Ein grosses Wochenende für Andres Ambühl

Andres Ambühl hat die letzten Auftritte des HCD geprägt. Am Freitagabend wurde der 36-Jährige für 1000 Partien in der obersten Schweizer Spielklasse geehrt. Anschliessend steuerte er zwei Assists zum 5:2-Heimsieg gegen Biel bei. Und am Sonntag schoss der HCD-Captain sein Team beim 2:1-Erfolg nach Penaltyschiessen im Cup gegen Lugano eine Runde weiter.

Auch mit 36 Jahren, nach 1000 Spielen in der Nationalliga A beziehungsweise der National League, 15 Weltmeisterschaften und vier Olympischen Winterspielen gehört Andres Ambühl weiterhin zu den besten Schweizer Stürmern. Hätte es noch eines Beweises bedurft, so lieferte ihn der HCD-Captain am Sonntagnachmittag auf eindrückliche Art. Ambühl war im Achtelfinal des Schweizer Cups gegen Lugano der überragende Spieler auf dem Eis. Auf schlitzohrige Art glich er in der 37. Minute zum 1:1 aus: Von weit aussen praktisch auf der verlängerten Torlinie schoss er den Puck an den Rücken von Luganos Torhüter Sandro Zurkirchen, von wo die Scheibe ins Tor abprallte. Im finalen Penaltyschiessen düpierte Ambühl gleich als erster Schütze Zurkirchen mit einer Finte, worauf er den Puck ins Tornetz hob. Da sonst bei den ersten je fünf Penaltys nur noch Luganos Luca Fazzini erfolgreich war, ging auch die Kurzentscheidung in die Verlängerung. Im gegensatz zu Fazzini, der beim zweiten Versuch an Sandro Aeschlimann scheiterte, versetzte Ambühl Zurkirchen erneut, was gleichbedeutend mit der Entscheidung zugunsten der Platzherren war.

Second Star Sandro Aeschlimann

Sandro Aeschlimann entpuppte sich mit seinen Paraden als zweiter Matchwinner für den HCD. Der ausgezeichnete Davoser Torhüter parierte im Penaltyschiessen fünf gegnerische Versuche. Während der vorangegangenen 65 Spielminuten war er zwar relativ wenig beschäftigt gewesen, doch auch da war auf ihn Verlass. Machtlos war Aeschlimann bei Luganos Führungstreffer, weil Dario Bürgler einen Schuss von Sandro Bertaggia unhaltbar ablenkte (8.). Aufgrund ihrer klaren Spielvorteile und eines deutlichen Chancenplus hätten die Davoser die Partie eigentlich bereits in der regulären Spielzeit für sich entscheiden müssen. Sie scheiterten jedoch regelmässig am starken Zurkirchen. Nichts Zählbares resultierte auch in fünf eigentlich guten Powerplay-Phasen. Pech hatte Benjamin Baumgartner mit einem Pfostenschuss in der Verlängerung.

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