Ich bin stolz, wieder das HCD-Logo zu tragen | Hockey Club Davos

News - Ich bin stolz, wieder das HCD-Logo zu tragen

Nach elf Lehr- und Wanderjahren beim EHC Biel, dem SC Bern und dem HC Lugano ist Thomas Wellinger nach Davos zurückkehrt. „Ich bin stolz, wieder das HCD-Logo auf dem Leibchen zu tragen“, sagt der 33-jährige Verteidiger im Eisstadion Davos.

Es war am Spengler Cup 2012: Thomas Wellinger verteidigte in jener Saison für den EHC Biel. An besagtem Spengler Cup spielte er für das tschechische Team von Vitkovice. Während des Interviews für die „Südostschweiz“ vertraute mir der Eishockeyprofi damals an, dass er irgendwann zum HCD zurückkehren möchte. Nicht von ungefähr. Wellinger ist ein Ur-Davoser. Hier wuchs er auf, hier ging er zur Schule, und hier verbrachte er seine Freizeit. Beim HCD lernte er das Eishockey-ABC und gab sein Nationalliga-A-Debüt – am 30. Oktober 2007 als 19-Jähriger im Heimspiel gegen den EHC Basel.
Bis 2010 bestritt Wellinger 47 Meisterschaftsspiele für den HCD. Den Durchbruch in der obersten Schweizer Spielklasse schaffte er in Blaugelb aber nicht. Das geschah hingegen sofort nach seinem Wechsel zum EHC Biel. Der Davoser fand zu Trainer Kevin Schläpfer auf Anhieb einen guten Draht und erhielt gleich viel Eiszeit und Verantwortung. Wellingers rascher Aufstieg offenbarte sich in seiner ersten Saison bei Biel auch in seinen ersten fünf Länderspielen. Aus dem ersten Jahr bei Biel wurden sechs, unterbrochen durch einen einjährigen Abstecher zum SC Bern (2013/14). Anschliessend folgten ab 2017 vier Spielzeiten beim HC Lugano. „Ich bin froh, dass ich damals den Schritt zum EHC Biel machte“, sagt Wellinger rückblickend. „Dem HCD bin ich überhaupt nicht böse. In Davos hatte es damals in den Meisterjahren so viele gute Verteidiger.“

„Ich fühlte mich auf Anhieb zuhause“
Jetzt ist Wellinger zurück – und er strahlt in HCD-Kabine. „Ich habe eine Riesen-Freude“, versichert er sichtbar und glaubhaft. „Vor dem ersten Training war ich gar etwas nervös. Dann kam ich in die Kabine im Davoser Eisstadion, und ich fühlte mich auf Anhieb zuhause. Es war ja auch nicht wie eine neuer Job-Anfang. Hier hat es viele Gesichter, die ich schon lange kenne.“ Mit Marc Wieser pflegte Wellinger während all seiner Jahren in Bernbiet und Tessin Kontakt. Weil er im Sommer jeweils individuell in Davos trainieren durfte, kreuzten sich seine Wege auch oft mit anderen HCD-Akteuren. Félicien Du Bois und Magnus Nygren wohnen in der Nachbarschaft. So trifft man sich natürlich auch mit den Familien. Wellinger und seine Frau, ebenfalls eine Davoserin, sind stolz auf ihre drei Kinder, sechs, vier und zwei Jahre alt.

„Ich will alles tun, damit wir Erfolg haben“
Als Eishockeyprofi hat sich Wellinger als starker, zuverlässiger Defensiv-Verteidiger einen guten Ruf erarbeitet. Mit zunehmender Erfahrung und Vertrauen schaltete er sich auch vermehrt in den Angriff ein. „Ich möchte etwas kreieren, bin aber nicht der Typ, der 20 Tore pro Saison schiesst“, stuft sich der 33-Jährige realistisch ein. „Primär möchte ich auch beim HCD defensiv gut spielen, meinen Teil zur Stabilität in der Abwehr beitragen und im Boxplay eine tragende Rolle ausüben.“ Auch für die Jungen wird Wellinger immer ein offenes Ohr haben. „Indem ich viel mit ihnen rede, mit ihnen Übungen mache und sie unterstütze, möchte ich sie besser machen.“ Wellinger tippt aufs HCD-Logo auf seinem Trainingsleibchen. „Ich bin stolz darauf“, betont er und bemerkt: „Ich will alles tun, damit wir Erfolg haben. Dafür werde ich in jeden Tag hart an mir arbeiten.“ So ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis er schafft, was ihm in seiner bisherigen Karriere versagt blieb: Sein erstes Tor in den HCD-Farben.

Text: Hansruedi Camenisch    Foto: Maurice Parrée
 

Ich bin stolz

30.06.2021 16:30