Exklusiv: Fabian Heldner im Interview

Mit 16 hat Fabian Heldner beim EHC Visp in der Nationalliga B debütiert, mit 18 beim HCD in der obersten Spielklasse. Der Verteidiger-Partner von Beat Forster schildert im Interview unter anderem seinen Aufstieg.

Fabian Heldner, Sie begannen mit dem Eishockey im Wallis. Erzählen Sie uns doch von Ihren Anfängen.

Fabian Heldner: Ich bin in Eyholz aufgewachsen und habe beim EHC Visp die Nachwuchsstufen durchlaufen. Mit 16 kam ich in die erste Mannschaft. Gegen die GCK Lions bestritt ich mein erstes Spiel in der Nationalliga B. Wir verloren deutlich und verzeichneten insgesamt einen schwachen Saisonstart. Mit der Zeit merkte ich, dass ich bei Visp nicht mehr weiter kam. Ich spürte in mir den Wunsch nach einer Veränderung. Mit dem HCD fand ich einen wirklich professionell geführten Klub. Da offenbaren sich klare Unterschiede zur Nationalliga B. Für mich war rasch klar, dass ich nach Davos wechseln wollte, was dann im Frühling 2014 geschah.

Hatten Sie damals Alternativen zum HCD?

Ja. Aber ich prüfte, was ich persönlich für wichtig hielt, und da fiel die Wahl auf Davos.

In der Saison 2014/15 absolvierten Sie beim HCD 36 Spiele mit den Elite-Junioren, während der Qualifikation 9 mit dem Fanionteam in der NLA und dann aber gleich 12 von 15 möglichen in den Playoffs.

Ich spürte zu Beginn der Saison rasch, dass noch einiges geschehen musste, bis ich auf dem NLA-Niveau mithalten konnte. Deshalb war es logisch, dass ich in Davos bei den Elite-A-Junioren einstieg. Ich lernte viel, zumal ich auch die Trainings mit der ersten Mannschaft absolvieren konnte. Nach und nach erzielte ich die von mir erhofften Fortschritte. Kurz vor Ende der Regular Season erhielt ich die Chance, im NLA-Team zu spielen. Ich konnte sie gleich nutzen.

Mehr noch, in den Playoffs kamen Sie auf dem Weg zum Schweizer Meistertitel in fast allen Partien zum Einsatz!

Das war sehr speziell für mich. Zu Saisonbeginn hatte ich nicht einmal damit gerechnet, überhaupt einen Playoff-Match spielen zu dürfen. Umso grösser war dann natürlich die Freude. Die Playoffs waren eine super Zeit für mich.

Sie bilden in der Regel gemeinsam mit Beat Forster ein Verteidigerpaar. Bescheiben Sie bitte Ihren Lehrmeister?

Forster ist für mich sehr wichtig. Wir sprechen häufig miteinander. Er sagt mir jedes Mal, wenn etwas ist, wie es nicht hätte sein sollen. Und er zeigt mir, wie ich es besser machen kann. Er korrigiert mich während den Spielen und im Training. Für mich ist das eine ideale Lösung.

Mit Félicien Du Bois, Samuel Guerra und Simon Kindschi fehlen beim HCD zurzeit gleich drei Stammverteidiger. Hat das Auswirkungen auf Sie?

Für mich ändert sich deswegen nicht viel; ich spiele weiterhin neben Forster. Ich weiss genau, was mein Job ist: Die einfachen Sachen sauber spielen, keine Eins-gegen-Eins-Situation verlieren und die Puck schnell und gut nach vorne spielen, so dass die Stürmer mit den Pässen zufrieden sind. Als Mannschaft müssen wir mit den Ausfällen der Stammspieler vor allem mental richtig umgehen.

Jetzt stehen mit dem Auswärtsspiel in Bern am Freitagabend und tags darauf der Heimpartie gegen die Kloten Flyers für die Davoser zwei echte Herausforderungen auf dem Programm.

Weil wir im Cup an Dübendorf gescheitert waren, hatten wir unter der Woche keinen Match. Wir konnten stattdessen sehr gut trainieren. Ich glaube, dass wir in einigen Belangen, die in den letzten Partien nicht so gut waren, Fortschritte erzielten. Wir fanden unser Tempo besser und bemühten uns, das schnelle Transition-Spiel umzusetzen.

Was erwarten Sie im Heimspiel gegen Kloten Flyers?

Sie befinden sich in unserem Tabellenbereich. Nach einem schlechten Saisonstart steigerten sich die Klotener deutlich. Jetzt sind sie im Hoch. Ich erwarte einen spannenden, engen Match.

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