Die Zeit beim HCD ist meine schönste

Mauro Jörg ist erst 27 Jahre alt, und doch hat er am Samstag schon sein 500. Meisterschaftsspiel in der obersten Schweizer Eishockey-Spielklasse bestritten. Der Davoser Flügelstürmer blickt zurück. Er äussert sich natürlich auch spezifisch zur HCD-Doppelrunde vom Wochenende.

Mauro Jörg, am Samstag bestritten Sie in Lugano Ihr 500. Spiel in der Nationalliga A. Was bedeutet Ihnen dieses Jubiläum?

Mauro Jörg: Eigentlich nicht all zu viel. Es ist vielleicht ein bisschen erstaunlich, dass ich die 500er-Marke an diesem Wochenende mit 27 Jahren bereits knacken konnte. Wenn ich zurückblicke, ging alles recht schnell. Ich hoffe aber schon, dass noch einige NLA-Partien dazu kommen werden…

An welches Spiel erinnern Sie sich beim Rückblick am liebsten?

Es ist schwierig, einen bestimmten Match herauszupicken. Die Zeit hier beim HC Davos, zu dem ich im Frühling 2014 wechselte, betrachte ich als meine schönste – so wie es bisher lief und auch jetzt der Fall ist. Ich hoffe, dass das andauern wird.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten NLA-Match?

Erstmals figurierte ich im März 2008 als 17-Jähriger in einem Playout-Spiel zwischen Basel und Lugano auf dem Matchblatt. Ich kam dann aber in jener Partie nicht zum Einsatz. Mein eigentliches NLA-Debüt gab ich mit Lugano in der folgenden Saison in Langnau.

Gibt es einen Treffer, der Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist?

Wie bei vielen Spielern ist es mein erster NLA-Treffer überhaupt. Das war im Herbst 2008 in Bern. Ich spielte damals zum ersten Mal überhaupt in meiner Karriere im imposanten Berner Eisstadion, was mein Tor zusätzlich speziell machte. Und wir gewannen den Match erst noch mit 5:2.

Zurück zur Gegenwart: Gegen die SCL Tigers führte der HCD am Sonntagnachmittag bereits nach 25 Minuten mit 4:1. Weshalb musste ihr Team aber am Schluss noch um die drei Punkte bangen?

In den ersten beiden Dritteln spielen wir gut. Da setzten wir den Gegner konsequent unter Druck, wenn es nötig war. Wir erarbeiteten uns zahlreiche Torchancen, aus denen wir in den ersten 40 Spielminuten mehr als nur vier Tore hätten machen sollen. Im Schlussdrittel verhielten wir uns dann jedoch zu passiv. Dadurch liessen wir die Langnauer überhaupt erst ins Spiel kommen. So machten wir die Partie ungewollt nochmals richtig spannend. Am Schluss brauchten wir gar noch eine Portion Glück. Schade, dass wir es so weit kommen liessen; das wäre nicht nötig gewesen. Aber schlussendlich haben wir die Punkte, und das zählt.

Am Abend zuvor hatte in Lugano die Leistung des HCD gestimmt, nicht aber die Punkteausbeute. Da ging Davos trotz dreimaliger Führung leer aus. Sie erzielten in der Resega das 3:2.

Wir hatten uns vorgenommen, in der Wochenend-Doppelrunde sechs Punkte zu holen. In Lugano fehlte dann in einem wie immer gegen die Tessiner guten Match wirklich sehr wenig zum Sieg. Nach unserer 3:2-Führung hätten wir vielleicht etwas konsequenter einen vierten Treffer anstreben sollen.

Am Dienstagabend folgt nun das Auswärtsspiel bei Genf-Servette. Was erwarten Sie von dieser Partie.

Die nächsten Spiele werden alle für uns sehr wichtig. Wir wollen unseren Platz in der Spitzengruppe der Tabelle behaupten. Gegen Servette werden wir alles tun, um unser Punktekonto zu erhöhten.

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