HCD verspielt Turniersieg im letzten Match

Der HC Davos hat am internationalen Rozpis Mountfield Cup im tschechischen Hradec Kralove einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Nach guten Leistungen und Siegen gegen Pardubice (3:2) sowie Gastgeber Mountfield (7:3) vergab er den Turniersieg am Sonntag durch eine 2:10-Pleite gegen Sparta Prag.

In seinem ersten Testspiel in der neuen Saison besiegte der HCD am Donnerstagnachmittag Dynamo Pardubice mit 3:2. Magnus Nygren schoss die Bündner nach Zuspiel von Inti Pestoni bereits nach 171 Spielsekunden in Führung. Yannick Frehner erhöhte auf Pass von Fabian Heldner den Vorsprung zu Beginn des Mitteldrittels. Nachdem die Tschechen ausgeglichen hatten, sorgte Tino Kessler in der 55. Minute für die Entscheidung. Die Vorarbeit zum Siegtreffer leisteten Nygren und Lukas Stoop.

Im zweiten Match gegen Gastgeber Mountfield, der zuletzt zweimal am Spengler Cup teilgenommen hatte, lagen die Davoser am frühen Samstagabend bis zur 27. Minute mit 0:2 zurück. Dario Meyer und Kessler schafften den Ausgleich, ehe die Bündner noch im Mitteldrittel erneut in Rückstand gerieten. Im Schlussabschnitt trumpfen sie dann aber mit fünf Treffern gross auf. Enzo Corvi mit zwei Toren, Dominic Weder, Meyer mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie und Dominic Buchli sorgten schliesslich für einen klaren 7:3-Erfolg des HCD.

Das dritte Spiel des HCD gegen Sparta Prag, das nicht einmal 18 Stunden nach dem Sieg gegen Mountfield angepfiffen wurde, war für die Bündner dann jedoch eines zuviel. Bereits nach dem Startdrittel lag das Team von Arno Del Curto mit 1:5 zurück, am Schluss setzte es eine 2:10-Kanterniederlage ab. „Im Gegensatz zu den beiden ersten Partien spielten wir gegen Sparta Prag schlecht. Wir kassierten vier Gegentore im Boxplay, und mit dem frühen klaren Rückstand war die Luft rasch draussen; da passte nicht mehr viel zusammen“, meinte HCD-Sportchef-Assistent Sandro Rizzi. „Schade, dass dieser letzte Match einen etwas faden Beigeschmack hinterliess. Denn in den beiden ersten Partien zeigten wir zwei gute Leistungen, ganz besonders gegen Mountfield. Die Mannschaft gefiel auch mit einem bereits beachtlichen Tempo“, so Rizzi weiter.

Neben den beiden Torhütern Gilles Senn und Joren van Pottelberghe setzte HCD-Coach Arno Del Curto insgesamt nicht weniger als 27 Feldspieler ein, so dass die meisten nur in zwei Partien zum Einsatz gelangten. Einen viel versprechenden Eindruck hinterliess Sami Sandell. Der Finne, der zurzeit mit einem Probevertrag um eine Festanstellung beim HCD kämpft, bereitete gegen Mountfield die beiden ersten Treffer vor, und er markierte auch physische Präsenz.

Ambühl als Verteidiger

Andres Ambühl bestritt das Turnier in neuer Position als Verteidiger. Rizzi bezeichnete dieses Experiment als „positiv". Ambühl spielte in der Abwehr solid. Er ist bekanntlich technisch stark. Bezüglich Spielaufbau erwies er sich für unser Spiel mit guten Pässen als Verstärkung.“ Ambühl könne praktisch auf allen Positionen eingesetzt werden, was ihn besonders wertvoll mache, stellte Rizzi fest. So wurde Ambühl auch am Rozpis Mountfield Cup in Boxplay-Phasen wie früher als Stürmer eingesetzt.

Vor der Reise nach Tschechen hatte der HCD als Mannschaft erst wenige gemeinsame Eistrainings absolviert. Deshalb ist es noch verfrüht, vor allem auch die Neuverpflichtungen zu beurteilen. Sie hätten aber allesamt einen positiven Eindruck hinterlassen, bemerkte Rizzi. Der HCD kehrte in der Nacht auf Montag in einer rund neunstündigen Carfahrt von Hradec Kralove nach Hause zurück. Heute Montag trifft auch der neu verpflichtete NHL-Stürmer Shane Prince in Davos ein. Sein nächstes Testspiel bestreitet der HCD am Mittwoch in Le Sentier im waadtländer Jura, wo er auf den russischen Spitzenklub ZSKA Moskau trifft.

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