Die ZSC Lions auf der Suche nach dem Biss

Beim Blockbuster HCD vs ZSC stehen sich zwei Teams gegenüber, die in dieser Saison noch nicht zu konstant guten Leistungen gefunden haben.

Die ZSC Lions mussten am Ende der letzten Saison Wunden lecken, weil sie bereits im Playoff-Viertelfinal in Lugano scheiterten. Schon im Jahr zuvor waren sie in der ersten Playoff-Runde gescheitert. Das sind zweifellos nicht Ansprüche für einen Klub mit einem Kader, dem auch in der laufenden Meisterschaft der Titelgewinn zugetraut wird.

In dieser Saison sind die ZSC Lions bisher noch nicht wie erwartet auf Touren gekommen. Das will aber nichts bedeuten. Die Meisterschaft ist noch lang. Wie dem HCD fehlt es den Zürchern noch an Konstanz – und zwar ebenfalls gar innerhalb von einzelnen Spielen. Und wie Davos haben auch die ZSC Lions diese Woche in der Champions League auswärts verloren – mit 1:2 nach Verlängerung in Klagenfurt. Im Gegensatz zum HCD haben die Lions dennoch Chancen auf den Vorstoss in die Achtelfinals.

In den letzten Spielen fanden die ZSC Lions zu defensiver Stabilität. Nachdem sie in den ersten sieben Meisterschaftsspielen 24 Gegentreffer kassiert hatten, liessen sie in den letzten drei Punktepartien nur noch drei Gegentore zu. Prompt holten sie aus diesen drei Begegnungen sieben Punkte. Torhüter Lukas Flüeler sicherte sich beim 3:0 gegen Kloten seinen ersten Shutout seit dem 11. September 2015. Er ist auf dem besten Weg, seinen Stammplatz zurück zu erkämpfen, den er zwischenzeitlich an Niklas Schlegel verloren hatte.

Zu den Trümpfen der ZSC Lions gehören auch die beiden neu verpflichteten Ausländer. Der 34-jährige Verteidiger Kevin Klein spielt seine grosse Erfahrung aus, die er in 700 NHL-Partien für Nashville und die New York Rangers gesammelt hat. Bei den Lions zeichnet sich der Kanadier auch als treffsicherer Schütze im Powerplay aus. Der zweite Neue, Fredrik Pettersson, stellte seine Goalgetterqualitäten schon von 2013 bis 2016 bei Lugano unter Beweis.

Vorgängig zum Heimspiel gegen die ZSC Lions spielt der HCD am Freitagabend in Biel. Dabei wird Beat Forster erstmals in den Farben der Seeländer gegen seine langjährigen Davoser Teamgefährten antreten. Vor der Doppelrunde vom Wochenende weisen sowohl Biel als auch die ZSC Lions je einen Punkt mehr auf als der HCD.

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