Drei HCD-Treffer innert 282 Sekunden

Der HC Davos ist zwar auch gegen die SCL Tigers früh in Rückstand geraten. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Meisterschaftspartien setzten die Bündner jedoch zu einer sofortigen Korrektur mit drei Toren innert 282 Sekunden an. Die Davoser verdienten sich den 5:1-Sieg mit einem kampfstarken, aber auch konzentrierten Auftritt.

Der HCD stieg forsch und dominant in die Partie. Den ersten Treffer erzielten dennoch die Gäste. Im ersten Powerplay lenkte Aaron Gagnon einen Weitschuss von Chris DiDomenico für Gilles Senn unhaltbar ins Tornetz (6.) Die Davoser reagierten aber prompt. Nur 19 Sekunden später krönte Enzo Corvi einen Alleingang mit dem Ausgleichstreffer, nachdem er von Marc Wieser ideal lanciert worden war. Die Entschlossenheit der Platzherren demonstrierte keine zwei Minuten später Tino Kessler. Der 22-jährige Flügelstürmer setzte sich gegen zwei Langnauer durch, worauf er sofort zum 2:1 einschoss. Sichtlich beflügelt spielten die Platzherren weiterhin zielstrebig. Von Andres Ambühl mit einem präzisen Steilpass bedient, erhöhte Marc Wieser den Vorsprung (11.). So effizient waren die Davoser in dieser Saison noch nie aufgetreten, obwohl Coach Harijs Witolinsch Topskorer Inti Pestoni als überzähligen Stürmer auf die Tribüne verbannt hatte. Für ihre ersten drei Treffer benötigten die Platzherren nur 282 Spielsekunden. Und es wäre fast noch besser gekommen. Die Refs annullierten jedoch einen Tor von Ambühl nach einer Coaches Challenge und Videokonsultation wegen eines vorangegangenen Offside des Torschützen.

Im Mitteldrittel betrieben die Davoser ihr Forechecking etwas weniger intensiv. Aufgrund ihres konzentrierten Auftritts hatten sie die Emmentaler dennoch gut im Griff. Die Gäste brachten im Mittelabschnitt nur gerade fünf Schüsse aufs Davoser Tor, und diese waren bei Senn sicher aufgehoben. Die Bündner besassen deutliche Spielvorteile. Und mehrmals brannte es lichterloh vor Tigers-Goalie Damiano Ciaccio. Das 4:1 erzielte Anton Rödin jedoch nicht nach einer zwingenden Kombination. Der Schwede traf mit einem platzierten Hocheckschuss aus der Drehung heraus (36.).

Zu Beginn des Schlussabschnitts verpasste Flurin Randegger in einer von ganz wenigen Szenen, in denen die Davoser einen Angreifer im Slot „vergessen“ hatten, das zweite Langnauer Tor, als er direkt auf Senn schoss. Besser machte es auf der Gegenseite Dario Meyer. Der HCD-Flügelstürmer fing einen (Fehl-)Pass von Anthony Huguenin ab, worauf er souverän zum 5:1 einschoss. In der Schlussphase wurde es zwar noch etwas hektisch vor dem Davoser Tor, am Resultat änderte sich aber nichts mehr. Und Senn beendete die Partie bei 34 abgewehrten Schüssen mit der Abwehrquote von 97,14 Prozent.

Davos – SCL Tigers 5:1 (3:1, 1:0, 1:0)

Vaillant Arena, Davos. – 4585 Zuschauer. _ SR DiPietro/Hebeisen, Obwegeser/Wolf.

Tore: 6. (5:51) Gagnon (DiDomenico, Huguenin/Ausschluss Buchli) 0:1. 7. (6:10) Corvi (Marc Wieser, Ambühl) 1:1. 9. Kessler (Kundratek) 2:1. 11. Marc Wieser (Ambühl, Heinen) 3:1. 36. Rödin (Kundratek, Hischier) 4:1. 45. Meyer 5:1.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, 1mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.

Davos: Senn; Du Bois, Heinen; Kundratek, Buchli; Barandun, Heldner; Payr; Marc Wieser, Corvi, Ambühl; Hischier, Lindgren, Rödin; Frehner, Bader, Meyer; Kessler, Aeschlimann, Egli; Baumgartner.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Kindschi; Elo, Gagnon, Dostoinow; Kuonen, Pascal Berger, Pesonen; DiDomenico, Diem, Neukom; Rüegsegger, Randegger, Nils Berger; Gerber.

Bemerkungen: Davos ohne Nygren, Paschoud, Sandell, Stoop, Dino Wieser (alle verletzt), Lindbäck (krank), Pestoni (überzählig), Jung (gesperrt), Weder, Portmann (beide Ticino Rockets) und van Pottelberghe (Kloten). SCL Tigers ohne Blaser, Gustafsson, Punnenovs (alle verletzt) und Johansson (überzähliger Ausländer). – Beim HCD der 17-jährige Novizen-A-Goalie Patric Huber als Ersatztorhüter. – Pfostenschüsse: Meyer (47.); Gagnon (57.).

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