Die ersten 3 Punkte sind im trockenen

Der HC Davos hat am Dienstagabend in Lugano auf verdiente Art seinen ersten Sieg in der noch jungen Meisterschaft eingefahren und damit auch dem neuen Trainerstaff unter Christian Wohlwend den ersten Erfolg beschert. Beim 3:2 gegen Lugano sorgte Marc Wieser nach dem 0:1-Rückstand im Mitteldrittel mit zwei Toren für die Wende, danach traf Mattias Tendenby erstmals in den HCD-Farben.

Der HCD trat in Lugano nur mit drei Ausländern an. Bei Aaron Paulshaj brach im letzten Match gegen die ZSC Lions eine Armverletzung wieder auf. Sie zwingt ihn, für die nächsten zwei bis drei Meisterschaftsspiele zu pausieren. Die Davoser setzten die Lugano die Forderung von Trainer Christian Wohlwend um, mutiger als bei der 3:6-Niederlage in Zürich aufzuspielen. Sie dominierten im Tessin die Startphase deutlich. Richtig heikel wurde es für die Gäste im Startdrittel nur in der einzigen Unterzahlphase. Pech hatten die Davoser in der 19. Minute, als der vermeintliche Führungstreffer von Mattias Tedenby wegen eines vorangegangenen hohen Stocks aberkannt wurde.

Die Davoser dominierten das Spielgeschehen auch im Mitteldrittel weitgehend. Wie aus heiterem Himmel fiel das 1:0 für Lugano nach einem Weitschuss von Captain Alessandro Chiesa (32.). Der ansonsten starke Joren van Pottelberghe sah bei diesem Gegentreffer nicht gut aus. Kurz danach verhinderte er mit einem Big Save einen vielleicht vorentscheidenden Zwei-Tore-Rückstand. Die Davoser liessen sich durch den Rückstand nicht irritieren. Unmittelbar nach Ablauf einer Strafe gegen Luganos Reto Suri realisierte Marc Wieser nach Vorarbeit von Nando Eggenberger und Benjamin Baumgartner den verdienten Ausgleich (36.). Und 132 Sekunden später doppelte Marc Wieser mit dem 2:1 für die Bündner nach. Der Davoser Flügelstürmer bezwang Luganos Goalie Sandro Zurkirchen im Stil des früheren HCD-Goalgetters Lonny Bohonos: Er schoss von hinter der gegnerischen Grundlinie Zurkirchen an, von dessen Körper der Puck über die Torlinie prallte.

Im Schlussdrittel sorgte Tedendy zunächst mit seinem ersten Meisterschaftstreffer in den HCD-Farben für eine beruhigende Reserve (47.), nachdem Andres Ambühl den Puck an der Bande „ausgegraben“ hatte. In der Folge verteidigte Davos seine Führung lange Zeit souverän und auf clevere Art, in dem man nicht hinten hineinstand, sondern viel Sorge zum Puck trug und auch einiges fürs Spiel tat. Erst 80 Sekunden vor Spielende sorgte Luca Fazzini nochmals für Spannung, als er für Lugano im Powerplay auf 2:3 verkürzte. Während dieses Überzahlspiels hatten die Tessiner ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. In der Schlussminute verhinderte van Pottelberghe mit einer Glanzparade gegen Sandro Zangger für Ausgleich, der für die Platzherren auch recht schmeichelhaft gewesen wäre.

Telegramm: Lugano – Davos 2:3 (0:0, 1:2, 1:1)

Resega, Lugano. – 5434 Zuschauer. – SR Wiegand/Ströbel, Bürgi/Wolf.

Tore: 32. Chiesa (Jecker) 1:0. 36. Marc Wieser (Eggenberger, Baumgartner) 1:1. 38. Marc Wieser 1:2. 47. Tedenby (Ambühl) 1:3. 59. Fazzini (Loeffel/Ausschluss Corvi) 2:3 (Lugano ohne Torhüter).

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 2mal 2 Minuten gegen Davos.

Lugano: Zurkirchen; Ohtamaa, Chorney; Löffel, Vauclair; Chiesa, Jecker; Riva; Zangger, Lajunen, Jörg; Fazzini, Spooner, Suri; Bürgler, Sannitz, Bertaggia; Walker, Romanenghi, Lammer; Haussener.

Davos: Van Pottelberghe; Rantakari, Paschoud; Du Bois, Jung; Guerra, Stoop, Kienzle; Ambühl, Corvi, Herzog; Marc Wieser, Lindgren, Baumgartner; Frehner, Aeschlimann, Dino Wieser; Eggenberger, Bader, Tendenby; Egli.

Bemerkungen: Lugano ohne Morini (verletzt), Klasen (überzähliger Ausländer), Davos ohne Nygren, Palushaj, Hischier und Buchli (alle verletzt), Meyer und Kessler im Partnerteam Ticino Rockets, Heinen und Barandun (U20)  – Pfosten: 11. Walker, 29. Chiesa. 50. Du Bois. – Lugano von 58:22 bis 58:40 sowie von 59:10 bis 59:30 ohne Torhüter.

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