sich Fischer längst bestätigt: „‘Büehli‘ spielt mit einer hohen Intensität. Er hat einen unglaublichen Spielwitz und kann das Spiel extrem gut lesen. Ambühl lässt sich kaum in ein Schema drängen; er braucht seine Freiheiten, um sich entfalten zu können.“ Fischer meint, dass er und Ambühl ähnlich ticken. „Sein spitzbübisches Lächeln ist einzigartig, seine Freude am Hockey ebenso.“ Ich glaube, dieser Spass ist der Hauptschlüssel dafür, dass er mit 36 Jahren noch immer sowohl national als auch international auf so hohem Niveau spielen kann. Ich bin froh, einen solchen Spieler im Nationalteam zu haben“, so Fischer.

*Alle Videobotschaften sind auf der HCD-Facebook-Seite zum nachschauen

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