Effizienter HCD – zumindest im Startdrittel

Die Basis zu seinem verdienten 4:1-Sieg über Genf-Servette legte der HCD am Dienstagabend bereits in den ersten 17 Spielminuten mit drei Treffern. Am Schluss fehlten Torhüter Gilles Senn 87 Sekunden zu seinem ersten Saison-Shutout.

Der HCD sorgte in seinem zweiten Meisterschaftsspiel früh für klare Verhältnisse. Bereits nach dem Startdrittel führten die Bündner mit 3:0. Sie betrieben zu Beginn ein energisches Forechecking und kamen damit immer wieder in Scheibenbesitz. Den Genfern hingegen gelang in den ersten 20 Spielminuten kaum einmal eine gute Angriffsauslösung. Enzo Corvi, der am letzten Samstag in Ambri den späten Siegtreffer zum 2:1 erzielt hatte, brachte diesmal sein Team nach einer schönen Kombination von Marc Wieser über Andres Ambühl bereits nach 229 Sekunden in Führung. Samuel Walser erhöhte den Vorsprung nach Zuspiel von Dino Wieser (13.). Und Dario Simion lenkte in der 17. Minute einen Schuss von Magnus Nygren unhaltbar zum 3:0 ins Genfer Tor. Das Team von Arno Del Curto gefiel für einmal mit einer guten Chancenauswertung, resultierten die drei Treffer doch aus nur zehn Schüssen aufs gegnerische Gehäuse im Startdrittel. Die Gäste ihrerseits kamen erst eineinhalb Minuten vor der ersten Pause durch Kevin Romy zu ihrer ersten nennenswerten Torchance.

Im dritten Davoser Powerplay schoss Robert Kousal in der 25. Minute an Gauthier Descloux, der ab dem zweiten Drittel an Stelle von Christophe Bays das Genfer Tor hütete, vorbei zum 4:0 ein. Nichtsdestotrotz konnten die Bündner auch im dritten Meisterschaftsspiel in Überzahlphasen nicht überzeugen. Wie in den vorangegangenen beiden Partien liessen sie erneut eine lange Phase mit fünf gegen drei Feldspieler ungenutzt, diesmal während 87 Sekunden. Nachdem die Platzherren das erste Drittel mit zahlreichen schnellen Kombinationen geprägt hatten, harzte der Spielfluss im Mittelabschnitt bei beiden Mannschaften – nicht zuletzt auch wegen nicht weniger als sechs kleinen Strafen (je drei).

Das Gestocher hielt über weite Strecken auch im dritten Drittel an. Den Davosern mangelte es in Anbetracht ihres deutlichen Vorsprungs an Zielstrebigkeit und Entschlossenheit, während die Gäste offensichtlich nicht mehr an eine Wende glaubten. Am meisten Gas gab Arno Del Curto an der Bande. Dem HCD-Coach gefiel die Gangart seiner Schützlinge ganz offensichtlich nicht. Die beste Chance der Davoser vergab Ambühl; Descloux parierte seinen Schuss mirakulös. Positiv war insgesamt das Boxplay des HCD; er überstand die ganzen zehn Minuten in Unterzahl schadlos. Und hervorzuheben gilt es die ausgezeichnete Leistung von Gilles Senn. Erst 87 Sekunden vor Spielende vermasselte Cody Almond den ersten Saison-Shutout des 21-jährigen HCD-Torhüters.

Telegramm: Davos – Servette 4:1 (3:0, 1:0, 0:1)

Vaillant Arena. – 3348 Zuschauer. – SR Oggier/Vinnerborg, Kaderli/Kovacs.

Tore: 4. Corvi (Ambühl, M. Wieser) 1:0, 13. Walser (D. Wieser) 2:0, 17. Simion (Nygren, Little) 3:0, 25. Kousal (Nygren, Lindgren, Ausschluss Bezina) 4:0, 59. Almond (Spaling, Schweri) 1:4.

Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Davos, 6-mal 2 Minuten gegen Servette.

Davos: Senn; Du Bois, Kindschi; Nygren, Jung; Heldner, Paschoud; Forrer, Grossniklaus; Marc Wieser, Corvi, Ambühl; Simion, Lindgren, Little; Sciaroni, Walser, Dino Wieser; Egli, Kousal, Jörg.

Servette: Bays (ab 21. Descloux; Jacquemet, Fransson; Loeffel, Tömmernes; Weisskopf, Mercier; Traber, Richard, Almond; Riat, Romy, Spaling; Wick, Hasani, Simek; Rubin, Maillard, Holdener; Schweri.

Bemerkungen: Davos ohne Kessler, Schneeberger (beide verletzt), Aeschlimann, Eggenberger, Portmann (alle überzählig). Servette ohne Gerbe (krank), Impose, Mayer, Antonietti (alle verletzt), Vukovic (gesperrt) und Rod (im Prospect Camp der San Jose Sharks). – 45. Descloux hält Penalty von Ambühl.

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