Ein Treffer beim Ambri-Jubiläum ist für mich speziell

Ausgerechnet Gregory Sciaroni, der bis zu seinem Wechsel 2009 zum HCD beim HC Ambri-Piotta aufwuchs, erzielte am Samstag beim Jubiläum der Tessiner das Davoser 1:0. Der 28-jährige Flügelstürmer analysiert im Interview das erste Meisterschafts-Wochenende.

Gregory Sciaroni, ein hart erkämpfter 2:1-Sieg in Ambri!

Gregory Sciaroni: In der Tat. Wir begannen die Partie druckvoll und gaben viel Gas. Aber im Mitteldrittel kamen wir von unserem schnellen, gradlinigen Spiel etwas ab. Wir liefen nicht mehr so gut und kassierten erst noch drei kleine Strafen. Wenigstens reagierten wir auf den Gegentreffer gut. So kamen wir doch noch zu drei Punkten.

Der HC Ambri-Piotta feierte am Samstagabend seinen 80. Geburtstag. Ausgerechnet Sie, ein ehemaliger Ambri-Zögling, spielten aber mit ihrem frühen Führungstreffer nach nur 222 Sekunden den Partykiller.

Ich stürme nun schon seit Sommer 2009 für den HCD und habe seither schon oft gegen meinen früheren Klub gespielt. Dass ich aber ausgerechnet beim Jubiläum des HC Ambri-Piotta ein Tor erzielen konnte, war schon speziell. Wichtig sind aber die drei Punkte. Schliesslich starteten wir am Freitag mit der Penalty-Niederlage gegen Zug nicht optimal in dieses Wochenende. Wir stehen am Anfang der Meisterschaft, müssen weiter hart trainieren und uns verbessern.

Wie erlebten Sie am Freitagabend das Heimspiel gegen Zug?

Eigentlich zeigten wir gegen Zug insgesamt den besseren Match als in Ambri. Wir waren aktiver und setzten den Gegner vor allem im Mittelabschnitt enorm unter Druck. Aber wir spielten dabei zu viel in den Ecken und schafften es nicht, genügend direkten Zug aufs Tor zu entwickeln. Gleichwohl hat man gesehen, dass wir gefährlich sein können, wenn wir aggressiv forechecken und Druck aufs Tor ausüben.

Die grösste Davoser Schwäche war in beiden Partien das Davoser Powerplay. Gegen Zug verpasste der HCD im Schlussdrittel während mehr als zwei Minuten in doppelter Überzahl das wohl entscheidende 3:2. Und auch in Ambri konnte ihr Team unmittelbar vor dem Ausgleich während 92 Sekunden mit fünf gegen drei Feldspieler das 2:0 anstreben. Stattdessen kreierte der HCD in diesen Phasen kaum richtige Torchancen!

Das war leider so. Aus solchen Situationen müssen wir zweifellos mehr Kapital schlagen. In den ersten beiden Powerplays erspielten wir uns gegen Zug gute Einschussmöglichkeiten. Nachher passte in Überzahl bei uns immer weniger zusammen. Wir trainieren das Powerplay. Ich bin zuversichtlich, dass es bald besser klappen wird.

Am Dienstagabend folgt bereits die dritte Meisterschaftspartie. Was erwarten Sie im Heimspiel gegen Genf-Servette?

Ich weiss nicht genau, wie Servette jetzt unter dem neuen Trainer Craig Woodcroft spielt. Aber die Genfer sind bekannt für ihre aggressive Spielweise. Daran dürfte sich wenig geändert haben. Und Fakt ist, dass Servette eine starke Mannschaft stellt. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrierten und 60 Minuten Vollgas geben.

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