Eine harte Auseinandersetzung ist zu erwarten

Am Sonntagnachmittag empfängt der HC Davos um 15.45 Uhr Genf-Servette in der Vaillant Arena. Die Romands haben in der laufenden Meisterschaft bisher von allen Teams in der National League am wenigsten Tore erzielt.

Bereits zum vierten Mal treffen der HCD und Servette, die beiden in der National League am weitesten entfernten Mannschaften, in der laufenden Saison aufeinander. Bisher gab es lauter Heimsiege. Davos siegte im September in der Vaillant Arena mit 4:1. Servette gelang die Revanche ein Monat später mit einem 3:0-Heimsieg. Zuletzt standen sich die beiden Widersacher vor einer guten Woche im Viertelfinal des Schweizer Cups in Davos gegenüber; dabei setzten sich die Bündner mit 4:1 durch.

Das Servette-Tor hütete im Cupspiel Remo Giovannini. Der gebürtige Davoser durchlief beim HCD die ganze Nachwuchsabteilung und kam in der ersten Mannschaft auch zu sieben NLA-Einsätzen. 2012 wechselte er zu den SCL Tigers und zwei Jahre später zum HC La Chaux-de-Fonds. Die laufende Saison begann der mittlerweile 26-jährige Giovannini in Frankreich bei Bordeaux. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass am Sonntag Robert Mayer, die designierte Nummer 1, zwischen den Pfosten des Genfer Tors stehen wird. Auch er weist eine Bündner Vergangenheit auf, verbrachte er doch einen Teil seiner Kindheit in Haldenstein.

Bei Genf-Servette ist seit dieser Saison der Kanadier Craig Woodcroff als Nachfolger von Chris McSorley als Trainer tätig. Woodcroft war 2015 als Assistenztrainer von Geoff Ward mit den Adler Mannheim Deutscher Meister geworden. Letzte Saison trainierte er in der Kontinental Hockey League (KHL) Dinamo Minsk; gleichzeitig amtete er als Assistenzcoach der weissrussischen Nationalmannschaft.

Servette ist zurzeit in der National League in den Strichkampf involviert. Das grösste Problem scheint die mangelnde Torproduktion. In ihren ersten 25 Meisterschaftsspielen erzielten die Genfer erst 58 Tore – am wenigsten in der ganzen Liga. Sie liessen aber auch nur 75 Gegentreffer zu. Das sind fünf weniger, als der HCD kassierte.

Servette ist für sein kampfbetontes, kanadisch geprägtes Eishockey bekannt. Folglich ist auch am Sonntag in der Vaillant Arena eine harte Auseinandersetzung zu erwarten.

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