Ich habe zahlreiche gute Sachen gesehen

Der HCD hat am letzten Wochenende in Kreuzlingen den Bodensee Cup bestritten. Nach einer unglücklichen 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen die Schwenninger Wild Wings besiegten die Davoser den HC Thurgau mit 7:0. „Zweck erfüllt; jetzt geht es primär darum, die Taktik zu implementieren“, lautet die Turnierbilanz von HCD-Trainer Christian Wohlwend.

Nach einem schlechten Startdrittel steigerte sich der HCD gegen den DEL-Klub Schwenninger Wild Wings deutlich. Vor 1388 Zuschauern trug er ab dem Mittelabschnitt seinen redlichen Teil zu einer attraktiven Partie bei. Die Bündner erzielten ihre beiden Treffer im Powerplay nach zwingenden Kombinationen. Zum 1:1 glich Aaron Palushaj nach Vorarbeit von Magnus Nygren und Enzo Corvi aus. Beim 2:1-Führungsteffer durch Marc Wieser liessen sich Mattias Tedenby und Félicien Du Bois je einen Assistpunkt notieren. Palushaj demonstrierte seine Abschussqualitäten in mehreren Situation. Sowohl in der Verlängerung als auch im Penaltyschiessen traf der Amerikaner nur den Pfosten. Als einziger Davoser verwertete Marc Aeschlimann seinen Penalty. Tedenby schied im dritten Drittel leicht angeschlagen vorsichtshalber aus.

Im Spiel um Platz 3 wurde der HCD gegen den HC Thurgau seiner Favoritenrolle gerecht. Beim 7:0 (3:0, 1:0, 3:0)  über den Swiss-League-Klub zeichneten sich Fabrice Herzog und Enzo Cori als Doppeltorschützen aus. Die weiteren Treffer für Davos erzielten Tino Kessler, Thierry Bader und Dominic Buchli. HCD-Torhüter Joren van Pottelberghe gelang ein Shutout. Den Turniersieg sicherte sich Schwenningen dank eines 2:1-Finalsiegs über die Düsseldorfer EG.

Die Taktik implementieren

„Primär geht es in den Vorbereitungsspielen darum, unsere Taktik zu implementieren“, erklärte am Ende des Turniers Christian Wohlwend. „So, wie wir die Partie gegen Schwenningen begannen, darf man es einfach nicht tun“, bemängelte der neue HCD-Trainer. Im Startdrittel verloren seine Schützlingen fast alle Zweikämpfe, und sie leisteten sich nicht weniger als 19 Fehlpässe. Da brauchte es einige Glanzparaden von Torhüter Sandro Aeschlimann, dass die Bündner nicht vorentscheidend in Rückstand gerieten. Erfreut sah Wohlwend darauf die starke Reaktion seiner Spieler, die dank guter Passqualität den Mittelabschnitt klar dominierten und den Rest der Partie ausgeglichen gestalteten. Der HCD-Coach zog eine zufriedene Turnierbilanz: „Wir haben schon zahlreiche gute Sachen gesehen, die aus dem Training in diesen Partien umgesetzt wurden“, so Wohlwend. Er nutzte den Bodensee Cup auch, um verschiedene Linienzusammensetzungen zu testen.

Gegen Barys und dann nach Nürnberg

Bereits heute Dienstagabend erhalten die Davoser die nächste Gelegenheit, sich ans neue Spielsystem zu gewöhnen. Um 19.45 Uhr treten sie im Sportzentrum Zuchwil gegen den KHL-Klub Barys Astana an, der sich neu Barys Nur-Saltan nennt. Und am kommenden Wochenende bestreitet der HCD den Mercedes Benz Cup in Nürnberg. Dabei trifft er am Freitababend auf den Gastgeber und letztjährigen Spengler Cup-Teilnehmer Thomas Sabo Ice Tigers (DEL) und am Sonntag entweder auf die Straubing Tigers (DEL) oder auf Dornbirn.

Kommentare