Die Luganesi werden versuchen, uns zu überrollen

In der Doppelrunde vom Wochenende spielt der HCD gleich zwei Mal gegen Lugano. Am Samstagabend um 19.45 Uhr stehen sich die beiden Widersacher im Eisstadion Davos gegenüber, 20 Stunden später in Lugano. Der HCD weist gegen die Bianconeri noch eine makellose Bilanz auf, die Tessiner befinden sich aber im Aufschwung.

Das hatten vor dem Saisonbeginn nur wenige prophezeit; dass der HCD nach 33 Qualifikationsrunden bereits 61 Punkte aufweisen und sich auf dem vierten Platz klassieren werde. Aber auch, dass der HC Lugano nach 34 Partien in der Regular Season erst 43 Zähler auf seinem Konto haben und als Neunter in den Strichkampf verwickelt sein werde. Die unterschiedliche Gemütslage kommt auch in den bisherigen Direktbegegnungen zum Ausdruck: Der HCD gewann alle drei Meisterschaftsbegegnungen mit 3:2 – am 17. September in Lugano und am 19. November sowie am 21. Dezember in Davos. Zudem schalteten die Bündner auf dem Weg ins Endspiel des Schweizer Cups im Achtelfinal Lugano mit 2:1-Heimsieg nach Penaltyschiessen aus. Die grosse Figur war in jener Partie Andres Ambühl. Der HCD-Captain erzielte das 1:1, und im Penaltyschiessen war er gleich zwei Mal erfolgreich.

Doch das ist „Schnee von gestern“. Auch am Wochenende werden zwischen dem HCD und Lugano zwei enge, hart umkämpfte Partien erwartet. Die Bündner wollen ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte konsolidieren, die Tessiner ihrerseits benötigen im Strichkampf jeden Punkt. Bei Lugano steht seit der letzten Partie in Davos vor Weihnachten mit Serge Pelletier ein neuer Headcoach an der Bande. Der Trainerwechsel scheint sich auszuzahlen. Die Tessiner gewannen ihre beiden Partien im neuen Jahr. Nach dem 4:2-Heimerfolg gegen Fribourg-Gottéron sorgten sie am letzten Sonntag mit einem 5:2-Sieg beim Schweizer Meister SC Bern für ein Ausrufezeichen. Das erste und dritte Tor erzielten sie in Bern im Powerplay, dazwischen trafen sie in Unterzahl.

„Wir nehmen Minute für Minute. Unser Ziel sind natürlich zwei Siege“, meint HCD-Goalie Sandro Aeschlimann zur taktischen Ausrichtung. „Lugano hat seine letzten beiden Partien gegen Fribourg und Bern gewonnen. Die Tessiner befinden sich im Aufwind. Sie sind aber nach wie vor in den Strichkampf involviert. Sie müssen auf Sieg spielen und werden versuchen, uns zu überrollen‘. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Wenn wir aber unser Eishockey spielen, können wir die Luganesi besiegen.“

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