Eine interessante, aber keine einfache Gruppe

In Köln sind die acht Vierergruppen für die Champions Hockey League ausgelost worden. Der HCD stösst auf harte Brocken.

Die Växjö Lakers wurden in der vergangenen Saison Qualifikationssieger in Schweden, und die weissen Tiger von Liberec führten am Ende der Regular Season die Qualifikation in Tschechien an. Als Aussenseiter gelten die Cardiff Devils aus Wales in der Davoser Gruppe. „Eine intressante, aber keine einfache Gruppe“, lautete der Kommentar von Sandro Rizzi, dem Sportchef-Assistenten des HCD, nach der Gruppenauslosung in Köln.

Wiedersehen mit Daniel Rahimi 

Die Växjö Lakers zählen zu den besten Teams im internationalen Eishockey ausserhalb der nordamerikanischen National Hockey League (NHL) und der russisch geprägten Kontinental Hockey (KHL). Das Eishockeyteam aus der südschwedischen Universitätsstadt Växjö gewann 2015 die Landesmeisterschaft und dominierte in der abgelaufenen Saison die Regular Season, ehe es überraschend schon im Playoff-Viertelfinal an Malmö scheiterte. In der Champions Hockey League booteten die Växjö Lakers im Viertelfinal die ZSC Lions aus, worauf sie im Halbfinal gegen Sparta Prag verloren. Die beiden Partien gegen Växjö erhalten für den HCD eine besondere Note, weil es zu einem Wiedersehen mit Daniel Rahimi kommt. Der Verteidiger spielte bekanntlich in der vergangenen Saison für Davos, worauf er sich für eine Rückkehr nach Schweden entschied und bei den Växjö Lakers unterschrieb. Ein noch grösserer Transfercoup gelang Växjo mit der Verpflichtung von Viktor Fasth. Der 34-jährige Torhüter spielte früher in der NHL für die Anaheim Ducks sowie die Edmonton Oilers und die beiden letzten Saisons bei ZSKA Moskau. Zurzeit bestreitet er mit Schweden die A-WM. 2011 war Fasth als MVP der WM ausgezeichnet worden.

Wieder gegen Liberec

Mit Liberec duellierte sich der HCD bereits in der Champions-League-Saison 2015/16, als die Davoser bis in den Halbfinal vorstiessen. Im Herbst 2015 gewannen die Bündner im Achtelfinal gegen Liberec in Tschechien mit 5:3 und zuhause mit 4:3. Liberec wurde vor einem Jahr tschechischer Meister. Vor einem Monat unterlag es im Playoff-Final dem HC Kometa Brno, nachdem es die Qualifikation gewonnen hatte. „Wer im Hockeyland Tchechien ganz vorne mitspielt, besitzt Qualitäten“, bemerkt Rizzi zu Bili Tygri Liberec.

Unbekannte Teufel aus Wales 

Die grosse Unbekannte auf der Eishockey-Weltkarte bilden in der Davoser Champions-League-Gruppe die Cardiff Devils. „Diese Mannschaft kenne ich persönlich noch überhaupt nicht“, meint Rizzi, womit er bestimmt nicht allein ist. „Es ist schön, dass wir das britische Eishockey dank der Champions League kennen lernen können. Ich bin gespannt, wie es in Wales sein wird. In Cardiff wird bestimmt eine Eishockey-Euphorie herrschen“, glaubt der Sportchef-Assistent des HCD. Die Cardiff Devils blicken auf ihre erfolgreichste Saison seit 20 Jahren zurück. Sie wurden mit sieben Punkten Vorsprung Meister in der Elite Ice Hockey League (EIHL), sicherten sich den Titel in der Erhardt Conference und siegten im Challenge Cup. Im britischen Playoff-Final verloren die Devils gegen Sheffield wegen eines Gegentreffers zum 5:6 in der zweiten Verlängerung, in der 94. Minute.

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