Gegen Ambri brauchen wir viel Biss

Zum dritten Heimspiel innert 96 Stunden empfängt der HCD am Donnerstagabend um 19.45 Uhr den HC Ambri-Piotta im Eisstadion Davos. HCD-Torhüter Joren van Pottelberghe erwartete eine „umkämpfte, ja gar etwas bissige Partie.“

„Im Leben sieht man sich immer zwei Mal“, lautet ein Sprichwort. Der HCD und der Ambri-Piotta sehen sich jedoch allein in der Qualifikation der laufenden Meisterschaft sechs Mal. Vier Mal haben die beiden „Dorfklubs“ bereits gegeneinander gespielt – meist mit dem besseren Ende für Davos. Am 26. Oktober gewann der HCD in der Leventina mit 3:2 und am 24. November zuhause mit 5:3, ehe am 12. Dezember eine 1:2-Heimniederlage folgte. Die Reaktion folgte postwendend: In der letzten Runde vor Weihnachten siegte Davos in Ambri nach Penaltyschiessen mit 5:4. Im Shootout trafen Aaron Palushaj und Mattias Tedenby für die Bündner, HCD-Goalie Sandro Aeschlimann parierte alle Penaltys der Tessiner.

Trotz der negativen Bilanz kommt das Team von Luca Cereda am Donnerstagabend sicher gerne wieder nach Davos. Am letzten Spengler Cup sorgte Ambri im Davoser Eisstadion für Furore auf dem Eis und für Euphorie auf den Zuschauerrängen. Die Tessiner eröffneten das Turnier mit einem sensationellen 4:1-Sieg gegen Turnierfavorit Salavat Yulaev Ufa. Mit einem glatten 3:0 gegen TPS Turkus sicherten sie sich danach den Gruppensieg und den direkten Einzug in den Halbfinal. Dort scheiterte Ambri mit einem 2:3 nach Verlängerung hauchdünn am tschechischen Meister Trinec.

In der Meisterschaft klafft zurzeit zwischen dem HCD und dem HCAP eine grosse Lücke. Während Davos am Dienstagabend seinen zweiten Tabellenplatz mit dem 2:1-Heimsieg gegen Genf-Servette festigte, verlor Ambri gleichzeitig das Tessiner Derby in Lugano mit 1:5. Ambris Rückstand auf den achten (Playoff-)Platz beträgt jedoch nur drei Punkte. Joren van Pottelberghe, der zuletzt bei den Heimsiegen gegen die Rapperswil-Jona Lakers (3:2) und Genf-Servette (2:1) mit ausgezeichneten Leistungen auffiel, erwartet eine kampfbetonte Partie. „Wir spielten in dieser Meisterschaft bereits vier Mal gegen Ambri; alle vier Begegnungen verliefen sehr intensiv, ja fast ein bisschen giftig“, sagt der HCD-Goalie. „Gegen Servette standen die spielerischen Aspekte im Vordergrund, gegen Ambri wird es wohl mehr ein Krampf sein. Die Tessiner geben keinen Puck verloren; sie kämpfen um jeden Zentimeter Eis. Umso wichtiger wird es sein, dass auch wir mit viel Biss und wie gegen Servette abgeklärt und diszipliniert auftreten.“

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