Drei hart erkämpfte Punkte gegen Biel | Hockey Club Davos

News - Drei hart erkämpfte Punkte gegen Biel

Der HCD hat am Freitagabend den EHC Biel zuhause mit 3:2 besiegt. Nach 100 Sekunden führten die Bündner dank Toren von Fabrice Herzog und Magnus Nygren bereits mit 2:0. Das 3:2 erzielte Samuel Guerra zu Beginn des Schlussdrittels. Mit totalem Einsatz und einem ausgezeichneten Sandro Aeschlimann im Tor brachten die Davoser den Vorsprung über die Zeit.

Beim HCD kehrten für den Biel-Match Aaron Palushaj, der seit Ende Oktober verletzungsbedingt pausiert hatte, sowie Fabrice Herzog nach seinen beiden abgesessenen Spielsperren ins Team zurück. Mit Sven Jung, Lorenz Kienzle und Félicien Du Bois fehlten hingegen gleich drei Stammverteidiger, so dass der HCD nur mit sechs Abwehrspielern antrat. Eine spezielle Konstellation ergab sich bei den Gästen, die ihr erstes Spiel nach einer zehntägigen Quarantäne bestritten. Headcoach Lars Leuenberger musste wegen akuten Nierensteinbeschwerden auf die Reise nach Davos verzichten. An seiner Stelle coachten Assistent Anders Olsson und Videocoach Thomas Zamboni die Mannschaft. Olsson hatte von 2015 bis 2017 vor seinem Wechsel zu Biel die U20-Mannschaft des HCD geführt. Bei Biel fehlten in Davos unter anderen Joren van Pottelberghe und  Beat Forster. Beide fühlte sich nach der Isolation noch nicht fit genug für einen Ernstkampf.

Der HCD startete hervorragend in die Partie. Nach nur 43 Sekunden schoss Herzog die Davoser nach einem idealen Querpass in Führung. 57 Sekunden später erhöhte Magnus Nygren im ersten Powerplay den Vorsprung. Die Überzahlphase dauerte nur 14 Sekunden bis zum präzisen Hammer des Schweden. Die Bieler erholten sich allerdings rasch von diesem Startschock. Hatte das Schussverhältnis nach vier Spielminuten 5:0 für die Platzherren gelautet, so führten die Gäste nach dem ersten Drittel in dieser Statistik mit 12:10. Mit Glück verkürzte der Ex-Davoser Tino Kessler mit seinem ersten Saisontreffer für seinen neuen Klub den Rückstand. Er lenkte den Puck mit der linken Hand ins Tor. Die Schiedsrichter anerkannten den Treffer nach Videokonsultation (8.). Dann zeigten die Gäste, dass auch sie das Powerplay beherrschen. Während einer Zweiminutenstrafe gegen Benjamin Baumgartner, der den Puck über die Abschrankung spediert hatte, schloss Marc-Antoine Pouliot eine Kombination mit einem Ablenker zum 2:2 ab (15.).

Im Mittelabschnitt konzentrierten sich beide Mannschaften primär auf eine solide Defensivarbeit. Aus dieser Konstellation ergaben sich beidseits nur wenige zwingende Torchancen. Bange Momente hatten die Davoser in der Schlussphase während vier Minuten in Unterzahl zu überstehen, nachdem Teemu Turunen mit seinem Stock Luca Cunti unglücklich im Gesicht getroffen hatte. Mit einem starken Goalie Sandro Aeschlimann im Rücken hielten sich die Bündner schadlos.

Das dritte Drittel lancierte Samuel Guerra mit dem dritten Davoser Treffer nach nur 30 Sekunden (41.). Das Zuspiel kam von Herzog. Dass die Bieler in der Folge drückten, war logisch. Die Platzherren liessen mit viel Aufmerksamkeit und Disziplin in der Defensive aber keine Panik aufkommen. Sie konnten zudem auf einen ausgezeichneten Sandro Aeschlimann im Tor zählen, der in der ganzen Partie 34 Schüsse abwehrte. Mit totalem Einsatz hielten die Bündner auch in den letzten 93 Sekunden dicht, als die Gäste nach einer Strafe gegen Joe Thornton mit sechs Feldspielern vergeblich den Ausgleich anstreben.

Bereits am Sonntagnachmittag bestreitet der HCD sein nächstes Heimspiel. Um 15.45 Uhr gastiert Fribourg-Gottéron im Davos Eisstadion. Wollen die Davoser auch in dieser Partie punkten, tun sie gut daran, nicht mehr sechs kleine Strafen wie gegen Biel zu kassieren.

Text: HCD-Onlienredaktion Foto: Maurice Parrée

hart erkämpfte

11.12.2020 22:20