Erwartete Klotener Trotzreaktion wird zur Herausforderung

Der HC Davos empfängt am Samstagabend um 19.45 Uhr den EHC Kloten in der Vaillant Arena. Die Zürcher sind zwar Tabellenletzte, aber dennoch ein gefährlicher Gegner – erst recht nach ihrer 3:9-Pleite im letzten Match in Lausanne.

Der EHC Kloten kommt in dieser Saison nicht vom Fleck. Von den letzten neun Meisterschaftsspielen gewann er nur zwei. Er befindet sich am Tabellenende und weist zwölf Runden vor Schluss der Regular Season bereits 22 Punkte Rückstand auf den achten und letzten Playoff-Platz auf. Als Besucher am Spenger Cup hatte Klotens Trainer Kevin Schläpfer erklärt, der Start ins neue Jahr werde wichtig. Doch daraus wurde nichts. Seine Mannschaft verlor alle drei Partien – 1:2 nach Penaltyschiessen zuhause gegen Ambri, 2:3 nach Verlängerung im Heimspiel gegen Lausanne und 24 Stunden auswärts gegen den gleichen Gegner mit 3:9.

Jetzt lautet natürlich die Kardinalfrage, wie die Klotener auf jene Schlappe, die höchste in der laufenden Meisterschaft, reagieren. Zu erwarten ist eine heftige Trotzreaktion. Klotens Präsident Hans-Ueli Lehmann war so sauer, dass er diese Woche im „Blick“ sagte: „Ich platze jetzt dann. So eine Wohlfühl-Truppe.“ Die Kabine betrat er schon gar nicht mehr. „Sonst würde ich wohl alles kurz und klein schlagen.“ Zweifellos traf der Klubboss mit diesen Worten seine Spieler. Jetzt liegt es an ihnen, in Davos eine Antwort auf dem Eis zu geben. Der HCD muss mit einem extrem motivierten Gegner rechnen; er darf vom Tabellenletzten keine Geschenke erwarten.

Vorgängig zum Heimspiel gegen Kloten gastiert der HCD am Freitagabend in Genf bei Servette. Robert Kousal wurde für diese Partie vom Verband wegen eines "Fusstritts" gegen den Zuger Garrett Roe im letzten Match gesperrt. Somit ist klar, dass in Genf die HCD-Ausländer Magnus Nygren, Broc Little, Magnus Johansson und Brandon Buck zum Einsatz kommen. Der HCD wird auf dem Heimweg von Genf in Egerkingen übernachten. In der laufenden Meisterschaft gewann Davos gegen Kloten die drei bisherigen Partien, auswärts allerdings höchst knapp mit 3:2 nach einem 0:2 Rückstand und 5:4 nach Penaltyschiessen. In der Vaillant Arena ging es beim 4:1-Sieg etwas leichter.

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Donnerstag, 11. Januar 2018 - 17:25