Doppelte Arbeit für die besten Elite-A-Junioren

Die besten Elite-Junioren des HC Davos erhalten zurzeit sehr viel Spielpraxis. Mit ihrem Nachwuchsteam gewannen sie am Freitagabend das entscheidende fünfte Playoff-Viertelfinalspiel gegen Biel zuhause mit 7:3. Parallel füllen sie zurzeit die verletzungsbedingten Lücken in der ersten Mannschaft des HCD.

Die verkorkste Saison des HC Davos in der National League hat auch Auswirkungen auf die Nachwuchsabteilung des Klubs. Nach dem Rücktritt von Arno Del Curto rückte Michel Riesen, bis dahin Headcoach bei den Elite-A-Junioren, Ende November in die erste Mannschaft vor – zunächst als Interimstrainer des Fanionteams und nach der Verpflichtung von Harijs Witolinsch als dessen Assistent. An Riesens Stelle bei den Davoser Elite-Junioren amtiert seither Jakub Volek. Der 39-jährige Tscheche spricht von einer „coolen Herausforderung“. Allerdings sei es grundsätzlich nicht einfach, wenn man eine Mannschaft mitten in einer Saison übernehme, bemerkt er. „Die Jungs machten es aber super; sie zogen von Anfang an mit. So macht es seit der ersten Minute Spass“, stellt er fest. Für Volek war es vorteilhaft, dass er kein Neuland betreten musste. Er hatte die Davoser Elite-Junioren bereits von 2009 bis 2012 als Headcoach geführt. „Ich wusste deshalb, was auf mich zukommen würde und konnte mich recht schnell darauf einstellen“, so Volek. Zuletzt zeichnete er seit 2016 für die Mini Top des Traditionsklubs verantwortlich.

 

Playoff-Serie gegen Biel gekehrt

Die HCD-Elite-Junioren beendeten die Qualifikation auf dem vierten Platz. In Playoff-Viertelfinal trafen sie auf das fünfplatzierte Biel. Nach einem 5:2-Heimsieg zum Auftakt verloren das Team von Volek die beiden nächsten Partien mit 2:3 in Biel und 4:8 in Davos. Danach gelang es den HCD-Junioren, die Serie mit einem 5:3-Auswärtserfolg und einem klaren 7:3-Heimtriumph zu kehren. Im Nachhinein spricht Volek von einem sehr ausgeglichenen Duell, „was auch logisch war, spielte doch der Vierte gegen den Fünften. Biel war der erwartet hartnäckige, gut aufgestellte Gegner mit einem guten Spielsystem. Vor dem fünften Spiel sagten wir uns, dass wir kämpfen müssen und auf dem Eis Spass haben und die richtigen Entscheiden treffen wollen. Das gelang uns, dafür würden wir belohnt.“

 

Zehn Elite-Junioren mit Einsätzen im Fanionteam

Nicht weniger als zehn Spieler der HCD-Elite-Junioren – die Verteidiger Lucas Bachofner (19), Davyd Barandun (19), Oliver Heinen (18), Julian Payr (18) sowie die Stürmer Benjamin Baumgarnter (18), Mischa Bleiker (19), Lorenzo Glarner (19), Tim Lutz (18), Fadri Riatsch (19) und Gian-Marco Wetter (18) – kamen in der laufenden Meisterschaft auch schon in der ersten Mannschaft in der National League zum Einsatz. Diese Durchlässigkeit zwingt natürlich Volek immer wieder zu Umstellungen in seinen Formationen. Der Tscheche freut sich allerdings, wenn seine Schützlinge Spielpraxis bei den „Grossen“ erhalten. „Es ist immer cool, wenn ein Nachwuchsspieler in der ersten Mannschaft auflaufen kann. Wir arbeiten schliesslich dafür, dass wir Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ins Fanionteam bringen. Ich finde es super, dass Harijs Witolinsch wie übrigens vorher auch schon Arno Del Curto diese einsetzt und dann auch noch ein positives Feedback kommt“, so Volek. Es erfordere natürlich Flexibilität, wenn ihm nicht immer die gleichen Spieler zur Verfügung stehen, bemerkt der Elite-Junioren-Trainer. „Da braucht es einen Plan B oder gar noch Plan C. Ich muss mich entsprechend vorbereiten. Und die Jungs wissen es; sie machen gut mit.“

 

Im Playoff-Halbfinal gegen Servette

In den Playoff-Halbfinal starteten die HCD-Elite-Junioren am Sonntagnachmittag mit einer 1:6-Auswärtsniederlage gegen Servette. Sieben der 21 in Genf eingesetzten Davoser Spieler standen diese Saison bereits im Fanionteam im Einsatz – Mischa Bleiker, Tim Lutz und Fadri Riatsch gar noch am Samstagabend gegen die Rapperswil-Jona Lakers. Zum zweiten Playoff-Halbfinalspiel empfangen die Davoser Elite-Junioren Servette am Mittwochabend um 20.15 Uhr in der Vaillant Arena. „Wir wollen noch möglichst weit kommen. Aber wir nehmen Schritt für Schritt“, sagt Volek. Der nächste soll ein Heimsieg gegen die Genfer werden.