Drei weitere Punkte mit einer abgeklärten Leistung

Dank einer klaren Leistungssteigerung im Vergleich zum 3:2-Erfolg am Sonntag gegen die Rapperswil-Jona Lakers besiegte der HC Davos am Dienstagabend Genf-Servette verdient mit 2:1. Aaron Palushaj und Sven Jung trafen für die Bündner. Viel Sicherheit strahlte Joren van Pottelberghe im Davoser Tor aus.

Beim HCD ist die Verletztenliste mittlerweile so lang, dass er nicht einmal mehr 20 Feldspieler aufs Matchblatt brachte. Neu fehlte Félicien Du Bois wegen einer Bauchmuskelverletzung; er dürfte etwa drei Wochen ausfallen. Die gesunden Davoser Spieler gefielen indes mit einem engagierten, kampfbetonten Auftritt. Sie stiegen entschlossen in die Zweikämpfe und zeigten eine grosse Laufbereitschaft. Fabrice Herzog lancierte die Parte bereits nach 38 Sekunden mit einem Pfostenschuss. Weil auch die Genfer zielstrebig nach vorne spielten, entwickelte sich eine gefällige Partie. Trotz des Offensivdrangs blieben zunächst zwingende Torchancen Mangelware, weil sich beide Abwehrreihen diszipliniert verhielten. Den schönsten Angriff im Startdrittel, ausgelöst von Lorenz Kienzle und weitergeleitet von Mattias Tedenby, schloss Aaron Palushaj mit einem präzisen Schuss von der Seite mit dem Davoser Führungstreffer ab.

Wesentlich verbessert präsentierten sich die Bündner im Boxplay. Sie verhielten sich Unterzahl nicht mehr so passiv wie in zahlreichen vorangegangenen Spielen und überstanden die drei ersten Ausschlüsse schadlos. Kaum von der Strafbank zurückkehrt, erhöhte Sven Jung nach einem Pass von Marc Wieser den Vorsprung (29.). Vor Jungs Strafe hatte Tedenby den Puck an den Pfosten geknallt. Und wenige Sekunden vor der zweiten Pause sah auch Marc Wieser den Puck von der Torumrandung zurückprallen.

Im Schlussdrittel kontrollierten die Platzherren die Partie lange recht sicher mit einer guten Mischung aus Puckkontrolle und Angriffsspiel. Mehrmals verpassten sie dabei den dritten Treffer nur knapp. Ihr viertes Powerplay nutzten die Genfer durch Deniss Smirnows dann knapp fünf Minuten vor Spielende zum Anschlusstreffer. Die Davoser bewahrten danach jedoch Ruhe. 50 Sekunden vor Schluss beklagten sie ihren vierten Pfostenschuss in dieser Partie, als Ambühl das verlassene Servette-Tor haarscharf verfehlte. Zu Recht wurde Joren van Pottelberghe nach Spielschluss als bester Davoser Akteur ausgezeichnet. Der Davoser Keeper strahlte Ruhe und Sicherheit aus. Zudem wurde er von seinen Vorderleuten bei Abprallern wirkungsvoll unterstützt.

Davos – Genève-Servette 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)

Eisstadion Davos. – 3932 Zuschauer. – SR Wiegand/Stricker, Bürgi/Ambrosetti.

Tore: 5. Palushaj (Tedenby, Kienzle) 1:0. 29. Jung (Marc Wieser, Nygren) 2:0. 56. Smirnovs (Tömmernes, Fehr/Ausschluss Herzog) 2:1.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.

Davos: Van Pottelberghe; Nygren, Jung; Kienzle, Stoop; Heinen, Guerra; Barandun; Ambühl, Marc Aeschlimann, Herzog; Marc Wieser, Lindgren, Hischier; Palushaj, Meyer, Tedenby; Kessler, Egli, Frehner.

Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Völlmin, Le Coultre; Mercier; Miranda, Fehr, Winnik; Wingels, Smirnovs, Rod; Kast, Richard, Patry; Wick, Berthon, Douay; Maillard.

Bemerkungen: Davos ohne Dino Wieser, Du Bois, Corvi, Paschoud, Bader und Baumgartner (alle verletzt), Servette ohne Riat, Fritsche und Bozon (alle verletzt). – Pfostenschüsse: 1. (0:38) Herzog. 24. Tedenby. 40. Marc Wieser. 60. Ambühl. – Servette ab 58:33 ohne Torhüter.

 

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