HCD-Captain Andres Ambühl schiesst Lausanne in die Ferien

Die Davoser haben im vierten Playoff-Viertelfinalspiel nichts mehr anbrennen lassen und sicher mit 6:3 gewonnen. Matchwinner für die Bündner war Captain Andres Ambühl mit drei Treffern. Jetzt muss der HCD auf seinen Halbfinal-Gegner warten.

Die Davoser übernahmen von ersten Bully an resolut die Initiative und setzten ihre Entschlossenheit diesmal in der Anfangsphase nicht nur in deutliche Spielvorteile, sondern auch in Treffer um. Bereits nach 88 Sekunden erzielte Perttu Lindgren im ersten Powerplay das 1:0 – ausgerechnet der Finne, der im letzten Heimspiel zweimal nur den Pfosten getroffen hatte und auch in der aktuellen Partie den Puck später einmal an die Torumrandung knallte (17.). Der entscheidende Pass zu Lindgrens Führungstreffer kam übrigens von Mike Vaskivuo. Der finnisch-amerikanische Doppelbürger gab sein Debüt beim HCD anstelle von Tuomo Ruutu.

Zwei spezielle Shorthander für die Statistik

Die dominante Startphase der Platzherren nutzte Tino Kessler schon in der siebten Minute zur Erhöhung des Vorsprungs. Und im dritten Powerplay schoss Andres Ambühl mittels herrlicher Direktabnahme nach einem idealen Zuspiel von Gregory Sciaroni den Puck zum 3:0 in Lausanner Tornetz (11.). 110 Sekunden später profitierte Alain Miéville im nächsten Davoser Powerplay von einem leichtsinnigen Puckverlust Robert Kousals. Er fügte mit seinem Tor dem HCD den ersten (!) Shorthander in der laufenden Meisterschaft überhaupt zu. Zu Beginn des Mitteldrittels erhöhte Ambühl dann jedoch eine andere Davoser Bestmarke, indem er beim 4:1 bereits den zehnten Treffer der Bündner während einer Unterzahlphase in dieser Saison markierte.

Dino Wieser machte alles klar

Den Gästen musste man zugute halten, dass sie trotz des Rückstands nie resignierten. Und als die Davoser nur leicht nachliessen, nutzte Joël Genazzi den Freiraum zum zweiten Lausanner Treffer (34.). Richtig heikel wurde des für Platzherren aber in diesem Match nie mehr. Als Dino Wieser sind dann vor dem gegnerischen Tor durchdribbelte und mit einem platzierten Handgelenkschuss magistral zum 5:2 traf, war die Partie nach gut 50 Spielminuten definitiv entschieden. Ein Schönheitsfehler war nachher einzig noch Lausannes drittes Tor, weil es Gaëtan Augsburger in Unterzahl erzielte. Im Frust über das rasche Saisonende brannten bei einigen Gästespielern in der Schlussphase die Nerven durch, was im zuvor sehr fairen Match noch zu einer Strafenflut führte. Den Schlusspunkt im Skore setzte Ambühl in der letzten Spielminute, als er mit seinem dritten Treffer an diesem Abend den Puck ins leere Lausanner Tor schoss.

Telegramm: Davos – Lausanne 6:3 (3:1, 1:1, 2:1)

6800 Zuschauer (ausverkauft/Saisonrekord). – SR Eichmann/Kurmann, Borga/Küng.

Tore: 2. Lindgren (Vaskivuo, Forster/Ausschluss Ledin) 1:0. 8. Kessler (Dino Wieser, Heldner) 2:0. 11. Ambühl (Sciaroni/Ausschluss Déruns) 3:0. 13. Miéville (Ausschluss Harri Pesonen!) 3:1. 23. Ambühl (Sciaroni/Ausschluss Du Bois!) 4:1. 34. Genazzi (Sven Ryser, Trutmann) 4:2. 51. Dino Wieser (Sciaroni, Schneeberger) 5:2. 58. Augsburger (Fischer, Kneubühler/Ausschluss Froidevaux!) 5:3. 60. (59:27) Ambühl (Du Bois) 6:3 (ins leere Tor).

Strafen: 9mal 2 Minuten gegen Davos, 13mal 2 Minuten gegen Lausanne.

Davos: Senn; Du Bois, Rahimi; Heldner, Forster; Schneeberger, Paschoud; Jung; Ambühl, Aeschlimann, Vaskivuo; Marc Wieser, Lindgren, Kousal; Sciaroni, Corvi, Dino Wieser; Simion, Walser, Jörg; Kessler.

Lausanne: Huet; Gobbi, Fischer; Borlat, Junland; Trutmann, Genazzi; Nodari; Ledin, Froidevaux, Harri Pesonen; Schelling, Miéville, Déruns; Sven Ryser, Jeffrey, Herren; Lardi, Kneubühler, Augsburger; Florian Conz.

Bemerkungen: Davos ohne Axelsson, Egli und Spylo (alle verletzt), Ruutu, Forrer, Eggenberger, Portmann (alle überzählig), Lausanne ohne Danielsson, Walsky (beide verletzt) sowie Hovinen (überzähliger Ausländer). – Pfostenschüsse: 17. Lindgren, 26. Genazzi, 30. Junland, 43. Ambühl. – 58:02 Timeout Lausanne, von 57:50 bis 59:10 sowie von 59:20 bis 59:27 ohne Torhüter.

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