Die HCD-Spieler packen zu

Konditionstraining für einmal anders: Statt im Kraftraum in der Eishalle Gewichte zu stemmen, haben die Spieler des HC Davos am Donnerstag im Dischmatal mitgeholfen, einen Lawinenkegel von Unmengen von Holz und Steinen zu säubern.

„Unglaublich“, sagt Dario Meyer. Der HCD-Stürmer staunt nicht von ungefähr: Die Verwüstungen, welche die Lawine auf dem Gut von Landwirt Christian Ambühl, einem Onkel von HCD-Captain Andres Ambühl, hinten im Dischma angerichtet haben, sind unübersehbar. Dabei wurde in jüngster Zeit per Helikopter bereits 350 Mal Holz aus dem Schuttkegel jener Lawine geflogen, die an dieser Stelle im letzten Winter erstmals seit 1951 zu Tal gedonnert war.

„Als wir den Aufruf zur Hilfe in der „Davoser Zeitung“ sahen, war klar, dass wir anpacken würden“, erzählt HCD-Konditionstrainer Steven Lingenhag im Lawinenhang. Die ganze Mannschaft packte wacker zu, trug Tannenäste und Holzstämme zusammen und verschob gemeinsam wuchtige Baumwurzeln und grosse Steine, welche der Gewalt der Lawine nicht standgehalten hatten. „Das passt, Konditionstraining für einmal im Freien statt an den Kraftmaschinen – eine willkommene Abwechslung“, meinte Claude Paschoud sichtlich erfreut.

Während der Znünipause baten die Spieler übrigens ihren Kondi-Trainer, statt des vorgesehenen Ausdauertrainings auf dem Velo auch am Nachmittag am Lawinenhang arbeiten zu dürfen. Ganz zur Freude von Christian Ambühl, der mit der Motorensäge die dicksten Stämme zerkleinerte.