Drei Treffer innert 99 Sekunden im Startdrittel

Der HC Davos hat im vierten Spiel in der Platzierungsrunde seinen ersten Sieg errungen. Die Basis zum 6:1-Erfolg gegen die ersatzgeschwächten ZSC Lions legten die im Startdrittel entschlossenen Bündner mit drei Treffern innert 99 Sekunden. Je drei Skorerpunkte liessen sich der zweifache Torschütze Benjamin Baumgartner und Andres Ambühl notieren.

Beim HCD gab es mit Blick auf die lange Absenzenliste wenigstens eine positive Nachricht: Claude Paschoud gab nach viermonatiger Verletzungspause sein Comeback. Noch mehr Stammspieler als bei Davos fehlten bei den Gästen. Im Gegensatz zum Match vom vergangenen Samstag, den der HCD im Zürcher Hallenstadion gegen die Lions aufgrund eines schlechten Startdrittels mit 2:3 verloren hatte, starteten die Bündner diesmal wesentlich besser. Und vor allem demonstrierten sie zu Beginn Entschlossenheit im Abschluss. Innert 99 Sekunden zogen sie auf 3:0 davon. Zunächst fackelte Benjamin Baumgartner nach einem Zuspiel von Andres Ambühl nicht lange. (7.). Dann schlenzte Marc Aeschlimann nach einem Schuss von Fabian Heldner beim Abpraller den Puck mit dem Bein ins Tornetz. Und nach einem von Enzo Corvi gewonnenen Bully drückte Dario Meyer sofort zum 3:0 ab.

Im Mitteldrittel traten die Davoser nicht mehr mit dem selben Schwung und der gleichen Zielstrebigkeit auf. Die Zuschauer durften sich aber über zwei weitere schön herausgespielte Tore freuen. Beim 4:0 nutzte Ambühl einen präzisen Steilpass zu einem erfolgreichen Solovorstoss (26.). Und das 5:1 schloss Baumgartner eine sehenswerte Kombination von Anton Rödin über Ambühl erfolgreich ab (35.). Spielen und spielen lassen lautete das Motto auch im Schlussdrittel. Die fünfte Powerplay-Gelegenheit nutzte Corvi mit einem präzisen Schuss zum 6:1-Endresultat (55.).

Der Sieg und die sechs zwingend herausgespielten Tore gegen die ersatzgeschwächte, junge ZSC-Mannschaft kamen für den HCD eine Woche vor Beginn des Playouts gerade zum richtigen Zeitpunkt. In der Defensive konnten die Davoser allerdings diverse Lücken im Positionsspiel nicht kaschieren. Und auch im Powerplay besteht noch Steigerungspotenzial. Gelegenheit daran zu feilen erhält der HCD bereits am Donnerstagabend im nächsten Heimspiel gegen Fribourg-Gottéron (Beginn 20 Uhr).

Telegramm: Davos – ZSC Lions 6:1 (3:0, 2:1, 1:0)

Vaillant Arena, Davos. – 3029 Zuschauer. – SR Mollard/Ströbel, Duarte/Wolf.

Tore: 7. (6:56) Baumgartner (Ambühl, Jung) 1:0. 8. (7:39) Aeschlimann (Heldner, Pestoni) 2:0. 9. (8:35) Meyer (Corvi) 3:0. 26. Ambühl (4:0. 29. Phil Baltisberger (Hayes, Klein) 4:1. 35. Baumgartner (Ambühl, Rödin) 5:1. 55. Corvi (Baumgartner, Pestoni) 6:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.

Davos: Lindbäck; Du Bois, Paschoud; Nygren, Buchli; Heldner, Jung;Barandun, Stoop; Rödin, Baumgartner, Ambühl; Marc Wieser, Corvi, Meyer; Pestoni, Aeschlimann, Bader; Frehner, Glarner, Kessler.

ZSC Lions: Schlegel; Klein Phil Baltisberger; Geiger, Berni; Karrer, Marti; Braun; Hayes, Suter, Cervenka; Miranda, Prassl, Herzog; Suter, Schäppi, Brüschweiler; Riedi, Sigrist, Hinterkircher.

Bemerkungen: Davos ohne Egli, Hischier, Kundratek, Portmann, Sandell, Dino Wieser, van Pottelberghe (alle verletzt), Lindgren (krank). ZSC Lions ohne Bachofner, Backman, Chris Baltisberger, Blindenbacher, Bodenmann, Flüeler, Geering, Hollenstein, Nilsson, Pettersson, Sutter, Wick (alle verletzt), Noreau (Vaterfreuden) und Moore (beide abwesend). – Timeout ZSC Lions (9.). – Lattenschüsse Meyer (17.) und Aeschlimann (52.)..

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