Die Saison ist (zum Glück) zu Ende

Mit einem hart umkämpften 3:1-Erfolg hat der HC Davos im fünften Playout-Spiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers den vierten Sieg und damit den Ligaerhalt geschafft. Yannick Frehner brachte die Bündner in den ersten 25 Minuten mit 2:0 in Front. Im Schlussdrittel hatten die Davoser aber noch bange Phasen zu überstehen, ehe Enzo Corvi mit dem 3:1 ins leere Tor die Erlösung gelang.

Der HCD trat mit der gleichen Formation an wie zwei Tage zuvor beim 5:3-Sieg in Rapperswil-Jona. Die Gäste mussten hingegen auf ihren erkrankten Goalie Melvin Nyffeler verzichten, der kurzfristig erst in Davos während des Aufwärmen auf einen Einsatz verzichtete. An seiner Stelle spielte Noël Bader. „Rappis“ Ersatztorhüter bekam gleich viel Arbeit. Luca Hischier knallte den Puck nach 68 Sekunden an den Pfosten. Und nach 2:20 Minuten brachte Yannick Frehner die Bündner in Führung. Von Andres Ambühl lanciert, trickste der 21-jährige Flügelstürmer bei seinem Solovorstoss Bader gekonnt aus. Die zielstrebige Startoffensive der Davoser endete jedoch bereits nach dem ersten Powerplay nach etwa acht Minuten. Danach verhielten sie sich zu passiv – wie bereits in den vorangegangenen Partien in verschiedenen Spielphasen. Das führte dazu, dass die Lakers bis zur ersten Pause gar mehr Torschüsse produzierten (10:9). Zwingende Torchancen erarbeiteten sie sich allerdings keine.

Zielstrebigkeit demonstrierte auf Davoser Seite zumindest einer: Frehner zeichnete auch für das 2:0 verantwortlich. Nachdem Thierry Bader einen gegnerischen Pass abgefangen hatte, lancierte er Frehner steil. Und dieser schoss in der 25. Minute bei seinem Solovorstoss entschlossen ein. In der Folge offenbarte sich Timo Helbling als Provokateur. Die Platzherren liessen jedoch zwei Strafen gegen den Lakers-Verteidiger ungenutzt. Stattdessen wurde er danach vor dem Davoser Tor brenzlig, als die Gäste während 47 Sekunden in doppelter Überzahl anrennen konnten. Nicht nur in dieser Phase glänzte jedoch Gilles Senn in einem letzten Spiel im HCD-Tor mit Paraden. Der von den New Jersey Devils gedraftete Keeper wechselt nach Nordamerika.

Im letzten Drittel wurde es für die Bündner nochmals sehr eng, nachdem Roman Schlagenhauf bereits nach 78 Sekunden einen Schuss von Kevin Clark zum 1:2 abgelenkt hatte. Kurz darauf hatten die Gäste gar die Chance, während 70 Sekunden in doppelter Überzahl den Ausgleich anzupeilten. Die aufopfernd kämpfenden und gut positionierten Davoser hielten sich aber schadlos. Ihrerseits brachten die Platzherren aber während 49 Sekunden mit fünf gegen drei Feldspieler nichts Zählbares zustande. Erst 65 Sekunden vor Spielende erlöste Enzo Corvi die Davoser mit dem 3:1 ins leere Gästetor.

Telegramm: Davos – Rapperswil-Jona Lakers 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)

Vaillant Arena, Davos. – 3480 Zuschauer. - SR Tscherrig/Lemelin, Gnemmi/Fuchs.

Tore: 3. Frehner (Ambühl, Bader) 1:0. 25. Frehner (Bader) 2:0. 42. Schlagenhauf (Clark, Helbling) 2:1. 59. Corvi (Nygren) 3:1.

Strafen 5mal 2 Minuten gegen Davos, 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.

Davos: Senn; Du Bois, Paschoud; Nygren, Heldner; Kundratek, Jung; Stoop; Rödin, Lindgren, Ambühl; Marc Wieser, Corvi, Baumgartner; Pestoni, Aeschlimann, Hischier; Frehner, Bader, Kessler; Egli.

Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Hächler, Maier; Helbling, Parati; Iglesias, Schmuckli; Gähler, Berger; Profico, Knelsen, Casutt; Clark, Schlagenhauf, Schweri; Kristo, Mason, Wellman; Mosimann, Ness, Primeau.

Bemerkungen: Davos ohne Dino Wieser, Sandell (beide verletzt), Lindbäck, Buchli, Portmann und Meyer (alle überzählig). Rapperswil-Jona Lakers ohne Nyffeler (krank) und Gilroy (verletzt).

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