Die Saison im Nachwuchs ist zu Ende - eine Bilanz
31.3.2026, 08:15

Mit Niklas Aebli oder Elia Baumann stehen aktuell während der Playoffs immer wieder U21-Spieler auf dem National-League-Matchblatt. Rookie Beni Waidacher kommt bereits auf durchschnittlich 7:39 Minuten Eiszeit. Die U16-Elit holt den Schweizermeistertitel. Die U21-Elit kämpft sich nach einem schwierigen Start in die Playoffs, wo sie Biel fordert, und die U18-Elit scheitert im Viertelfinal knapp an den ZSC Lions. Die Arbeit im HCD Nachwuchs zeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist.
Schweizermeister U16-Elit
Die Saison aller Nachwuchsmannschaften ist zu Ende. Am Samstag gewann die U16-Elit unter Headcoach Filip Pastyrik das Finalspiel gegen die SCL Tigers nach Verlängerung und krönte sich damit zum Schweizermeister. Ein grosser Erfolg für den HCD-Nachwuchs. «Für die Spieler ist das natürlich eine grossartige Sache. Sie haben geliefert – auch unter Druck – und gemerkt, dass es das Kollektiv braucht, um etwas zu erreichen», sagt Nachwuchs-Chef René Müller. Er fügt an: «Mir ist wichtig, dass der Titel weder unter- noch überbewertet wird. Der Weg von der U16 bis ganz nach oben ist noch immer sehr weit. Für uns als Organisation ist ein solcher Erfolg in erster Linie wichtig, um zu sehen, wo wir im schweizweiten Vergleich stehen.» Und: Damit dürfe man sehr zufrieden sein. Vor allem, so Müller, sei es wichtig, eine Breite in allen Kadern zu erreichen. Bei der U16 war kaum ein Gefälle vorhanden – gemäss Müller eines der Erfolgsrezepte für den Titel.
U18-Elit – fehlende Konstanz in der Quali
Das Team an erste Stelle zu setzen, ist etwas, das man den Nachwuchsspielern des HCD beibringen möchte. Oftmals ist das ein Spagat, denn da sind individuelle Talente mit ihren Zielen und gleichzeitig die Ziele der Mannschaft. «Das zusammenzubringen ist nicht immer einfach – daher umso erfreulicher, wenn es funktioniert», sagt René Müller. So gelang es schliesslich auch, in einer nicht konstanten Saison die Playoffs zu erreichen und im Viertelfinal den jetzigen Finalisten ZSC zu fordern. Am Ende verlor der die U18 die hart umkämpfte Serie mit 2:3.
Ein Kränzchen für die U21-Elit
Dass es die U21-Elit in dieser Saison noch in die Playoffs schafft, schien lange nicht realistisch. Das Kader war dünn, und vor allem fehlte dem Team lange das Selbstvertrauen. Auch das neu zusammengesetzte Trainerduo mit dem Finnen Joonas Ruosteinen als Headcoach und Félicien Du Bois als Assistent musste sich erst finden. «Sobald sie in Rückstand gerieten, fiel das Team wie ein Kartenhaus zusammen. Bis es irgendwann hat es Klick gemacht hat – zum Glück.» Müller lobt das Team und die Coaches. Es sei nicht selbstverständlich gewesen, es noch in die Playoffs zu schaffen. Dort hätten sie Biel, das nun im Final steht, richtiggehend herausgefordert. «Sie haben wahnsinnig gut gespielt. Anhand der Spielanteile hätten wir ebenso gut gewinnen können. Eine sehr erfreuliche Teamleistung.»
Breite auf den nicht leistungsorientierten Stufen
Unabhängig von den Stufen im Leistungssport sei es gelungen, ein gutes Fundament bezüglich Spieleranzahl und Niveau zu legen, so Müller. «Es ist wichtig und unser Ziel, dass wir von der U9 bis zur U14 gute Grundlagen schaffen und bieten, damit wir die oberen Stufen möglichst mit eigenen Spielern füllen können.» Das gelte für die Jungs ebenso wie für die Mädchen, betont René Müller. «Wir haben einige Talente bei den Mädchen, die ich in ein paar Jahren durchaus in den Reihen der HCD Ladies spielen sehe. Wichtig ist, dass es uns gelingt, die Lücke zwischen der U16 und U18 zu schliessen.» Mit der Zusammenarbeit mit Lenzerheide und einem U16-Topteam sei man auf einem guten Weg – auch für junge Frauen. Denn um als Frau in der U18 noch bei den Jungs mithalten zu können, müsse man ein Ausnahmetalent sein, so Müller.
Mutationen im Staff
In der nächsten Saison stösst Goalie-Trainer Marco Mathis, der ehemals selbst im Davoser Nachwuchs spielte, zum HCD. Er ersetzt Joni Myllykoski, den es zurück in die Heimat zieht. Ebenfalls neu besetzt wird die Stelle des Athletik-Coaches im Nachwuchs.
Foto: Michèle Renggli